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März 2017 Mai 2017
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Le Strich tres  

In, von und auf St. Pauli

Wir lassen den Stadtteil, in dem das B-Movie seit 30 Jahren implodiert, in seinen verschiedenen Facetten über die Leinwand flimmern.

14. dokumentarfilmwoche hamburg
(19. - 23. April 2017)

Auch in diesem April ist das B-Movie vom 21.04.-23.04. wieder Festivalkino der dokumentarfilmwoche hamburg. Besonders stolz präsentieren wir hier Arbeiten von Peter Nestler, einem der bedeutendsten deutschen Dokumentarfilmer, dem wir unsere diesjährige Retrospektive gewidmet haben. Daneben gibt es eine Auswahl des internationalen Filmprogramms.
Ausführliche Infos findet ihr im Programmheft der dokumentarfilmwoche sowie online auf www.dokfilmwoche.com.

Das Programm:

Lampedusa auf St. Pauli
Samstag
01. April, 20:00 Uhr

Q-Movie Bar präsentiert: Der Einstein des Sex - Leben und Werk des Dr. Magnus Hirschfeld
Samstag
01. April, 22:00 Uhr

Razzia in St. Pauli
Sonntag
02. April, 18:00 Uhr

Schmuck der Strasse
Sonntag
02. April, 20:00 Uhr

Experimentalfilm-Special: Jews Jungle
Dienstag
04. April, 20:00 Uhr

Flammend Herz
Donnerstag
06. April, 20:00 Uhr

Domenica
Donnerstag
06. April, 22:00 Uhr

Der Pfarrer von St. Pauli
Samstag
08. April, 20:00 Uhr

Domenica
Samstag
08. April, 22:00 Uhr

Midnightmovie: Bad Taste
Samstag
08. April, 23:59 Uhr

Lampedusa auf St. Pauli
Sonntag
09. April, 16:00 Uhr

Flammend Herz
Sonntag
09. April, 18:00 Uhr

Er tanzte das Leben
Sonntag
09. April, 20:00 Uhr

Dokumentarfilmsalon auf St. Pauli: Sewol
Dienstag
11. April, 20:00 Uhr

Lampedusa auf St. Pauli
Donnerstag
13. April, 20:00 Uhr

Schmuck der Strasse
Donnerstag
13. April, 22:00 Uhr

Drehort:Hamburg zeigt: Beim nächsten Kuss knall ich ihn nieder!
Freitag
14. April, 20:00 Uhr

Razzia in St. Pauli
Samstag
15. April, 20:00 Uhr

Er tanzte das Leben
Samstag
15. April, 22:00 Uhr

Arab Filmclub: Die Grenze (Al-Hudud)
Sonntag
16. April, 15:00 Uhr

Der Pfarrer von St. Pauli
Sonntag
16. April, 18:00 Uhr

Domenica
Sonntag
16. April, 20:00 Uhr

Schmuck der Strasse
Donnerstag
20. April, 20:00 Uhr

Er tanzte das Leben
Donnerstag
20. April, 22:00 Uhr

dokumentarfilmwoche: Retrospektive Peter Nestler - Indirect Cinema
Freitag
21. April, 18:00 Uhr

dokumentarfilmwoche: Retrospektive Peter Nestler - Indirect Cinema
Freitag
21. April, 20:00 Uhr

dokumentarfilmwoche: Moghen paris - und sie ziehen mit
Freitag
21. April, 22:30 Uhr

dokumentarfilmwoche: Die Geister, die mich riefen
Samstag
22. April, 18:00 Uhr

dokumentarfilmwoche: Mme Saïdi
Samstag
22. April, 20:30 Uhr

dokumentarfilmwoche: Brüder der Nacht
Samstag
22. April, 22:30 Uhr

dokumentarfilmwoche spezial: 5 Bemerkungen zum Dokumentarfilm
Sonntag
23. April, 14:00 Uhr

dokumentarfilmwoche: Retrospektive Peter Nestler - Indirect Cinema
Sonntag
23. April, 16:30 Uhr

Dokumentarfilmsalon auf St. Pauli: Die Yes Men - Jetzt wird's persönlich
Dienstag
25. April, 20:00 Uhr

Der Pfarrer von St. Pauli
Donnerstag
27. April, 20:00 Uhr

Razzia in St. Pauli
Donnerstag
27. April, 22:00 Uhr

Flammend Herz
Samstag
29. April, 20:00 Uhr

Experimentalfilm-Special: Jews Jungle
Samstag
29. April, 22:00 Uhr

Eine Stadt sieht einen Film: Fraktus
Sonntag
30. April, 16:00 Uhr




Die Filme im Einzelnen:




 
 
Lampedusa auf St. Pauli  
D, 2013-2017, 89 min, OmU, digital

Regie: Rasmus Gerlach

2013 strandete eine Gruppe von Lampedusa-Flüchtlingen auf St. Pauli und löste eine bis Dato unbekannte Welle von Hilfsbereitschaft aus - die inzwischen staatstragend als Willkommenskultur in die Geschichtsbücher eingegangen ist. Filmemacher Rasmus Gerlach war von Anfang an als Nachbar mit der Kamera dabei und ist es immer noch.
Die Zeiten werden härter. So registriert die Langzeitbeobachtung auch die Folgen der Polizeikugeln auf einen Lampedusa-Flüchtling Anfang Februar 2017. Augustin überlebte die abgefeuerten Projektile und bleibt: "here to stay".

