B-Movie - das Kino auf St. Pauli
ohne Werbung, im Hinterhof, in 2D, mit Stereo-Ton

Unser Programm im August 2020

Programmbild August 2020: Open Air

Open Air

Während unser Saal erst im September wieder geöffnet sein wird, haben wir dieses Jahr gleich zwei (vielleicht sogar drei) Open Airs für euch am Start!

Am 24. Juli startet unser Open Air-Kino beim

Sommer im Hof

im HausDrei, dem Stadtteilkulturzentrum in Hamburg-Altona. An drei Terminen im Juli und August lassen wir fetzige Streifen mit Tragik, Lebensfreude und viel Musik auf die Leinwand los. Mit kleinen Überraschungen und Gästen.

Eintritt frei, Spenden erbeten.

In Kooperation mit dem HausDrei https://haus-drei.de - Hospitalstr. 107, im August-Lütgens-Park, 22767 Hamburg-Altona
Um Anmeldung wird für alle Filmtermine gebeten unter: reservierung@haus-drei.de (Name, Adresse, Telefon)

Und am 7. August startet dann das

Sommernachtskino im Museum für Hamburgische Geschichte

Im wunderschönen, denkmalgeschützten Innenhof des Museums für Hamburgische Geschichte präsentieren das Metropolis Kino, das 3001 Kino und das B-Movie auf St. Pauli erstmals in Kooperation ein Sommernachtskino. An fünf Wochenenden - vom 5. August bis zum 5. September, jeweils am Freitag und Samstag - zeigen die drei Kinos nach ihrer Wahl aktuelle Dokumentar- und Spielfilme sowie Perlen der Filmgeschichte, teilweise begleitet von Stummfilmkonzerten. Ein Protagonist ist in vielen der Filme auch die Stadt Hamburg, darüber live vor Ort der Sternenhimmel. Mit Einführungen und Gästen!

So geht's zum Sommerkino:

Adresse: Holstenwall 24, 20355 Hamburg
Einlass ab 20:30 Uhr, Beginn: 21:30 Uhr.
Zugang zum Innenhof durch den Museumseingang.
Freie Platzwahl mit Sitzplatzvergabe vor Ort.
Für Rollstuhlfahrer*innen steht ein Fahrstuhl bereit.
Da der Innenhof überdacht ist, finden die Filmvorführungen bei jedem Wetter statt. Filmpausen wird es nicht geben.
Mit Getränken und Speisen versorgt Sie die Bar und Restaurant Bastion. Bitte bringen Sie keine eigene Verpflegung mit.

Karten: 9 Euro / 6 Euro ermäßigt

Reservierung / Kartenverkauf ab dem 24. Juli online über www.metropoliskino.de
Die Tickets gibt es auch direkt im Metropolis an der Kasse, täglich von 17:30 bis 21:00 Uhr

Mobile Filmvorführung: Filmprojektion Mondt

Wir freuen uns euch endlich wieder begrüßen zu können.
Und wenn gerade kein B-Movie Open Air ist: Unsere Kollegen der anderen Hamburger Programmkinos haben schon wieder geöffnet und machen Programm für euch!

Freitag,
24.07.
21:00
Film
Freitag,
07.08.
21:00
21:30
Samstag,
08.08.
21:30
Freitag,
14.08.
21:30
Film
Samstag,
15.08.
21:30
Freitag,
21.08.
21:30
Samstag,
22.08.
21:30
Freitag,
28.08.
21:00
21:30
Samstag,
29.08.
21:30
Donnerstag,
03.09.
21:30
Freitag,
04.09.
21:30

Die Veranstaltungen im Einzelnen

Solo Sunny

Open Air im HausDrei

DDR, 1980, 104 Min., digital

Regie: Konrad Wolf
Darsteller: Renate Krößner, Alexander Lang, Dieter Montag

Es hätte alles auch anders kommen können damals, Mitte der 1970er in der DDR. "Solo Sunny" ist Zeugnis dieses kurzen Aufatmens. Ein Solitär des DDR-Kinos, der zum Kultfilm avancierte.
Er erzählt "eine Geschichte, die im Prenzlauer Berg spielte und die Farben der DDR hatte, enge Höfe, graue Wände, aber auch viel Himmel darüber. Aber es war zugleich eine universelle Geschichte, auch eine Kinogeschichte, diese Geschichte von dem Mädchen, das auf seinem Traum besteht und das es besser verdient hätte." (Wolfgang Kohlhaase in einem Interview zum Tod von Renate Krößner am 25. Mai 2020)
Die Rolle der Sunny war Renate Krößners Lebensrolle. Eine Frau, die sich nicht um Normen schert und damit aneckt. Das fand auch im sogenannten "Westen" Anklang und wurde auf der Berlinale 1980 mit dem Silbernen Bären gewürdigt.

