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Dezember 2016  
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Le Strich tres  

Kalter Asphalt

Ein Dach ist eine Konstruktion, die darunter liegende Räume und Flächen nach oben hin abschließt. Wie eine zweite Haut schützt sie vor Witterung, Sonne, schirmt ab vor Blicken und Lärm. "Dachhaut" wird diese abdeckende Fläche auf der Dachkonstruktion in Baufachsprache auch genannt.
Geschätzt leben in Hamburg zurzeit 2000 Menschen ohne ein Dach über dem Kopf. Notunterkünfte, die nur für die Nacht sind und nicht genügend Platz für alle bieten können, lassen überdachte öffentliche Plätze besonders im Winter lebensnotwendig werden. Doch damit sich niemand hier zu lange aufhalten kann, räumt eine Stadt auf: baut Zäune, beschallt ununterbrochen mit Musik, verlegt grobe Steine zwischen Gehwegplatten. Wir zeigen filmische Positionen, in denen Menschen ohne Obdach die Geschichte lenken.

Das Programm:

Side Walk Stories
Sonntag
01. Januar, 18:00 Uhr

Wendy & Lucy
Sonntag
01. Januar, 20:00 Uhr

Neue Freiheit - Keine Jobs (Schönes München - Stillstand)
Donnerstag
05. Januar, 20:00 Uhr

Homme Less
Donnerstag
05. Januar, 22:00 Uhr

Q-Movie Bar präsentiert: Lawrence of Arabia (Lawrence von Arabien)
Samstag
07. Januar, 20:00 Uhr

Les Amants du Pont-Neuf (Die Liebenden von Pont-Neuf)
Sonntag
08. Januar, 18:00 Uhr

Der Mann ohne Vergangenheit
Sonntag
08. Januar, 21:00 Uhr

Dokumentarfilmsalon auf St. Pauli: Im Strahl der Sonne
Dienstag
10. Januar, 20:00 Uhr

Wendy & Lucy
Donnerstag
12. Januar, 20:00 Uhr

Neue Freiheit - Keine Jobs (Schönes München - Stillstand)
Donnerstag
12. Januar, 22:00 Uhr

Special: Hinz&Kunzt zu Gast
Samstag
14. Januar, 18:00 Uhr

Kühe vom Nebel geschwängert
Samstag
14. Januar, 22:00 Uhr

Homme Less
Sonntag
15. Januar, 18:00 Uhr

Der Mann ohne Vergangenheit
Sonntag
15. Januar, 20:00 Uhr

Side Walk Stories
Donnerstag
19. Januar, 20:00 Uhr

Freund! Freund! Freund!
Donnerstag
19. Januar, 22:00 Uhr

Continuity
Samstag
21. Januar, 20:00 Uhr

Der Mann ohne Vergangenheit
Samstag
21. Januar, 22:00 Uhr

Midnightmovie: Monday
Samstag
21. Januar, 23:59 Uhr

Arab Filmclub
Sonntag
22. Januar, 16:00 Uhr

Wendy & Lucy
Sonntag
22. Januar, 18:00 Uhr

Les Amants du Pont-Neuf (Die Liebenden von Pont-Neuf)
Sonntag
22. Januar, 20:00 Uhr

Dokumentarfilmsalon auf St. Pauli: Love Hotel
Dienstag
24. Januar, 20:00 Uhr
Dienstag
24. Januar, 21:45 Uhr

Homme Less
Donnerstag
26. Januar, 20:00 Uhr

Kühe vom Nebel geschwängert
Donnerstag
26. Januar, 22:00 Uhr

Neue Freiheit - Keine Jobs (Schönes München - Stillstand)
Samstag
28. Januar, 20:00 Uhr

Les Amants du Pont-Neuf (Die Liebenden von Pont-Neuf)
Samstag
28. Januar, 22:00 Uhr

Side Walk Stories
Sonntag
29. Januar, 18:00 Uhr

Freund! Freund! Freund!
Sonntag
29. Januar, 20:00 Uhr

Dokumentarfilmsalon auf St. Pauli: Gardenia
Dienstag
31. Januar, 20:00 Uhr




Die Filme im Einzelnen:










 
 
Side Walk Stories  
USA, 1989, 97 min, s/w, OV, 16mm

Regie: Charles Lane
Darsteller: Charles Lane, Nicole Alysia, Tanya Cunningham

Ein obdachloser Portraitmaler schlägt sich tagsüber auf den Gehwegen und nachts in Abbruchhäusern auf der Schattenseite des schillernden New York durchs Leben.
Dieser Stummfilm ist eine Hommage an Charlie Chaplin und Buster Keaton, wobei sich Charles Lane wünscht, "dass die Leute lachen, dass sie aber auch die Obdachlosen mit anderen Augen sehen. Wir sind verantwortlich für unsere Brüder im Unglück".