Am 9. und 13. mit Gästen.

Samstag, 01. April, 20:00 Uhr
Sonntag, 09. April, 16:00 Uhr
Donnerstag, 13. April, 20:00 Uhr








 
 
Q-Movie Bar präsentiert: Der Einstein des Sex - Leben und Werk des Dr. Magnus Hirschfeld  
D, 1999, 100 min, digital

Regie: Rosa von Praunheim
Darsteller: Meret und Ben Becker, Otto Sander, Kai Schumann, Wolfgang Völz, Friedel von Wangenheim

Von Praunheim erzählt die Geschichte des Arztes, Sexualforschers und Pioniers der Homosexuellen-Bewegung Magnus Hirschfeld (1868-1935) als Spielfilm. Hirschfelds Biographie ist dabei selbstverständlich in die deutsche Geschichte und die Geschichte der Homosexuellen-Bewegung eingebettet. Zentrale Aspekte der Biographie wie des Films sind die Arbeit des Wissenschaftlich-humanitären Komitees als erster Homosexuellen-Organisation der Welt sowie der Kampf gegen den Paragraphen 175, mit dem männliche Homosexualität kriminalisiert wurde. Rosa von Praunheim hat mit einer hochkarätigen Besetzung eine liebevolle Hommage geschaffen, die in Teilen etwas zu unkritisch ausgefallen ist.

Danach Bar mit leckeren Cocktails!

Samstag, 01. April, 22:00 Uhr






 
 
Razzia in St. Pauli  
D, 1932, 62 min, 35mm, s/w

Regie: Werner Hochbaum
Darsteller: Gina Falckenberg, Friedrich Gnaß, Wolfgang Zilzer

Die urälteste Geschichte: Ballhaus-Else lebt von Männern und mit ihrem Freund, dem versoffenen Leo, der in St. Pauli-Kaschemmen Piano spielt. Eines Tages sucht Matrosen-Karl auf der Flucht vor der Polizei Unterschlupf bei Else und verspricht ihr ein besseres Leben. Doch die Polizei ist ihm auf der Spur und verhaftet ihn nach einer Schlacht mit der Unterwelt in der Kongo-Bar. Else disponiert enttäuscht um und kehrt zu Leo zurück. Ergänzt werden die Profi-Schauspieler von "echten" Hamburger Polizisten und Laien aus dem Milljöh. Kontrast zu den Geschichten von Huren und Ganoven zwischen Ehre und Gewalt sind die dokumentarischen Aufnahmen von St. Pauli bei Tag und Nacht sowie vom Hamburger Hafen, begleitet vom Song der Hafenarbeiter, markant gesungen von Ernst Busch. Lange im Vertrieb blieb der Film nicht, im Dezember 1933 wurde er verboten, da er nicht in die "neue Zeit" passte. Ähnlich realistisch wie die Ballhaus-Else könnte dann der Regisseur Werner Hochbaum seine Perspektiven gesehen haben. Er drehte danach dem Nationalsozialismus angepasstere Filme.

Vorfilm: Terminal
D 2009, 8'30'' Min., 35mm, Regie: Jörg Wagner

Sonntag, 02. April, 18:00 Uhr
Samstag, 15. April, 20:00 Uhr
Donnerstag, 27. April, 22:00 Uhr








 
 
Schmuck der Strasse  
D, 2010, 77 min, OmU, digital

Regie: Rosa Baches
Darsteller: Amaloa Carolina Nava

Chiquinquirá Lorenz, Eva Rodríguez, Kelly Lugo
Der Schmuck der Straße, das sind Eva, Kelly, Chiqui und viele andere aus Lateinamerika, die in der Schmuckstraße auf St. Pauli wohnen. Sie sind nach Hamburg gekommen, weil sie in ihrer Heimat nicht so frei leben und arbeiten können wie hier. Das Haus in der Schmuckstraße und die Bar von Donatella sind der erste Anlaufpunkt für Transfrauen in der Hansestadt. Hinter der unscheinbaren Gründerzeit-Fassade, nur wenige Meter entfernt von der Glitzerwelt der Reeperbahn und den Neonleuchten der Großen Freiheit, haben sie ein Zuhause für ihren ganz besonderen Mikrokosmos gefunden.