Vorfilm:
Derya Yıldırım & Grup Şimşek - Kar Yağar
2019 F 2019, 3:16 Min., digital, Regie: Xavier Reim

Eintritt frei, Spenden erbeten.

In Kooperation mit dem HausDrei https://haus-drei.de - Hospitalstr. 107, im August-Lütgens-Park, 22767 Hamburg-Altona
Um Anmeldung wird für alle Filmtermine gebeten unter: reservierung@haus-drei.de (Name, Adresse, Telefon)

Trailer

Freitag, 24. Juli, 21:00 Uhr

The Harder They Come

Open Air im HausDrei

JM, 1972, 120 Min., OmU, digital

Regie: Perry Henzell
Darsteller: Jimmy Cliff, Janet Bartley, Carl Bradshaw

"Diese erste Spielfilm-Produktion aus Jamaika (die allerdings von Roger Corman finanziert wurde) erzählt die Odyssee des naiven Landarbeiters Ivan durch die Slums von Kingston. Von autoritären Priestern, zynischen Plattenproduzenten und Marihuana-Dealern ausgebeutet, avanciert er nach mehreren Polizistenmorden zum gefeierten Underground-Volkshelden: eine hautnahe, äußerst realistische, häufig mit den Mitteln des amerikanischen Underground-Films und in Originalton gedrehte Milieu- und Entwicklungsstudie, ..." (Die Zeit, 25.10.1974)
Irgendwann ist dieser gesellschaftskritische Gangsterstreifen dann doch zum Kultfilm avanciert und verhalf Jimmy und dem Reggae zum Welterfolg.

Eintritt frei, Spenden erbeten.

In Kooperation mit dem HausDrei https://haus-drei.de - Hospitalstr. 107, im August-Lütgens-Park, 22767 Hamburg-Altona
Um Anmeldung wird für alle Filmtermine gebeten unter: reservierung@haus-drei.de (Name, Adresse, Telefon)

Trailer

Freitag, 07. August, 21:00 Uhr

Der dritte Mann

Sommernachtskino präsentiert vom Metropolis

GB, 1949, 100 Min., engl. OV mit deutschen Untertiteln. restaurierte Fassung

Regie: Carol Reed
Darsteller: Joseph Cotten, Alida Valli, Orson Welles

Der Amerikaner Martins erfährt im Wien des Jahres 1948 vom Tod seines Freundes Harry Lime und von dessen angeblichen kriminellen Geschäften. Bei der Spurensuche stößt Martins immer wieder auf einen mysteriösen »dritten Mann«, der von den Beteiligten vehement verleugnet wird. Vom düsteren Ambiente einer vom Krieg gezeichneten Stadt bis zur legendären Filmmusik - in Carol Reeds Klassiker, der letzten Jahr 70 Jahre alte wurde, stimmt einfach alles.

So geht's zum Sommerkino

Freitag, 07. August, 21:30 Uhr

Brennende Betten

Sommernachtskino präsentiert vom B-Movie

BRD, 1988, 83 Min., deutsch-engl. OV mit deutschen Untertiteln, digital

Regie: Pia Frankenberg
Darsteller: Pia Frankenberg und Ian Dury

Gina und Harry ergattern mit kleinen Tricks eine Wohnung, ohne sich zu kennen. Sie prüft Autos beim TÜV und rächt sich an Mann und Maschine, torpediert Beziehungen und feiert etwas verspätet die sexuelle Revolution. Harry ist very british, schlägt im Orchester die Pauke und hegt seine Liebe zum Feuer. Eine Ehekrise treibt ihn nach Hamburg, Gina fällt ihm vor die Füße. So beginnt auf ein paar Quadratmetern eine wunderbare Feindschaft ebenbürtiger Rivalen.
Raoul Coutard, berühmter Kameramann der Nouvelle Vague, filmte das Hamburg der 80er Jahre. Ian Dury, bekannter Punkmusiker ("Sex & Drugs & Rock & Roll"), gab cool den Harry. Pia Frankenberg produzierte den Film, schrieb das Drehbuch, führte Regie, spielte und sang mit Ian Dury. Ein großer Erfolg. Direkt, charmant, rau, vom Punk beeinflusster Underground und Screwball made in Hamburg, sagten Kritiker. Den Publikumspreis gab's beim Komödienfestival in Vevey.