Sonntag, 01. Januar, 18:00 Uhr
Donnerstag, 19. Januar, 20:00 Uhr
Sonntag, 29. Januar, 18:00 Uhr - reservieren










 
 
Wendy & Lucy  
USA, 2008, 80 min, OmU, 35mm

Regie: Kelly Reichardt
Darsteller: Michelle Williams, Lucy, David Koppell, Skeeter Greene

Ein stillgestelltes, eingefrorenes Road-Movie, denn die Reise, auf die sich Wendy mit ihrem Hund und einzigen Freund Lucy begibt, um in Alaska vielleicht Arbeit in einer Fischfabrik zu finden, endet jäh im Niemandsland einer deprimierenden, reizarmen Kleinstadt in Oregon.

Sonntag, 01. Januar, 20:00 Uhr
Donnerstag, 12. Januar, 20:00 Uhr
Sonntag, 22. Januar, 18:00 Uhr






 
 
Neue Freiheit - Keine Jobs (Schönes München - Stillstand)  
D, 1998, 81 min, 35mm

Regie: Herbert Achternbusch
Darsteller: Herbert Achternbusch, Josef Bierbichler, Axel Milberg

"Mein neuster Film war so schmal angelegt, dass ich auf nichts verzichten musste, einiges dazumachen konnte. Geld war nicht vorhanden. Hätte der ORF nicht statt 500.000 Schilling für die Ausstrahlung von Picasso in München versehentlich 500.000 Mark überwiesen, hätte ich diesen Film nicht machen können.(...) Man weiß ja, wenn die Großkopfigen einen Mist machen, dann übergeben sie dem Volk einen Sündenbock. Die Polizei bezeichnet den Mist unumwunden als Sündenbock: Helmut Kohl ist an der Misere in Deutschland schuld und muss gewaltfrei weg. Der Obdachlose Hick nimmt die Idee auf und demonstriert für die Abschaffung des Kanzlers. Die Polizei übernimmt sein Plakat, sein Anliegen, und trägt das ihre mit Gespräch und Ausdauer zu dem spurlosen Verschwinden von Helmut Kohl bei. Aber so geheuer geht es dabei doch nicht zu, kein Terror, kein Aufsehen. Eine Frau erzählt da was von der Urkraft der Menschen, wie sie sich aus dem Dilemma der Tiernähe entwickelt haben. Immer hat so einer gesagt, wenn das und das nicht eintrifft, will ich lieber tot sein. Da haben wir es: Ein Polizist erklärt, dass er lieber tot sein will, als länger den Helmut Kohl zu ertragen - und? Man sollte magische Kräfte nicht unterschätzen. Magische Kraft verhilft uns sogar zu vernünftigen und schlüssigen Gedanken, Verhalten, Auskommen und Einkommen."
(Herbert Achternbusch zur Schweizer Premiere des Films)

Donnerstag, 05. Januar, 20:00 Uhr
Donnerstag, 12. Januar, 22:00 Uhr
Samstag, 28. Januar, 20:00 Uhr - reservieren








 
 
Homme Less  
USA, 2014, 87 min, OV, digital

Regie: Thomas Wirthenson
Darsteller: Mark Reay

Auf den ersten Blick scheint Mark ein glamouröses Leben in New York zu führen. Charismatisch und immer gut gekleidet, arbeitet das frühere Modell als Fashionfotograf. Er fehlt auf keinem wichtigen Event und auf keiner angesehnen Party. Doch nach der Show kehrt er jede Nacht zu seinem Schlafplatz zurück in eine versteckte Ecke auf einem Hausdach.