Sonntag, 02. April, 20:00 Uhr
Donnerstag, 13. April, 22:00 Uhr
Donnerstag, 20. April, 20:00 Uhr


   
Experimentalfilm-Special: Jews Jungle  
ISR/G, 5774/2017, 95 min, chromacolor, Motion JPEG-A, stereo

a spirit fiction tale by HobbyRabbiMetaFleiisher, interpreted by harpistAda Ragimov and STEREOTYPE PRO-ram-thi album! Cast: Nadav Bin Nun, Anneke Budrus, Noga Nezer, Yoav Tal, Juliane Meckert, Itzak the Portier, Lior Yaish, E.B. Dan, Guido Salveme, Yael Hartmann, Gunnar Fleischer.
This motion picture comes in fashion of silent movie, it was shot and restored in chromacolor from digitacryl, compressed in 25pics a second likelike film in Motion-JPEG-A. Thi typical piano was replaced by harp of Ada Ragimov and 11tracks of punk-hip-pop band STEREOTYPE PRO. Tank Girl7, Spirit Hunter, Kinky Golem, Weimar Terror, Leornado2, Gabba Ghost Double.. and at least but not last; wronG wronG copyisT - all made-ups from malfunction of digital access in mix with Kabbala - this story was concluded in ryhmes by HobbyRabbiMetaFleiisher at a comic stage on comedy thriller. In a picturesk semantic jungle - a spirit is pathing up wich reveal from roots of jewish-german heritage of langue which was lost in death camps and still treaten and threaten from whole process of german school down to Vichy-Lacan; thi nazi project: total control of langue likelike set in categoric imperativ and universalism likelike opinion-now. But yet and again; it may be that only fear starts good and ends evil likelike thi pazifistic biosensitive type likelike thi better human such a creature by auschwitz-atom and biogas and of course from otherness around which was taken from shadows in air (gassed and burnt and used up in virginity of thought); where heritage of langue struggling with heritage of blood. But way-slow down- slow way down; on both sites its obvious-its demanding-its thrilling; there no opposite-no solution-no unity but a need for higher stream, higher content, higher sound - that's what life demand itself in its say and it may need deeper passion likelike humor and kolnoa. But here, come watch! yu may have-for gods sake-all forgot and listen likelike wrap-warp.

Dienstag, 04. April, 20:00 Uhr
Samstag, 29. April, 22:00 Uhr - reservieren






 
 
Flammend Herz  
CH, 2004, 90 min, digital

Regie: Oliver Ruts, Andrea Schuler
Darsteller: Herbert Hoffmann, Karlmann Richter, Albert Cornelissen

Drei Tätowierlegenden und die faszinierende Geschichte ihrer Leidenschaft. Mehr als 50 Jahre lang waren sie befreundet, und was sie verbindet, zeigt ihre Haut: Herbert Hoffmann (*1913), Karlmann Richter (*1919) und Albert Cornelissen (*1913) frönten ihrer Leidenschaft für Tätowierungen schon zu einer Zeit, als nur Seeleute und Aussenseiter sich damit zu zeigen wagten. Herbert, der heute in der Schweiz lebt, eröffnete 1961 in Hamburg St. Pauli die erste Tätowierstube nach dem Krieg. Albert, der Seemann, tourte mit seiner Familie in einem Tattoomobil durch Europa, bevor er nach Hamburg ging. Karlmann, aus reichem vornehmen Hause, verliess mit über 60 Jahren Frauen und Kinder, um in Herberts Männerfamilie zu leben und das Tätowieren zu lernen. Die Geschichte dreier Männer, die gegen den Strom schwammen und ihrer Freundschaft, die unter die Haut geht. Der Dokumentarfilm "Flammend' Herz" erzählt die Geschichte von drei Männern um die Neunzig, deren Freundschaft mehr als ein halbes Jahrhundert umfasst. Sie handelt von Freundschaft, Liebe, Verrat und Enttäuschung, von Haltung und von Leidenschaft. "Flammend' Herz" erzählt mal tragisch, mal komisch, wie die drei einst zusammenfanden und warum sie sich heute kaum in die Augen sehen können. Ihre Biographien geben dabei auch einen Einblick in ein Jahrhundert (Tätowier-)Geschichte.

Donnerstag, 06. April, 20:00 Uhr
Sonntag, 09. April, 18:00 Uhr
Samstag, 29. April, 20:00 Uhr - reservieren




 
 
Domenica  
D, 1993, 88 min, digital

Regie: Peter Kern
Darsteller: Domenica Niehoff, Günter Wallraff, Monika Treut, Peter Kern, Jürgen Vogel, Christoph Schlingensief

Domenicas Mutter schlägt sich mit ihren beiden Kindern von Italien nach Deutschland durch, kommt jedoch ins Gefängnis. Domenica und ihr Bruder werden in ein Waisenhaus gesteckt. Mit 17 lernt Domenica den Bordellbesitzer Joseph Rothenberg kennen und landet in Hamburg, wo sie in der Herbertstraße als Domina zu arbeiten beginnt.

Donnerstag, 06. April, 22:00 Uhr
Samstag, 08. April, 22:00 Uhr
Sonntag, 16. April, 20:00 Uhr








 
 
Der Pfarrer von St. Pauli  
BRD, 1970, 103 min, 35mm

Regie: Rolf Olsen
Darsteller: Curd Jürgens, Heinz Reincke, Dieter Borsche, Corny Collins, Helga Feddersen