Vorfilm:
Der Anschlag
BRD 1984, 8 Min., Regie: Pia Frankenberg, mit Pia Frankenberg, Klaus Bueb
Können Ohrfeigen ansteckend sein? Schlagkräftige Beweise, wie sich manche Probleme lockern lassen, liefert Pia Frankenberg vor und hinter der Kamera mitten in Hamburg. Ein Lach-Hit der 80er.

Im Anschluss Filmgespräch mit der Regisseurin und Hauptdarstellerin Pia Frankenberg

Einlass ab 20.30 Uhr, Beginn: 21.30 Uhr

So geht's zum Sommerkino

Samstag, 08. August, 21:30 Uhr

Für Sama

Sommernachtskino präsentiert vom 3001

GB, SYR, 2019, 95 Min., Dokumentarfilm, engl./arab. OV mit deutschen Untertiteln

Regie: Waad al-Kateab, Edward Watts

Aleppo, Syrien 2012. Die Filmemacherin und Aktivistin Waad al-Kateab schließt sich friedlichen Protesten gegen das autoritäre Regime des syrischen Machthabers Assad an. Über fünf Jahre hinweg dokumentiert sie, wie sich der Protest in einen Bürgerkrieg verwandelt und die zivile Bevölkerung ins Elend stürzt. Über ihr persönliches Schicksal gewährt sie der Welt Einblick in den Alltag derer, die in Aleppo weiter kämpfen und
versuchen ihr Leben aufrecht zu erhalten. Es ist die Geschichte einer jungen Frau, die sich unter schwierigsten Bedingungen verliebt, heiratet und in dieser menschlichen Hölle ein Kind zur Welt bringt. Der Film erzählt von Verlust und Tod, aber auch von der Hoffnung auf eine freie Zukunft, eine Zukunft die sie ihrer Tochter Sama verspricht.
Kino ist ein Werkzeug für Veränderung und Wandel. Überall auf der Welt dokumentieren Filmemacher*innen Zustände und Entwicklungen, im Dokumentar!lm wie im Spiel!lm. Mehr noch: sie denken diese weiter und tragen sie über Bild und Ton an ein breites Publikum heran. "Für Sama" ist ein aktivistisch motivierter Film, der sein Publikum rührt und anregt, sich zu informieren und zu engagieren.

Einlass ab 20.30 Uhr, Beginn: 21.30 Uhr

So geht's zum Sommerkino

Freitag, 14. August, 21:30 Uhr

Roaring Twenties + Stummfilmkonzert

Sommernachtskino präsentiert vom Metropolis

97 Min.

mit dem Gitarrenorchester Gilbert Couché: Torsten Kerting (g), Gerd Nikel (g), Klaus Sieg (g),Mathias Wagner (g).

Drei Klassiker aus dem Historischen Filmarchiv im Landesinstitut (LI) Hamburg - frisch digitalisiert vom Metropolis Kino ? mit Einführung des Filmkritikers und Kurators Jörg Schöning

Der Dokumentarfilm "Der Hamburger Hafen" (1927/28, 45') zeigt das Herz Hamburgs vor dessen Automatisierung: Die filmische Hafenrundfahrt führt von der Speicherstadt zu den Kaischuppen und Werftanlagen, zeigt das Löschen und Laden von Massen- und Stückgut und rühmt doch auch schon die frühe Technifizierung, etwa durch elektrische Kräne und die Aleskowaage, »die jeden Fehler ausschaltet und die Abfertigung beschleunigt«.

Eine echte Entdeckung ist "Der Druckfehlerteufel" (1926, 11'), das Filmdebüt des Schauspielers Paul Kemp (M, Die 3-Groschen-Oper) in einem humoristischen Werbe!lm für Publikationen aus dem Verlag der GEG-Genossenschaft.

Den öffentlichen Nahverkehr stellt "Hamburg hat's Eilig" (1925, 41') im
Rahmen eines romantischen Sightseeings vor: Ein »Vetter vom Lande« lernt die Verkehrsmittel der HHA - und seine liebenswürdige Cousine - kennen und lieben.

