Das Kino auf St. Pauli
ohne Werbung. im Hinterhof. in 2D und Stereo!

Unser Programm im Juni 2019

United in Anger - 50 Jahre Stonewall Riots

Die Aufstände in der Nacht zum 28. Juni 1969 vor dem "Stonewall Inn" in New York gelten als Ausgangspunkt der westlichen LGBTIQ*-Bewegung. Zum 50. Jubiläum der "Stonewall Riots" schenkt das B-Movie den Lesbisch Schwulen Filmtagen Hamburg (15. - 20.10.2019) ein Monatsprogramm, das sie ausgewählt und kuratiert haben. Gemeinsam schauen wir zurück auf queere Aufstände, Riots und Bündnisse, die gesellschaftliche Verhältnisse verändert haben. Der Blick liegt dabei vor allem auf solidarischen Allianzen mit anderen marginalisierten Gruppen - denn wenn die Geschichte etwas gezeigt hat, dann dass wir zusammen stärker sind! Immer noch UNITED IN ANGER!

Außerdem: 35. Kurzfilm Festival Hamburg (4.-10.06.2019)

Samstag,
01.06.
19:30
22:00
Sonntag,
02.06.
18:00
20:00
Film
Dienstag,
04.06.
20:00
Mittwoch,
05.06.
21:00
Hörbar
Donnerstag,
06.06.
19:30
21:45
Freitag,
07.06.
17:30
Festival
19:45
22:00
Samstag,
08.06.
17:30
19:45
22:00
Sonntag,
09.06.
17:30
Dienstag,
11.06.
20:00
Mittwoch,
12.06.
21:00
Hörbar
Donnerstag,
13.06.
19:00
Film
21:00
Film
Freitag,
14.06.
22:00
Samstag,
15.06.
22:00
Sonntag,
16.06.
18:00
20:00
Mittwoch,
19.06.
21:00
Hörbar
Donnerstag,
20.06.
19:00
21:00
Samstag,
22.06.
20:00
22:00
Sonntag,
23.06.
18:00
20:00
Dienstag,
25.06.
20:00
Mittwoch,
26.06.
21:00
Hörbar
Donnerstag,
27.06.
19:00
21:00
Freitag,
28.06.
22:00
Samstag,
29.06.
20:00
22:00
Sonntag,
30.06.
18:00
20:00

Die Veranstaltungen im Einzelnen

Before Stonewall

US, 1984, 87 Min., OmU, digital

Regie: Greta Schiller, Andrea Weiss, Robert Rosenberg

Dieser Queer Cinema Klassiker blickt ausführlich auf die Zeit vor den Riots und zeigt die aufgeladene Stimmung in den USA der 1960er Jahre. Die Doku ist mittlerweile zu einem Standardwerk in Sachen schwul-lesbischer Geschichte geworden.
Vorfilm: Happy Birthday, Marsha!
US 2017, 14 Min., OV, digital, Regie: Tourmaline, Sasha Wortzel
Was passierte in den Stunden bevor Trans* Künstlerin und Aktivistin Marsha P.(ay it no mind) Johnson die Stonewall Riots entfachte?

Samstag, 01. Juni, 19:30 Uhr
Donnerstag, 27. Juni, 21:00 Uhr reservieren

Q-Movie Bar präsentiert: Hey. Happy

CA, 2001, 70 Min., OmU, digital

Regie: Noam Gonick

Winnipeg, Kanada. Eine Stadt, die geprägt ist von Ödnis und Industrie. Man erwartet eine gigantische Überschwemmung, die alles Leben auslöschen wird. Doch das Warten stumpft ab. Und so kommen ganz andere, bizarre Sorgen zum Vorschein. Etwa die von Sabu, einem jungen Partymacher, der bei seinem nächsten Rave die Zweitausend voll machen will. Seine "Mission": mit 2.000 Männern Sex zu haben, und nur noch einer steht aus.
Der Look des Films ist mit seinen farbstarken Cinemascope-Bildern betörend, und die Filmmusik mit einem Mix von Trip-Hop bis zu Easy Listening macht den Film zu einem entspannten Trip.