Donnerstag, 05. Januar, 22:00 Uhr
Sonntag, 15. Januar, 18:00 Uhr
Donnerstag, 26. Januar, 20:00 Uhr - reservieren








 
 
Q-Movie Bar präsentiert: Lawrence of Arabia (Lawrence von Arabien)  
UK/USA, 1962, 227 min, OmU, digital, Neufassung

Regie: David Lean
Darsteller: Peter O'Toole, Alec Guinness, Omar Sharif, Anthony Quinn

Der britische Offizier Thomas Edward Lawrence wird im Ersten Weltkrieg zum militärischen Geheimdienst in Kairo versetzt. Die Briten kämpfen gegen die mit den Deutschen verbündeten Türken. T. E. Lawrence gewinnt das Vertrauen von Prinz Faisal und anderen arabischen Scheichs. Er überredet sie zu einem Aufstand gegen das Osmanische Reich, aber sie denken darüber hinaus und erstreben ein panarabisches Großreich, das den Interessen der Briten widerspricht.
"Lawrence von Arabien" ist keine unkritische Heldenglorifizierung, sondern Peter O'Toole spielt mal einen politisch engagierten, charismatischen Führer, dann wieder einen blindwütigen, größenwahnsinnigen Rächer oder einen eitlen Homosexuellen mit einer Neigung zum Masochismus, der unter seiner Veranlagung leidet und verletzlich wirkt. Außerdem werden die Kolonialmächte angeprangert, die nach dem Ersten Weltkrieg im Nahen Osten unter Missachtung berechtigter Bestrebungen der Araber willkürliche Grenzen zogen, die nur ihren eigenen Machtinteressen dienten.
(Dieter Wunderlich)

Danach Bar mit leckeren Cocktails!

http://www.q-movie-bar.de/

Samstag, 07. Januar, 20:00 Uhr








 
 
Les Amants du Pont-Neuf (Die Liebenden von Pont-Neuf)  
F, 1991, 121 min, OmU, 35mm

Regie: Leos Carax
Darsteller: Juliette Binoche, Denis Lavant, Klaus Michael Grüber

Mit Michèle und Alex hat es das Leben in letzter Zeit nicht gerade gut gemeint. Alex ist obdachlos. Michèle droht aufgrund einer schweren Krankheit zu erblinden. Die Pont-Neuf ist für die beiden Außenseiter ein Fluchtpunkt aus der Normalität, in der sie keinen festen Platz mehr haben. Hier können sie ihre Freiheit ausleben...

Sonntag, 08. Januar, 18:00 Uhr
Sonntag, 22. Januar, 20:00 Uhr
Samstag, 28. Januar, 22:00 Uhr - reservieren










 
 
Der Mann ohne Vergangenheit  
FIN/D/F, 2002, 97 min, OmU, 35mm

Regie: Aki Kaurismäki
Darsteller: Markku Peltola, Kati Outinen, Juhani Niemelä, Kaija Pakarinen

Ein Mann wird überfallen, ausgeraubt und fast totgeprügelt, so dass ihn die Ärzten für tot erklären. Der Namenlose findet sich plötzlich erinnerungslos in einem zweiten Leben wieder. Er siedelt sich in einem Schrottcontainer am Flussufer an, wird mit Kleidern der Heilsarmee versorgt und bald auch mit der scheuen Liebe einer Heilsarmistin. Mit Zähigkeit, Phantasie und Überlebenswillen kehrt er ins Leben zurück. Bis er, versehentlich eines Banküberfalls verdächtigt, identifiziert wird. Muss er nun zurück in seine frühere Welt, an die er sich immer noch nicht erinnern kann? Nach längerer Schaffenspause ist Aki Kaurismäki ein kleines Meisterwerk gelungen, das sowohl inhaltlich durch seinen einfühlsam humanistischen Grundton, Situationskomik und Lakonie, als auch formal durch satte, warme Farben und eine wunderbare Musik besticht.

Sonntag, 08. Januar, 21:00 Uhr
Sonntag, 15. Januar, 20:00 Uhr
Samstag, 21. Januar, 22:00 Uhr








 
 
Dokumentarfilmsalon auf St. Pauli: Im Strahl der Sonne  
RU/D/CZ/LV/KP, 2015, 90 min, OmU, digital