Live-Musikbegleitung: Das Gitarrenorchester Gilbert Couché
ist eine Hamburger Institution. Es spielt vielerorts bekannte Songs aus der Pop- und Rockgeschichte auf Theaterbühnen, Lesungen, Küchenfußböden, Jubiläen, Couchgarnituren, Hochzeiten, Weinverkostungen, Vernissagen, Ausflugsdampfern - und zu Stummfilmen.

Einlass ab 20.30 Uhr, Beginn: 21.30 Uhr

So geht's zum Sommerkino

Samstag, 15. August, 21:30 Uhr

Programmabend: Erinnerung als Widerstand

Sommernachtskino präsentiert vom B-Movie

96 Min.

Rückblicke auf die Erfahrungen junger, Schwarzer Migrant*innen in Deutschland, Erinnerungen an die Familie und ein verzweifelter Kampf gegen eine Gesellschaft, die nicht sieht.

Zu Gast sind die Filmemacherinnen Diana Sánchez und Tatiana Calasans.

Wer wir sein Wollten
D 2019, 65 Min., digital, Regie: Tatiana Calasans

Ein Dokumentar!lm über Rollenbilder von Schwarzen Jugendlichen in den 1990er Jahren. Vier Protagonisten erzählen von ihren Identifikationsfiguren und Erfahrungen als Schwarze Jugendliche in Deutschland und stellen dies in Bezug zur heutigen Zeit. Wer wollte man sein und wie wurde man gesehen? Was wurde erwartet und welche Auswirkungen haben diese Erwartungshaltungen heute noch?
Tatiana Calasans, geboren in Salvador/Bahia, kam im Alter von 7 Jahren nach Hamburg, wo sie ihr Diplom in Bereich Modedesign an der Hochschule für angewandte Wissenschaft und ihren Bachelor im Bereich Film an der Hochschule für bildende Künste absolvierte. Sie lebt und arbeitet als Künstlerin, Drehbuchautorin und Filmemacherin in Hamburg.

Recordar
D 2017, 23 Min., digital, Regie: Diana Sánchez

Eine Frau fährt mit dem Zug. Die Fahrt bringt sie gedanklich zurück an einen Ort, ein Zuhause, das sie längst verlassen hat. Sie entspinnt ein weitläufiges Netz zwischen Grenzen, Zeiten und Räume der eigenen Erinnerung, das unlöslich mit den Erfahrungen der Mutter und Großmutter verbunden ist.

Semra Ertan
D/A 2013, 8 Min., digital, Regie: Cana Bilir-Meier
Eine experimentelle Montage aus Textfragmenten und Bildern, die sich der Person Semra Ertan annähert. Politisch aktiv demonstrierte Ertan gegen die NPD-Tarnliste, Hamburger Liste für Ausländerstopp, die 1982 zur Bürgerschaftswahl antrat. Sie setzte sich für die Gleichberechtigung der Geschlechter ein. Sie war auch Dichterin. In vielen Gedichten bringt sie ihre politischen Perspektiven mit ein, prangert die rassistische Strukturierung der Gesellschaft an und fordert auf, Widerstand dagegen zu leisten. Am 24.5.1982 verbrannte sich Semra Ertan an der Straßenkreuzung Simon-von-Ultrecht-Straße / Detlev-Bremer-Straße aus Protest gegen diese Zustände und um die Aufmerksamkeit der Medien und der Öffentlichkeit auf diese Probleme zu richten. Sie verstarb am 26.05.1982.

Einlass ab 20.30 Uhr, Beginn: 21.30 Uhr

So geht's zum Sommerkino

Freitag, 21. August, 21:30 Uhr

Aus dem Nichts

Sommernachtskino präsentiert vom Metropolis

D, 2017, 107 Min., digital

Regie: Fatih Akin
Darsteller: Diane Kruger, Numan Açar, Denis Moschitto

Die Hamburgerin Katja wird vollkommen aus der Bahn geworfen, als ihr Mann Nuri und ihr Sohn Rocco bei einem terroristischen Bombenanschlag ums Leben kommen. Sie stürzt in eine tiefe Krise, greift zu Drogen, denkt an Selbstmord. Schließlich gelingt es der Polizei, die Attentäter zu identifizieren und zu verhaften: Es handelt sich um das Neonazi-Paar André und Edda. Andrés eigener Vater hatte die Ermittler auf die richtige Spur gebracht. Doch Katjas Hoffnung, dass die Mörder für ihr Verbrechen verurteilt werden, erfüllt sich nicht: Nach einem aufreibenden Prozess, bei dem Nuris bester Freund Danilo als Katjas Anwalt fungiert, werden Edda und André freigesprochen, aus Mangel an Beweisen. Katja ist erschüttert. Doch ihre Enttäuschung weicht bald dem Entschluss, selbst für Gerechtigkeit zu sorgen. "Aus dem Nichts" konkurrierte 2017 mit The Square um die Goldene Palme in Cannes und gewann den Golden Globe 2018 als bester nicht-englischsprachiger Film.