danach Bar mit leckeren Cocktails

www.q-movie-bar.de

Samstag, 01. Juni, 22:00 Uhr

United In Anger: A History of Act Up

US, 2012, 93 Min., OmeU, digital

Regie: Jim Hubbard

1987 - auf dem Höhepunkt der AIDS-Krise - entstand in den USA "ACT UP" (The AIDS Coalition to Unleash Power). In einer Zeit, in der sich 50 Prozent der Amerikaner*innen dafür aussprachen, infizierte Personen unter Quarantäne zu stellen, formierte sich in der Szene aktiver Widerstand. Mit Aktionen wie einem "Die-In" in einer Kirche, der Verstreuung der Asche von AIDS-Toten im Vorgarten des Weißen Hauses oder der Übernahme der AIDS-Konferenz 1989 in Montreal zwang "ACT UP" die Regierung, ihre unmenschliche Politik zu ändern und rettete damit unzählige Leben. Jim Hubbard, Filmemacher, Aktivist und Mitbegründer des "ACT UP Oral History Project", hat aus jahrelang selbst gefilmtem Footage-Material und Hunderten von Interviews eine bemerkenswerte Dokumentation geschnitten, die eine Bewegung zeigt, die, angetrieben von ihrer Wut über die skandalöse Politik ihrer Regierung, alle Kräfte bündelte, um für Veränderung zu kämpfen...Never be silent again - ACT UP!

Sonntag, 02. Juni, 18:00 Uhr
Donnerstag, 20. Juni, 19:00 Uhr reservieren

Major!

US, 2015, 95 Min., OmeU, digital

Regie: Annalise Ophelian, Storm Miguel Florez

Für manche ist sie die Leitfigur eines "Queer Activism of Color" - für manche einfach nur "Mama". In jedem Fall ist die 75-jährige Miss Major Griffin-Gracy eine beeindruckende Person mit einer unglaublichen Geschichte. Seit mehr als 40 Jahren setzt sie sich für die Rechte und Belange von QTPOC* (Queer Trans People of Color) ein. Mit vielen Stimmen aus der Community (u. a. Angela Davis) erzählt die Dokumentation über Majors politisches Engagement für Trans*Frauen, Queers of Color, Sexarbeiterinnen, von ihrer frühen Zeit in Chicago, ihren Erlebnissen bei den Stonewall Riots und ihrer Inhaftierung. Sie hat eine gesamte Gemeinschaft mitgestaltet. Ihr Leben ist ein revolutionärer Akt, eine Geschichte von Kampf, Zusammenhalt, Loyalität und Überleben.

Sonntag, 02. Juni, 20:00 Uhr
Samstag, 29. Juni, 20:00 Uhr reservieren

Japanese Night #9: Black Kiss

JP, 2004, 133 Min., OmU, digital

Regie: Makoto Tezuka
Darsteller: Kaori Kawamura, Reika Hashimoto, Shunsuke Matsuoka

Asuka, jung und hübsch, freut sich darauf, endlich in Tokio ihre Model-Karriere voranzubringen. Doch ihre neue Kollegin, die ausgebrannte und verzweifelte Kasumi bietet ihr keine guten Aussichten auf den Job. Zuviel Seltsames passiert hinter den Kulissen der gemeinsamen Agentur. Asuka bleibt nicht viel Zeit, diesen Aussagen unvoreingenommen nachzugehen. Sie wird unfreiwillig Zeugin eines brutalen Mordes, bei dem Kasumi die Hauptverdächtige zu sein scheint. Es bleibt nicht bei diesem einen Mord, und nun beginnen ein unerfahrener Detektiv, ein Paparazzo und weitere mysteriöse Typen, die grausamen Geschehnisse aufklären.
Makato Tezka schuf mit diesem Film den ersten japanischen Thriller, der all die Benchmarks der beliebten italienischen "Giallo"-Streifen aufgreift: schöne Frauen, ein geheimnisvoller Mörder, viele falsche Fährten und bis ins letzte Detail durchchoreografierte Mordsequenzen. Der Film nutzt dabei selbstverständlich auch Versatzstücke moderner Hollywood-Thriller, bleibt aber ansonsten der artifiziellen Struktur der "Gialli" bis hin zum faszinierenden Soundtrack treu. Mit Masanobu Ando und Raika Hashimoto holte sich Tezka zudem zwei der angesagtesten Jungstars des japanischen Films in seinen visuell faszinierenden Schocker.

in Zusammenarbeit mit Midori Impuls und Japan-Filmfest Hamburg

mit Einführung

Dienstag, 04. Juni, 20:00 Uhr

Hörbar

Zentraler Treffpunkt für Konsumenten und Produzenten experimenteller Musik. Jeden Mittwoch 21:00 Uhr

hoerbar-ev.de

Mittwoch, 05. Juni, 21:00 Uhr
Mittwoch, 12. Juni, 21:00 Uhr
Mittwoch, 19. Juni, 21:00 Uhr
Mittwoch, 26. Juni, 21:00 Uhr
Hörbar