In höchster Seenot schwört U-Boot-Kapitän Johannsen, sich dem Glauben zu widmen und Pfarrer zu werden. Nach einiger Zeit tritt er tatsächlich das Amt des Pfarrers von St. Pauli an. Gleich an seinem ersten Tag wird der neue Pfarrer des sündigen Viertels in eine dubiose Geschichte verwickelt. Ein Italiener beichtet ihm einen Mord und wird einige Zeit später selbst ermordet. Am selben Tag muss sich Pfarrer Johannsen noch um die schwangere Hilde kümmern, die sich aus Verzweiflung in der Elbe ertränken wollte. Hilde vertraut sich dem neuen Pfarrer an und erzählt, dass der Vater ihres Freundes, eine einflussreiche Person, niemals in eine Ehe einwilligen würde. Johannsen findet heraus, dass die Ereignisse zusammenhängen. Er macht sich nun selbstständig auf die Suche nach Hinweisen. Seine Nachforschungen führen ihn zum Bordell "Der goldene Käfig", wo er die Machenschaften eines Verbrechersyndikats entlarvt. Die Bosse des Syndikats stellen Johannsen jedoch eine Falle, indem sie ihm Damenbesuch zukommen lassen, woraufhin sie ihn beim Kirchenrat denunzieren. Die Strafe folgt sogleich, Pfarrer Johannsen wird auf die Insel Norderkrug versetzt. Sein Pflichtbewusstsein treibt ihn jedoch zurück in das sündige Viertel, wo er den Mord letztendlich aufklärt und die verantwortlichen Personen stellt.

Samstag, 08. April, 20:00 Uhr
Sonntag, 16. April, 18:00 Uhr
Donnerstag, 27. April, 20:00 Uhr








 
 
Midnightmovie: Bad Taste  
NZ, 1987, 87 min, OV, 35mm

Regie: Peter Jackson
Darsteller: Terry Potter, Pete O'Herne, Peter Jackson

Bevor Peter Jackson ein paar Kleinwüchsige mit haarigen Füßen losschickte, um in Mordor Schmuck zu zerstören, war seine Filmographie mit einigen Absonderlichkeiten bestückt. Die erste und eine der Besten ist "Bad Taste". Menschen als Fast-Food für Außerirdische.

Mit Einführung und Quiz!

Samstag, 08. April, 23:59 Uhr




 
 
Er tanzte das Leben  
D, 2003, 90 min, digital

Regie: Marian Czura
Darsteller: Sylvin Rubinstein

Der Film porträtiert den jüdischen Tänzer Sylvin Rubinstein, der als "Dolores" zu einem Flamenco-Star der fünfziger Jahre wurde, weil die wirkliche "Dolores", seine Zwillingsschwester, im Holocaust ermordet worden war. Zur Zeit dieses Dokumentarfilms ist Rubinstein 88 Jahre und lebt zurückgezogen in Hamburg St. Pauli. Nur wenige wissen, dass der große, schlanke Herr mit dem eleganten Gang einmal eine Zwillingsschwester hatte, die Maria hieß. Und dass die Geschwister aus dem polnischen Galizien in den dreißiger Jahren als "Imperio y Dolores" auf den großen Varietébühnen Europas Flamenco tanzten. Jede Nacht aber erscheint Maria in seinen Träumen. Bis heute. Und noch eine zweite Gestalt trägt Rubinstein in sich, von der er nicht loskommt: Es ist der deutsche Wehrmachtsmajor Kurt Werner, sein Retter und "Vater". Auf der Straße ist Sylvin Rubinstein eine Erscheinung voller Noblesse in Bewegung und Kleidung, in seiner kleinen Küche hingegen zelebriert er mit seiner jiddischen Syntax die Karikatur des galizischen Juden, um zu zeigen, dass genau der lebt, den die Nazis vernichten wollten. Er ist ein Gigolo, der den Schabbat heiligt und sich dann in Flamencokleider wirft. In seiner Travestie liegen Glück und Traurigkeit zugleich. Es gibt kaum ein Schicksal, das das Schöne und Grausame des vergangenen Jahrhunderts so eindrucksvoll widerspiegelt wie das von Sylvin Rubinstein. Der Film von Marian Czura, der bei Andrzei Wajda studierte, und Kuno Kruse, vielfach ausgezeichneter Journalist, dem Sylvin Rubinstein als Erstem seine Geschichte erzählte, hat das Ziel, die unglaublichen Erlebnisse des ehemaligen Flamenco-Tänzers, Augenblicke des Glücks und der endlosen Verzweiflung, in Bilder umzusetzen.

Sonntag, 09. April, 20:00 Uhr
Samstag, 15. April, 22:00 Uhr
Donnerstag, 20. April, 22:00 Uhr






 
 
Dokumentarfilmsalon auf St. Pauli: Sewol  
D/KOR, 2015, 79 min, OmU, digital

Regie: Ok-Hee Jeong

304 Menschen sterben als die südkoreanische Personenfähre Sewol am 16. April 2014 sinkt. Die Schiffskatastrophe erregt die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit. Weitgehend unbemerkt jedoch kämpfen die Angehörigen der Opfer dafür, dass ein unabhängiger Untersuchungsausschuss die Wahrheit über die Unfallursache, den misslungenen Rettungseinsatz der Küstenwache und das Krisenmanagement der Regierung aufklärt. Ein verzweifelter Kampf gegen den Staat, bei dem die Angehörigen nicht einmal Raum und Zeit finden können, richtig zu trauern. Der Film erzählt die Geschichte dieser Angehörigen: Von ihrer Trauer, von ihrem unbeugsamen Kampf um die Wahrheit und gegen die Regierung der Präsidentin Park Geun Hye.