Einlass ab 20.30 Uhr, Beginn: 21.30 Uhr

So geht's zum Sommerkino

Samstag, 22. August, 21:30 Uhr

Der Dokumentarfilmsalon auf St. Pauli präsentiert: Remake, Remix, Rip-Off

Open Air im HausDrei

D/TR, 2014, 96 Min., OmU, digital

Regie: Cem Kaya
Darsteller: Cüneyt Arkin, Yilmaz Atadeniz, Çetin Inanç

Spider-Man im Superman-Cape, Verfolgungsjagden, die mit Streichholz-Autos gefilmt werden oder Star Wars mit Indiana Jones Soundtrack ... Solche Kino-Mash-ups konnten im Zeitalter des geistigen Eigentums und der milliardenschweren Produktionsbudgets nur an Orten kreiert werden, die urheberrechtliche Regulierungen nicht erreichten.
So ein Ort war die Türkei in den 1960er und 70er Jahren. Filmemacher arbeiteten mit kleinen Budgets und kurzen Deadlines. Sie fanden kreative Wege, um eine der größten Filmindustrien der Welt zu erschaffen. Um die große Nachfrage zu bedienen, kopierten sie Drehbücher, schnitten Hollywood-Produktionen zusammen und mixten sie mit lokal gedrehten Szenen in neue Filme.
In seinem Kompilationsfilm zeichnet Cem Kaya die Geschichte dieser sogenannten "Yesilçam" nach. Eine Hommage an die goldene Ära des türkischen Kinos.

zu Gast ist der Regisseur Cem Kaya

Eintritt frei, Spenden erbeten.

In Kooperation mit dem HausDrei https://haus-drei.de - Hospitalstr. 107, im August-Lütgens-Park, 22767 Hamburg-Altona
Um Anmeldung wird für alle Filmtermine gebeten unter: reservierung@haus-drei.de (Name, Adresse, Telefon)

Trailer

Freitag, 28. August, 21:00 Uhr

Uferfrauen - Lesbisches Leben in der DDR

Sommernachtskino präsentiert vom 3001

D, 2019, 115 Min., digital

Regie: Barbara Wallbraun

Preview vor dem bundesweiten Kinostart
Präsentiert von den Lesbisch-Schwulen Filmtagen Hamburg | International Queer Film Festival

Barbara Wallbraun dokumentiert in ihrem Film das Leben und Lieben lesbischer Frauen und rückt damit Homosexualität in der DDR in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Christina aus Berlin, Carola aus Dresden, Pat aus Mecklenburg-Vorpommern, Elke, Sabine und Gisela aus Sachsen-Anhalt. Sie alle berichten von den Schwierigkeiten ihres Kampfes um Selbstbestimmung, der ersten Liebe, unkonventioneller Familienplanung
sowie Konflikten mit der SED und dem Gesetz. Mal traurig, mal fröhlich zeichnet dieses Zeitzeugnis ein Bild ihres Alltags zwischen kalten Wassern und rettenden Ufern. Sechs Leben, vor und nach der Wende, lassen ein Stück (ost)deutscher Geschichte lebendig werden. Uferfrauen wirft nicht nur einen Blick zurück, sondern rückt auch den Ist-Zustand einer marginalisierten Gruppe in den Fokus, deren Kampf um Gleichstellung sich bis
heute fortsetzt.

Einlass ab 20.30 Uhr, Beginn: 21.30 Uhr

So geht's zum Sommerkino

Freitag, 28. August, 21:30 Uhr

Hedwig and the Angry Inch

Sommernachtskino präsentiert vom B-Movie und der Q-Movie Bar

USA, 2001, 90 Min., engl. OV, digital

Regie: John Cameron Mitchell
Darsteller: John Cameron Mitchell u.a.