Regie: Vitaly Mansky

Nordkorea ist das schönste Land der Welt! Das hört die 8-Jährige Zin-mi aus Pjöngjang jeden Tag von ihren Eltern, in der Schule und über Lautsprecher auf den Plätzen der Stadt. Natürlich glaubt sie es. Aus vollster Überzeugung huldigt sie dem "großen Führer" und bereitet sich eifrig auf ihre Aufnahme bei den Jungpionieren vor. Der russisch-ukrainische Regisseur Vitaly Mansky hat Zin-mi ein Jahr lang begleitet. Er erhielt dafür zwar eine offizielle Drehgenehmigung, stand aber unter permanenter Kontrolle des Regimes. Dieses gab ein genaues Skript vor, suchte Drehorte und Interviewpartner aus und postierte Aufpasser am Set. Doch Mansky ließ die Kamera auch während der sorgsamen Einrichtung der Einstellungen laufen und dokumentierte so die erbarmungslose staatliche Inszenierung.
Bar und Salon ab 18:30 Uhr geöffnet. Eintritt auf freiwilliger Spendenbasis.
Näheres unter:

www.dokumentarfilmsalon.org

Dienstag, 10. Januar, 20:00 Uhr


   
Special: Hinz&Kunzt zu Gast  
Ein Informationsabend mit Personen aus dem Team des Hamburger Straßenmagazins, die zu Gast im B-Movie sind.
"Hinz&Kunzt ist derzeit Deutschlands auflagenstärkstes Straßenmagazin mit den Schwerpunkten Sozialpolitik, Hamburg-Themen und Kultur. Das Heft wird von Profis gemacht und von mehr als 500 Obdachlosen, Wohnungslosen, Ex-Obdachlosen und von Menschen in prekären Lebenslagen auf der Straße verkauft." (www.hinzundkunzt.de)
Im Rahmen unseres Monatsprogramms sind wir Gastgeber*innen für Mitarbeiter*innen von Hinz&Kunzt. Es wird über das Straßenmagazin informiert, für ein Imbiss ist gesorgt und im Anschluss an das Gespräch werden noch ein paar filmische 16mm-Perlen aus dem Archivkeller des B-Movies über die Leinwand flimmern.
Mit Gästen. Eintritt frei.

https://www.hinzundkunzt.de/

https://youtu.be/crrlzFZHIQk

Samstag, 14. Januar, 18:00 Uhr




 
 
Kühe vom Nebel geschwängert  
D, 2002, 86 min, digital

Regie: Rosa von Praunheim
Darsteller: Obdachlosentheater "Ratten 07", Uta Plate und Bewohner*innen des Mecklenburgischen Dorfes Wrodow

Obdachlose werden auf ein Schloss in Mecklenburg-Vorpommern eingeladen, um sich da einer Art Umerziehung zu unterziehen. Die scheinbar gute Tat der Schlossbesitzerin Renate Schwetzig-Marumba wird zum Desaster und sie landet als Geisel im eigenen Schlosskeller. Die Geschichte wird umgedreht und die Selbstverwaltung ausgerufen, der feindlichen Umgebung zum Trotz. Die Mischung zwischen Dokumentation und Spiel endet wundersam.

Samstag, 14. Januar, 22:00 Uhr
Donnerstag, 26. Januar, 22:00 Uhr - reservieren










 
 
Freund! Freund! Freund!  
D, 1997, 73 min, digital

Regie: Alexander Grasseck, Stefan Corinth

Im Oktober 1997 fand Christoph Schlingensiefs Bahnhofsmission "7 Tage Notruf für Deutschland" im und um das Schauspielhaus Hamburg statt. Der Filmemacher Alexander Grasseck begleitete Schlingensief und seine Schauspielertruppe, die als Polizisten, Heilsarmisten und Krankenschwestern kostümiert waren, auf ihren Umzügen, Versammlungen und mobilen Einsätzen durch die Stadt. Es entstand ein Film mit ungewöhnlichen Szenen und Einblicken in ein Projekt, das als Gratwanderung zwischen sozialem Engagement und Spiel mit dem Feuer gewohnte Theatererfahrungen sprengte. "Mit der Installation von Schlingensiefs Bahnhofsmission in der ehemaligen, berüchtigten Polizeiwache 11 am Hamburger Hauptbahnhof - dies war der Ausgangsort des Hamburger Polizeiskandals und die Stätte unzähliger rassistischer Beamtenentgleisungen - und der Vermischung der Menschen vor Ort mit dem angereisten Kulturgast begann die "Was-passiert-dann"-Maschine sich ohne Gurt und Sicherheitsabstand in Bewegung zu setzen und entfernte sich dabei endgültig aus der Bildungshöhle, wo der kluge Mensch noch immer bequem sitzt und Jahrhunderte alte Felszeichnungen anstarrt."
("Schlingensief! - Notruf für Deutschland", Rotbuch Verlag 1998)
"Sieben Tage harrte Christoph Schlingensief aus in seiner Bahnhofsmission in der Ex-Polizeiwache 11 in St. Georg, verteilte Suppe und bot ein Mikrophon. Er ging raus auf die Straße, in die Kirche, in die Peepshow, um mit jedem öffentlichen Auftritt mehr Beglückte und Verwirrte zurückzulassen. Unglaublich aber wahr: 40 Jahre nach Bertolt Brecht, zwei Jahre vor der Jahrtausendwende und mitten in der schönsten Postmoderne müssen wir erkennen: Kunst und Welt sind doch nicht zwei getrennte Dinge." (taz)

Am Donnerstag, 19.1. sind die FilmemacherInnen zu Gast!