Bar und Salon ab 18:30 Uhr geöffnet. Eintritt auf freiwilliger Spendenbasis.
Näheres unter:

www.dokumentarfilmsalon.org

Dienstag, 11. April, 20:00 Uhr


   
Drehort:Hamburg zeigt: Beim nächsten Kuss knall ich ihn nieder!  
Das preisgekrönte Portrait über den Hamburger Schurkendarsteller und Regisseur Reinhold Schünzel.
Der Hamburger Schauspieler Reinhold Schünzel ist Mitte der 1920er Jahre einer der beliebtesten Schurkendarsteller des deutschen Films, zudem sein eigener Produzent und Regisseur. Als Hitler 1933 an die Macht kommt, ist Schünzel der einzige jüdische Filmkünstler, der noch mit Sondererlaubnis für die UFA drehen darf, denn der Führer liebt seine brillanten Komödien. Doch Schünzel überspannt den Bogen und muss emigrieren. In Hollywood sieht er sich der Kollaboration mit den Nazis verdächtigt und auch im Deutschland der 1950er Jahre kann er nicht mehr Fuß fassen.
Mit diesem pointierten und klug verzahnten Kammerspiel in 33 Szenen, das an Dialogkunst seinesgleichen sucht, erinnert H.-C. Blumenberg an den legendären Filmemacher, den das Schicksal zwischen alle Stühle setzte und in Vergessenheit hat geraten lassen. Das Portrait spiegelt auch die Geschichte des Kinos zwischen Komödie und Tragödie, Sittenstück und Seifenoper, Roadmovie und Krimi.

Freitag, 14. April, 20:00 Uhr


   
Arab Filmclub: Die Grenze (Al-Hudud)  
SYR, 1984, 99 min, OmU, digital

Regie: Duraid Lahham, nach der Vorlage von Mohammad Maghout
Darsteller: Doreid, Raghda, Rashid Assaf, Hani al-Rumani

Als der unglückselige Reisende Abdel Wadud seinen Pass verliert, strandet er an der Grenze zu zwei fiktionalen Ländern: 'Ostestanien' und 'Westestanien'. Da es ihm nicht gelingt, die Behörden auf beider Seiten seiner Identität zu überzeugen, richtet er sich an der Grenze ein, bis die Medien Wind von der Geschichte bekommen. Oberflächlich betrachtet eine Komödie, entpuppt sich der Film als eine politische Satire über die Fallstricke von Nationalität und Nationalismus.

Wir laden ein zum arabischen Filmclub, einer Plattform für Filmerlebnis, Austausch und Kommunikation. Der Eintritt ist frei!

Sonntag, 16. April, 15:00 Uhr


   
dokumentarfilmwoche: Retrospektive Peter Nestler - Indirect Cinema  
Double-Feature: "Ein Arbeiterclub in Sheffield" und "Zeit"

82 min

"Die Ohren der Leute, die Filme sehen, sind verstopft vom Dreck, den man ihnen liefert, und die Ohren der Leute, die Filme machen, sind verstopft vom Dreck aus ihren Hirnen."
(Peter Nestler 1966)

Peter Nestler, das ist der Filmemacher, von dem der französische Filmkritiker Michel Delahaye sagte, er sei der größte gegenwärtige Dokumentarist. Das war 1965 und Peter Nestler hatte gerade einmal fünf Kurzfilme fertiggestellt. Das Erstaunliche an dieser Einschätzung ist, dass sie in eine Zeit fällt, in der das Direct Cinema mit seinem neu entdeckten Einsatz von Handkamera und Synchronton als Befreierin des Dokumentarfilms gefeiert wird. Man hoffte, sich nun mittels Kamera und Tonbandgerät einer "reinen Beobachtung" anzunähern und sich endlich von der vorherrschenden und als autoritär empfundenen Kommentarstimme befreien zu können. Das grundsätzliche Misstrauen gegenüber der Kommentarstimme hat sich bis heute erhalten, ebenso der blinde und taube Glaube an einen direkten Zugang zur Realität mittels synchronen Bild- und Tonaufzeichnungen - ersteres unter Dokumentarfilmer*innen, zweiteres unter Hersteller*innen und Konsument*innen von Nachrichtenmedien. Peter Nestler scheint dies nie so recht überzeugt zu haben. Peter Nestler macht es anders und das seit mehr als 50 Jahren und rund 70 Filmen.

Nahezu singulär ist die Qualität seiner Kommentare, die zwar von ihm selbst eingesprochen, doch nie privatistisch geraten. Aussagen Dritter werden häufig in indirekter Rede wiedergegeben, hin und wieder bleibt offen, wo wessen Statement beginnt und aufhört. Nicht etwa, um wichtige Spuren zu verwischen, sondern vielmehr, um zu einer größeren inhaltlichen Präzision zu finden, mitunter gar, um die Protagonist*innen zu schützen. Wo die Mehrheit der Filmemacher*innen auf "Continuity" und somit auf Anschlüsse bedacht ist, verzichtet Nestler auf diese und macht ein Fest daraus, Töne auf Bilder treffen zu lassen oder einfach Bilder auf Bilder. Und so lässt Nestler die Gedanken über Bande laufen, ohne je die Achtung vor den Protagonist*innen, vor sich selbst und seinem Publikum zu verlieren.