IKFF: IW 7 Jenseits

https://festival.shortfilm.com/programm-2019/

Donnerstag, 06. Juni, 19:30 Uhr

IKFF: IW 8 Recherche des vies

https://festival.shortfilm.com/programm-2019/

Donnerstag, 06. Juni, 21:45 Uhr

IKFF: IW 2 Licht

https://festival.shortfilm.com/programm-2019/

Freitag, 07. Juni, 17:30 Uhr

IKFF: IW 1 Echoes

https://festival.shortfilm.com/programm-2019/

Freitag, 07. Juni, 19:45 Uhr

IKFF: Labor 1 Pleasure Rebels: Begehren 1

https://festival.shortfilm.com/programm-2019/

Freitag, 07. Juni, 22:00 Uhr

IKFF: IW 5 Apropos

https://festival.shortfilm.com/programm-2019/

Samstag, 08. Juni, 17:30 Uhr

IKFF: IW 3 Ortslinien

https://festival.shortfilm.com/programm-2019/

Samstag, 08. Juni, 19:45 Uhr

IKFF: IW 4 Pinkpengpu

https://festival.shortfilm.com/programm-2019/

Samstag, 08. Juni, 22:00 Uhr

IKFF: Labor 2 Flamingos 2

https://festival.shortfilm.com/programm-2019/

Sonntag, 09. Juni, 17:30 Uhr

Dokumentarfilmsalon auf St. Pauli: Richtung Nowa Huta

AT, 2012, 78 Min., OmU, digital

Regie: Dariusz Kowalski

Wenige Kilometer vom Zentrum Krakaus entstand 1949 Nowa Huta. Die polnische Stahlarbeiterstadt galt zunächst als sozialistisches Vorzeigeprojekt und wurde durch die Solidarność-Bewegung zu einem Brennpunkt des politischen Kampfes. Doch was ist davon in Zeiten der Deindustrialisierung und des Kapitalismus geblieben? Mit einem persönlichen und oft humorvollen Blick nähert sich Dariusz Kowalski der Vergangenheit und Gegenwart seiner Heimatstadt an.
Trailer

Bar und Salon ab 18:30 Uhr geöffnet. Eintritt auf freiwilliger Spendenbasis. Näheres unter:

www.dokumentarfilmsalon.org

Dienstag, 11. Juni, 20:00 Uhr

Gaci Gibi

TR, 2016, 72 Min., OmeU, digital

Regie: Serkan Çiftçi

Deniz ist trans* und arbeitet als Sexarbeiter*in in Mersin, einer kleinen Stadt im Süden der Türkei. Eines Nachts wird sie Opfer eines brachialen Hassverbrechens und schwer verletzt. Die Dokumentation von Serkan Çiftçi begleitet Deniz bei ihrer allmählichen Genesung. Mit Hilfe ihrer Mitbewohner*innen Ece und Berfin lernt sie wieder laufen und führt den Kampf gegen Homo- und Trans*phobie zusammen mit der Mersin 7 Renk (7 Colors LGBTIQ* Association) fort. Diese Gruppe organisiert neben geschützten Treffen für LGBTIQ* auch immer wieder Protestmärsche und Diskussionen, verfasst Pressemitteilungen und solidarisiert sich, um die Sichtbarkeit von LGBTIQ* in der Region zu stärken und dem Hass lauthals entgegenzutreten. Liebevoll verwebt die Dokumentation die LGBTIQ*-Proteste auf den Straßen und in den Hörsälen von Mersin mit dem
ganz persönlichen Alltag von Deniz und ihren Freund*innen. Merhaba "Gacı Gibi", hoşgeldin!

Donnerstag, 13. Juni, 19:00 Uhr
Sonntag, 23. Juni, 20:00 Uhr reservieren

Pride

GB, 2014, 120 Min., OmU, digital

Regie: Matthew Warchus

Großbritannien 1984. Die Bergarbeiter in Wales sind seit Wochen im Clinch mit Margret Thatcher wegen ihrer harten Politik gegen die Gewerkschaften und für Grubenschließungen. Währenddessen trifft sich eine lesbisch-schwule Gruppe im kleinen Londoner Buchladen "Gay's the Word" und wundert sich, dass es plötzlich keine Konflikte und Übergriffe bei den "Gay Marches" auf der Straße gibt. Im laufenden Streik hat die Polizei gerade die Bergarbeiter als neue Prügelknaben der Nation auserkoren. Höchste Zeit, sich zu solidarisieren. Denn die erzkonservative Politik der ,Iron Lady' betrifft alle. Das sehen viele in der Community anders, aber die LGSM (Lesbian and Gays Support the Miners) legt los und steht mit dem Spendenkübel auf der Straße und vor den Clubs. Die Gewerkschaft zeigt sich wenig begeistert. Da hilft nur eines - direkt Kontakt aufnehmen und Hilfe anbieten. Her mit dem Atlas, ein Anruf, ein Missverständnis, und schon geht's ab nach Südwales, in ein Kaff mit abenteuerlichem Namen und einer feisten gewerkschaftlichen Ortsgruppe. Die traut ihren Augen nicht, wer da aus dem Bus steigt ... Bronski Beat meets Gaelic Folk!