Erzählt wird die Lebensgeschichte von Hedwig, die als Rock-and-Roll Drag-Queen durch Amerika reist, ursprünglich aber als Hansel in Ost-Berlin geboren wurde. Anhand von mehreren bizarren Ereignissen wird die Verwandlung von Hansel in Hedwig beschrieben und dabei auch der Umstand, dass bei der "Geschlechtsumwandlung" etwas daneben ging, und Hansel/Hedwig statt eines Geschlechtsorgans nur noch der "Angry Inch" blieb. Die Adaption des Off-Broadway-Musicals zelebriert auf wunderbare Weise den Glam-
Rock der 70er, ein spektakuläres Plädoyer, das glanzvoll und mitreißend für die Vielfalt der Geschlechter und der Liebe plädiert. John Cameron Mitchell (Shortbus) schrieb das Musical, die Musik stammte von Stephen Trask, beide machten danach den Film, in dem Mitchell auch die Hauptrolle spielte.

Die Q-Movies zeigen jeden ersten Samstag im Monat im B-Moviie einen ausgewählten Film: schwul, trans,, lesbisch ? polygendered.. Für alle, die im hetero- und homonormativen Mainstream nicht auf ihre Kosten kommen..

Einlass ab 20.30 Uhr, Beginn: 21.30 Uhr

So geht's zum Sommerkino

Samstag, 29. August, 21:30 Uhr

Children of Men

Sommernachtskino präsentiert vom 3001

USA, 2006, 110 Min., engl. OV mit deutschen Untertiteln, digital

Regie: Alfonso Cuarón
Darsteller: Clive Owen, Juliane Moore, Claire-Hope Ashitey

Im Jahr 2027 hat eine Seuche dafür gesorgt, dass seit 18 Jahren kein einziges Kind geboren wurde. Die Welt ist in Chaos und Bürgerkrieg versunken, Großbritannien ist der einzig verbliebene funktionierende Sozialstaat. Migration wird strikt kontrolliert und verfolgt, während unter der Oberfläche des totalitären Polizeistaats ein heimlicher Aufstand tobt. In dieser Situation wird der zynische Alkoholiker Theo, der für die Regierung arbeitet, von seiner Vergangenheit als Hausbesetzer und Widerstandskämpfer eingeholt: Seine Exfrau Julian beauftragt ihn, die schwangere Migrantin Kee in Sicherheit zu bringen. "Children of Men" ist eine Dystopie mit erschreckenden Parallelen zu unserer Wirklichkeit, der Film stellt Themen wie Rassismus und staatliche Kontrolle spielerisch zur Diskussion. Er zeigt Schrecken, aber auch Hoffnung und zieht eine Linie durch Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, die im Setting des Museums für Hamburgische Geschichte besonders zur Geltung kommen.

Einlass ab 20.30 Uhr, Beginn: 21.30 Uhr

So geht's zum Sommerkino

Donnerstag, 03. September, 21:30 Uhr

Die Carmen von St. Pauli + Stummfilmkonzert

Sommernachtskino präsentiert vom Metropolis

D, 1929, 120 Min., digital

Regie: Erich Waschneck
Darsteller: Jenny Jugo, Willy Fritsch, Fritz Rasp

Der pflichtbewusste Steuermann Klaus Brandt verfällt in einer schummrigen Hamburger Hafenkneipe der Tänzerin Jenny Hummel. Daraufhin vernachlässigt er nicht nur seinen Dienst, sondern wird auch noch in die kriminellen Machenschaften einer Schmugglerbande hineingezogen. »Star-Kino« vor dem Hintergrund einer authentischen Arbeitswelt: Unter Verwendung von zahlreichen Hafenansichten implementiert »Die Carmen von St. Pauli« den mythischen Nimbus einer »Seeräuber-Jenny«, das leichte Mädchen unter schweren Jungs, in einer vermeintlichen Alltagsszenerie. Die fantastischen Außenaufnahmen und Kamerafahrten verleihen dem Film geradezu neorealistische Züge.

Live begleitet von der Akkordeonistin Natalie Böttcher

Die Akkordeonistin Natalie Böttcher ist gebürtige Russin. Sie absolvierte ihre Ausbildung an der Mussorgsky Musikhochschule in St. Petersburg und lebt seit Ende der 90er Jahre in Hamburg. Sie ist bekannt durch ihre Auftritte und Zusammenarbeit u.a. mit dem Giora Feidman Trio oder bei der Show "Balagan" sowie durch die Begleitung der szenischen Lesung von Jens Wawrczeck (Die Drei ???) in den Hamburger Kammerspielen.

Einlass ab 20.30 Uhr, Beginn: 21.30 Uhr

So geht's zum Sommerkino

Freitag, 04. September, 21:30 Uhr