Ein Arbeiterclub in Sheffield
Peter Nestler (R), Dirk Alvermann (K), BRD 1965, 16mm, 40 min, dt. OF
Peter Nestler dreht für den Süddeutschen Rundfunk in einem Arbeiterclub in Sheffield - einem genossenschaftlich organisierten Modell der Witwen- und Waisenkasse, aber auch Feierabendlokal und vor allem Treffpunkt für selbstgemachte Musik. Dies realistische und doch vergnügte Dokument der britischen Arbeiterkultur sollte nach dem Willen des Senders über einen erklärenden Kommentar all das verbinden, was im Film einfach in Blöcken nebeneinandergestellt ist. Nestler beharrt und bekommt keine Folgeaufträge.

Zeit
Peter Nestler (R/K), Zsóka Nestler (R), D 1992, 42 min, dt. OF
Zsóka Nestler bringt Künstler*innen vor der Kamera zum Sprechen, die gemeinhin als naiv abgetan werden. Es zeigt sich, dass ihre Kunst als Gegenprodukt auszehrender jahrzehntelanger Erwerbstätigkeit entsteht. Sie schnitzen, malen und bildhauern?unter Einbringung ihrer Lebensgeschichte, und ihre Schöpferkraft scheint direkt der erlebten Zeit abgetrotzt zu sein. Film und dargestellte Kunst werden zu Kompliz*innen über ihre je eigene feine Kritik gesellschaftlicher Bedingungen.

Gast: Peter Nestler

http://dokfilmwoche.com

Freitag, 21. April, 18:00 Uhr


   
dokumentarfilmwoche: Retrospektive Peter Nestler - Indirect Cinema  
Double-Feature: "Am Siel" und "Pachama - Unsere Erde"

103 min

Am Siel
Peter Nestler/Kurt Ulrich (R/K), Robert Wolfgang Schnell (B) BRD 1962, 16mm, 13 min, dt. OF
Nestlers erster Film, ein Porträt eines Dorfes am Meer, irritierte sofort nach Erscheinen. Obwohl oder gerade weil ihm eine nahezu kindliche Erfindung zugrunde liegt, die den Filmkommentar aus der Perspektive eines Siels erzählen lässt: "Ich altes Siel ziehe leise ins Meer, und wenn meine Wasser sich mit ihm unlöslich verbunden haben, treffe ich draußen einen vom Siel, einen kleinen Matrosen, den ich mit meinen alten Wassern erzogen habe, dem Meer zu vertrauen und seinem Schiff."

Pachamama - Unsere Erde
Peter Nestler (R), Rainer Komers (K), D 1995, 90 min, dt. OF
Der Kamerablick folgt Bewässerungskanälen, Gebirgsbächen, Strömen. Ein starker Regenguss und ein anschwellender Fluss spülen Kunstschätze frei - vor Jahrhunderten vergraben, um sie der Gier spanischer Eroberer zu entziehen. Peter Nestler bereist Ecuador an geologischen, kulturellen und ökonomischen Bruchkanten: "Der Weg in die Altstadt, es ist Sonntag. Hier wohnen keine reichen Leute. Die kommen nicht mal her, sagen, es sei unsicher." Unvermittelt, großartige Musik.

Gast: Peter Nestler

http://dokfilmwoche.com

Freitag, 21. April, 20:00 Uhr


   
dokumentarfilmwoche: Moghen paris - und sie ziehen mit  
61 min

Katharina Copony (R/K), Stefan Neuberger (K)?AT 2016, 61 min, dt./sardische OmU

Es beginnt in einem Wald aus Korkeichen. Die Bäume wirken wie verwunschen und aus der Zeit gefallen und verleihen dem Filmbild eine Textur. Doch sie tragen die Wunden des menschlichen Eingriffs, der ihre Stämme bloßlegt. An den Häuserwänden eines kleinen Dorfes deuten einzelne Handabdrücke das Kommende an. Und dann ziehen sie ein. Mit schwarz bemalten Gesichtern, Fellen und Perücken erobern sie den Ort. Sie wirken archaisch, wären nicht die Artefakte unserer Zeit, die in das Geschehen eingebunden sind. Angeknüpfte Schweineohren lassen das Küchensieb zur Kopfbedeckung werden, eine kaputte Herdplatte wird am Band durch die Gassen gezogen. Es wird zerstört, denn darum geht es. Es ist das Ende des Winters, genauer der Aschermittwochskarneval, der den Anlass für das Treiben bietet. Hier feiert die sardische Bevölkerung ein Ritual, dessen Zeichen für Außenstehende fremd wirken und doch einen rauschhaften Sog auf der Kinoleinwand entwickeln.