Donnerstag, 13. Juni, 21:00 Uhr
Sonntag, 30. Juni, 20:00 Uhr reservieren

Hörbar-Konzert: Cyrus Ashrafi und Jos Smolders

hoerbar-ev.de

Freitag, 14. Juni, 22:00 Uhr
Hörbar

Hörbar-Konzert: Limpe Fuchs und Oud

hoerbar-ev.de

Samstag, 15. Juni, 22:00 Uhr
Hörbar

Ovarian Psycos

US, 2016, 72 Min., OV, digital

Regie: Joanna Sokolowski, Kate Trumbull-LaValle

Sie treffen sich nachts in den Straßen von Los Angeles. Sie haben Räder. Und sie sind viele. In der Gruppe befahren sie Wege, die sie alleine nicht nehmen würden. Die "Ovarian Psycos" sind Women* of Color, Aktivist*innen, die meisten aus East L.A. und anderen Vierteln der Arbeiterklasse. Auf ihren Fahrrädern werden sie im urbanen Raum sichtbar. Sie setzen der Gewalt, die einige von ihnen erlebt haben, etwas entgegen und ein Zeichen gegen die Gentrifizierung ihrer Communities und Vereinzelung: Sie schließen sich zusammen. Die Dokumentation begleitet Xela de la X, die Gründerin der "Psycos". Als Dichterin, MC und Mutter der neunjährigen Yoli kämpft sie darum, ihren Aufgaben als Aktivistin und Mutter gerecht zu werden. Wenn Evie mit ihrem Fahrrad unterwegs ist, wird sie angestarrt. Wegen ihres Körpers, weil sie eine Frau ist? Weniger als eine von fünf Radfahrenden in L.A. ist eine Frau. Die Radkultur wird von weißen Männern der oberen Mittelschicht dominiert. Für Evie ist das Radfahren, das sie sich im Kontext von Armut und ihrer besorgten Mutter erkämpft, neu. Auch Street Artist Andi wünscht sich den Zuspruch ihrer Familie, während die "Ovas" in ihrem Leben immer wichtiger werden.

Sonntag, 16. Juni, 18:00 Uhr
Sonntag, 23. Juni, 18:00 Uhr reservieren

Dzi Croquettes

BR, 2009, 98 Min., OmeU, DCP

Regie: Raphael Alvarez, Tatiana Issa

In den frühen 70er-Jahren, der Hochzeit der brasilianischen Militärdiktatur, fanden sich 13 couragierte Queers in Rio de Janeiro zusammen, um als "Dzi Croquettes" dem Regime zu zeigen, was sie von ihm und der geltenden Zensur hielten. Mit gehörig Glitzer und Pailletten revolutionierte diese Drag-Theatergruppe nicht nur die queere Performance-Kunst, sondern leistete mit ihren grandiosen Auftritten einen bedeutenden Beitrag zur Entstehung der brasilianischen Schwulenbewegung. Dieser Dokumentarfilm zeichnet den glamourösen Aufstieg und tragischen Fall der Gruppe ebenso wie die ganz individuellen Geschichten der einzelnen Mitglieder nach. Interviews mit Wegbegleiter*innen wie Gilberto Gil und nicht zuletzt Liza Minelli (die als großer Fan den Dzis zum Durchbruch in Europa verhalf) ergänzen das spannende Archivmaterial, das die Regisseur*innen unter anderem beim hiesigen NDR entdecken konnten. Ein wichtiges Stück brasilianischer Schwulengeschichte - brandaktuell angesichts der gegenwärtigen politischen
Situation.