Mit Vorfilm:
dokland hamburg
a continental feast for the eyes and ears
David Reiber (R/K), Christopher Weickenmeier (K)
D 2016, 17 min, ohne Dialog
Gast: David Reiber
Weltpremiere

Hagenbecks Tierpark, rund 100 Jahre nach den Völkerschauen: Es ist Nacht, doch trotz Dunkelheit herrscht keine Ruhe. Wir hören Schaulustige, die wispern und rufen, Tiere, die der Aufregung des Spektakels nicht entrinnen können. Aus den Lautsprechern dröhnen afrikanische Klänge. Es ist eine Inszenierung des Exotischen zur "Dschungel-Nacht", die hier offengelegt und auf der Kinoleinwand vorgeführt wird.

?Deutschlandpremiere
Gast: Katharina Conopy

http://dokfilmwoche.com

Freitag, 21. April, 22:30 Uhr


   
dokumentarfilmwoche: Die Geister, die mich riefen  
100 min

Diana Näcke (R/K), Kathrin Krottenthaler (K)
D 2017, 100 min, dt./türkische OmU
Hamburgpremiere

Berlin-Neukölln an einem Sommertag: Engin ist auf dem Weg ins Krankenhaus. Er braucht ein Attest, um nicht zur türkischen Armee zu müssen. Denn Engin hat eine Mission. Zum ersten Mal seit fast 25 Jahren will er zurück in seine Heimatstadt Edirne, um seine Mutter bei einem Konflikt mit Verwandten zu unterstützen. Doch es tun sich immer wieder neue Hindernisse auf - nicht zuletzt durch Engin selbst geschaffen.
So verwandelt sich die Reise in die Türkei zu dem dichten Porträt einer fast unüberbrückbaren Zerrissenheit. Die nostalgisch verklärte Erinnerung an eine Kindheit bei den Großeltern passt nicht mit den Kriegserfahrungen seiner Cousins zusammen. Engins schnelles Leben in Berlin ist nicht mit den konservativen Lebensmodellen seiner Familie kompatibel. Aber es ist das Unverarbeitete und Ungesagte, das wie ein Geist über allem schwebt und zu Engins Antrieb wird. Ob er es selbst weiß, bleibt offen. Und wie die Regisseurin nehmen wir den Beifahrersitz ein und folgen ihm auf seinen Wegen.

Gast: Diana Näcke

http://dokfilmwoche.com

Samstag, 22. April, 18:00 Uhr


   
dokumentarfilmwoche: Mme Saïdi  
59 min

Bijan Anquetil/Paul Costes (R/K)?F 2016, 59 min, frasi OmeU?Deutschlandpremiere

"Ich bin die Mutter eines Märtyrers, ich bin eine Schauspielerin. Zögern Sie nicht, mich zu kontaktieren..." Die Franzosen Bijan Anquetil und Paul Costes drehen gerade einen Dokumentarfilm über den schiitischen Märtyrerkult, als sie auf der Straße im Süden Tehrans von Madame Saïdi angesprochen werden. Sieben Jahre später reisen die beiden zurück in den Iran, um der resoluten über 70-jährigen Dame einen Film zu widmen. Und der verwebt auf geschickte und amüsante Weise die beiden Rollen, die Madame Saïdi zugewiesen werden: Protagonistin eines Dokumentarfilms mit TV-Schauspielerfahrung und Märtyrermutter in der schiitischen Gesellschaft Irans. Darüber hinaus gibt der Film einen sehenswerten Einblick in ihre Alltagswelt im Teheraner Wohnviertel Ali Abad. Später im Film unterhält sich Madame Saïdi mit einem Taxifahrer: "Sie machen einen Dokumentarfilm, aber was heißt das schon wirklich, Dokumentarfilm?"

Gäste: Bijan Anquetil, Paul Costes

http://dokfilmwoche.com

Samstag, 22. April, 20:30 Uhr


   
dokumentarfilmwoche: Brüder der Nacht  
88 min

Patric Chiha (R), Klemens Hufnagl (K)?AUT 2016, 88 min, deutsch/bulgarisch/romanes OmU
"Brüder der Nacht" von Patric Chiha führt uns in das nächtliche Wien. Eine scheinbar aus der Zeit gefallene Stricherbar, in der junge bulgarische Roma ihre Dienste anbieten, bildet den Ausgangspunkt und das topografische Zentrum. Die prekäre Situation der Jugendlichen im Wahlheimatland bricht sich im künstlich farbigen Licht der hochstilisierten Bilder, die bewusst an das Kino Fassbinders, Genets oder Angers »Scorpio Rising« anknüpfen.?Chihas Anliegen war es, einen Film mit diesen am Rande stehenden Menschen zu machen - und nicht über sie. Und so schafft dieser energetische Film Bühnenräume, auf denen sie sich und ihre Lebensumstände inszenieren können, denn: "Auch das Spiel mit der Wirklichkeit erzählt über eine Wahrheit oder Wirklichkeit", so Chiha. "Es ist keine moralisierende, besserwisserische Stricherballade, sondern eine zärtliche, empathische Hymne an die furchtbare Poesie des (Über-)Lebens und an die Solidarität unter Geächteten und Außenseitern", schreibt Andrey Arnold in "Die Presse".

Gast: Ebba Sinzinger (Produzentin)?