Sonntag, 16. Juni, 20:00 Uhr
Donnerstag, 27. Juni, 19:00 Uhr reservieren

Folkbildningsterror

SE, 2014, 120 Min., OmeU, DCP

Regie: Lasse Långström, Göteborgs Förenade Musikalaktivister

In Folkbildningsterror (in etwa: Volksbildungsterror) treffen wir auf eine Gruppe von Personen und einen Hasen, die ihrer Wut auf die neoliberalen Entwicklungen in Schweden in neun radikalen Songs und Tänzen kraftvollen Ausdruck verleihen. Viele wichtige politische Fragen unserer Zeit werden mit einer charmanten Prise Selbstironie gelöst. Abschiebungen von Geflüchteten werden verhindert, Fahrkartenkontrolleure mit Glitter in die Flucht geschlagen, die unerträgliche Sachbearbeiterin des Arbeitsamts in Ketten gelegt oder Homo-Hochzeitspaare befreit. Lässt sich die Bewaffnung für den Kampf gegen das System mit EU-Fördermitteln für die LGBT*-Jugend finanzieren? Aber sicher doch! Innerhalb von drei Jahren ist den "United Musical Activists" aus Göteborg eine pointierte und äußerst unterhaltsame Kollektivarbeit gelungen, die singend und tanzend die Verhältnisse zum Wackeln bringt. "Endlich ein Feel-Good-Film für alle Bullenhasser*innen!"

am Do 20.06. 21:00 Uhr, mit Gast

Donnerstag, 20. Juni, 21:00 Uhr reservieren
Samstag, 29. Juni, 22:00 Uhr reservieren

Frauen bildet Banden

D, 2019, 77 Min., OV, digital

Regie: FrauenLesbenFilmCollectif LasOtras

Die "Rote Zora" war in den 1970er und 1980er Jahren eine militante Frauengruppe in der BRD, die sich klandestin organisierte. Entstanden ist die feministische Gruppe aus dem Kontext der Revolutionären Zellen. Ihre Aktivitäten richteten sich u.a. gegen die alltägliche Gewalt gegen Frauen, gegen Gen- und Reproduktionstechnologien, Bevölkerungspolitik und internationale Ausbeutungsbedingungen als Ausdruck patriarchaler Herrschaft. Zentral waren die Selbstermächtigung der FrauenLesben und der Bruch mit der zugeschriebenen Friedfertigkeit. Erzählungen von verschiedenen Zeitzeuginnen, Interviews mit einer Historikerin und ehemaligen "Zoras" lassen die Geschichte der "Roten Zora" und der damaligen Frauenbewegung in der BRD wieder lebendig werden. Historische Aufnahmen bringen Erinnerungen an die damaligen Kämpfe zurück. FrauenLesben aus anderen Ländern berichten über ihre Begegnung mit dieser Politik heute.

mit Gast

Samstag, 22. Juni, 20:00 Uhr reservieren

Born in Flames

US, 1983, 80 Min., OmU, 16mm

Regie: Lizzie Borden

Dieser lesbisch-feministische Klassiker im Stil des "Cinéma vérité" kreiert ein imaginäres New York zehn Jahre nach der sozialistischen Revolution. Auch in diesem alternativen Amerika sind Frauen von Unterdrückung und Gewalt betroffen. Im Untergrund beginnen sie sich zu organisieren - doch je nach Herkunft und Identität bilden sich verschiedene Gruppen, die sehr unterschiedliche Ideen davon haben, was zu verändern sei und wie. Als die charismatische Anführerin der "Women's Army", Adelaide Norris, auf mysteriöse Weise im Polizeigewahrsam umkommt, schließen sich ein Zeitungskollektiv weißer Mittelschichtsfrauen und die zwei ungleichen Piraten-Sender "Phoenix Radio" (Rap) und "Radio Ragazza" (Punk) zusammen, um die feministische Gegenrevolution anzuführen.

Samstag, 22. Juni, 22:00 Uhr reservieren
Sonntag, 30. Juni, 18:00 Uhr reservieren

Dokumentarfilmsalon auf St. Pauli: Conversations in Milton Keynes

BE, 2011, 72 Min., OmU, digital

Regie: Ingo Baltes

Auf einer Busreise in England strandet Ingo Baltes in einer eigenartigen Stadt, Milton Keynes. In den späten 1960er Jahren wurde hier die Vision eines autofreundlichen Wohnens im Grünen realisiert. In Interviews mit Planern und Bewohnern beleuchtet der Film Utopie und heutige Realität der größten der so genannten "New Towns" und fängt ihre besondere Atmosphäre ein.

zu Gast ist Ingo Baltes

Bar und Salon ab 18:30 Uhr geöffnet. Eintritt auf freiwilliger Spendenbasis. Näheres unter:

www.dokumentarfilmsalon.org

Dienstag, 25. Juni, 20:00 Uhr reservieren

Hörbar-Konzert: tba

hoerbar-ev.de

Freitag, 28. Juni, 22:00 Uhr
Hörbar