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Samstag, 22. April, 22:30 Uhr


   
dokumentarfilmwoche spezial: 5 Bemerkungen zum Dokumentarfilm  
53 min

Gisela Tuchtenhagen (R/K), Klaus Wildenhahn
D 1974, 53 min

Das Fernsehen mit den Mitteln eines Fernsehfilms kritisieren - geht das? Der Westdeutsche Rundfunk strahlte Mitte der 70er-Jahre die Reihe "Telekritik" aus, in der das Medium selbst zum Thema wurde. Wildenhahn und Tuchtenhagen nahmen das WDR-Fernsehen unter die Lupe. Der besondere Film spannt den Bogen von Klaus Wildenhahns biografischen Notizen über seine Kindheit im Nachkriegsdeutschland bis hin zu Peter Nestlers Emigration nach Schweden. Das von den Besatzern installierte öffentlich-rechtliche Fernsehsystem war intolerant geworden und kannte kein Pardon. In der zweiten der fünf Bemerkungen geht es um Kameramann Rudolf Körösi und die freie Arbeit an einem Thema ohne Drehbuch. Im dritten Kapitel wird das Vorbild der englischen
Dokumentarfilmschule als kollegiale Zusammenarbeit zu einem gesellschaftlichen Labor und der Film bekommt utopische Züge.

Gäste: Klaus Wildenhahn, Peter Nestler, Gisela Tuchtenhagen

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Sonntag, 23. April, 14:00 Uhr


   
dokumentarfilmwoche: Retrospektive Peter Nestler - Indirect Cinema  
Double-Feature: "Tod und Teufel" und "Von Griechenland"

82 min

Tod und Teufel
Peter Nestler (R/K)
D/SE 2009, 54 min, dt. OF
Eine Spurensuche anhand des Bild- und Textarchivs des schwedisch en Adligen Eric von Rosen, der
Anfang des 20. Jahrhunderts Expeditionen nach Afrika und Südamerika unternahm. Schon früh wird das Gepäck mit Hakenkreuzen "verziert". Großwild wird erlegt, menschliche Körper aus "rassischem" Interesse vermessen und aufwändig hergestellte traditionelle Kleidungsstücke gegen Glasperlen getauscht. Und doch scheint hin und wieder überraschend Empathie durch. Ein widersprüchliches Portrait des Großvaters von Peter Nestler.

Von Griechenland
Peter Nestler (R/K), Reinald Schnell (R)
BRD 1965, 28 min, dt. OF
Griechenland, Wiege der Demokratie und doch immer wieder um seine demokratischen Rechte betrogen, ist das Ziel einer Reise. Sie führt zunächst zurück zu einer Zeugin des Massakers von Distomo durch Angehörige der SS und landet ohne Umschweife mitten in den Demonstrationen gegen die verfassungswidrige Entlassung des Präsidenten im Jahr 1965. Ein Film ohne Originalton. Immer wieder stumm. Man sieht nur, wie die Menschen sprechen und gestikulieren, meint aber, sie genau gehört zu haben.

Zu Gast: Peter Nestler

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Sonntag, 23. April, 16:30 Uhr








 
 
Dokumentarfilmsalon auf St. Pauli: Die Yes Men - Jetzt wird's persönlich  
USA, 2015, 94 min, OmU, digital

Regie: Laura Nix

Nach bald zwei Jahrzehnten des humorvollen Guerilla-Aktivismus gegen die Gier der Wirtschaft und die Korruption der Politik unter dem Banner der Yes Men haben Alltag und Sinnkrisen die beiden Gründer eingeholt. Mike Bonanno hat Frau und Kinder, während Andy Bichlbaum die Hoffnung auf eine dauerhafte Beziehung mit seinem Freund noch nicht aufgegeben hat. Ihre kritischen Aktionen, in denen sie sich unter anderem als Sprecher der US-Handelskammer oder von Shell ausgeben, um der verwunderten Presse einen Richtungswechsel zu verkünden, verpuffen bisweilen ohne die gewünschte Wirkung. Die gewachsene private Verantwortung hat ihren Effekt auf die gemeinsamen Aktionen.
Dennoch fühlen sie sich verpflichtet, dem Klimawandel, der alle bisherigen Probleme der Menschheit in den Schatten stellt, energisch entgegenzutreten. Und so holen sie sich externe Helfer, um neue, spektakuläre Aktionen durchzuführen.

Bar und Salon ab 18:30 Uhr geöffnet. Eintritt auf freiwilliger Spendenbasis.
Näheres unter:

www.dokumentarfilmsalon.org

Dienstag, 25. April, 20:00 Uhr








 
 
Eine Stadt sieht einen Film: Fraktus  
D, 2012, 95 min, 35mm

Regie: Lars Jessen & Studio Braun
Darsteller: Studio Braun, Piet Fuchs, Devid Striesow

Eine Stadt sieht einen Film geht in die zweite Runde! 16 Hamburger Kinos zeigen die großartige Mockumentary über die Erfindung des Technos! Bei uns mit Hypochonder-Quiz. Ratet euch die Köpfe heiß um echte und unechte Krankheiten!

Zu Gast ist der Schauspieler Piet Fuchs!

www.eine-stadt-sieht-einen-film.de

Sonntag, 30. April, 16:00 Uhr - reservieren

     
 
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