Donnerstag, 19. Januar, 22:00 Uhr
Sonntag, 29. Januar, 20:00 Uhr - reservieren








 
 
Continuity  
D, 2016, 85 min, DCP

Regie: Omer Fast
Darsteller: André M. Hennicke, Iris Böhm, Constantin von Jascheroff, Anne Ratte-Polle, Jakob Bieber, Arnel Taci

Der Film beginnt als herkömmliche, lineare Geschichte über eine emotionale Rückkehr in die Heimat. Schnell jedoch kippt die Stimmung ins Unheimliche: In einer kleinen Stadt in Deutschland lädt ein verheiratetes Paar mittleren Alters wiederholt junge Männer in ihr Haus ein, um ein undurchschaubares Ritual durchzuführen. Es bleibt unklar, ob die Eheleute einen tatsächlichen Verlust erlitten haben - vielleicht sollen ihre Besucher, die Ersatz-Söhne, ihnen schlicht helfen, eine drohende Trennung abzuwenden. Drei verschiedene Versionen ihres verlorenen Sohns Daniel verbringen die Nacht im Einfamilienhaus. Jeder von ihnen verschwindet auf mysteriöse Weise. Bis wir sie am Ende wiedersehen, in einer Grube, weder tot noch lebendig, weder in Deutschland noch in Afghanistan.
"Fast, der in Israel und in den Vereinigten Staaten aufgewachsen ist und mit 30 Jahren nach Berlin zog, zählt international zu den renommiertesten Videokünstlern der Gegenwart. Seine Werke sind im internationalen Ausstellungsbetrieb gefragt, waren im Whitney Museum in New York, bei der Venedig Biennale oder bei der documenta zu sehen. 2009 erhielt Fast den Preis der Nationalgalerie für junge Kunst in Berlin. "Continuity" dreht sich um einen jungen, deutschen Afghanistanheimkehrer und die unheimliche Begegnung mit seinen Eltern. Fast interviewt seine Protagonisten oft selbst. Er kapert deren Erinnerungen, vermischt sie mit Fiktion, lässt ihre Berichte von Schauspielern nachspielen oder von Wildfremden nacherzählen. Flüsterpost mit dem Trauma. Die eigene Identität als Fiktion. Das kennt Fast, der selbst zwischen zwei Kulturen aufwuchs, aus eigenem Erleben." (Der Tagesspiegel)

Samstag, 21. Januar, 20:00 Uhr






 
 
Midnightmovie: Monday  
JPN, 1999, 95 min, OmU, 35mm

Regie: Sabu
Darsteller: Shin´ichi Tsutsumi, Yasuko Matsuyuki, Masanobu Andô

Wem ist das noch nicht passiert? Man wacht völlig verkatert in einem Hotelzimmer auf und weiß nicht, was man das Wochenende getrieben hat. Nach und nach erinnert man sich an eine Bekanntschaft mit den Yakuza, eine lieb gewonnene Schrotflinte und an eine explodierenden Leiche.

Samstag, 21. Januar, 23:59 Uhr


   
Arab Filmclub  
Wir laden ein zum arabischen Filmclub, einer Plattform für Filmerlebnis, Austausch und Kommunikation. Der Eintritt ist frei!



Sonntag, 22. Januar, 16:00 Uhr








 
 
Dokumentarfilmsalon auf St. Pauli: Love Hotel  
UK/FR, 2014, 75 min, OmU, digital

Regie: Phil Cox & Hikaru Toda

Täglich besuchen 2,5 Millionen Menschen eines der 37.000 Love-Hotels in Japan. Die Love-Hotels sind keine Bordelle, sondern die einzigen Orte, wo Paare, Geliebte und selbst Einsame aus der strukturierten Gesellschaft ausbrechen können. Hier lebt die japanische Gesellschaft ihre Liebe, Wünsche, Fantasien und Geheimnisse diskret und anonym aus.
"Love Hotel" gewährt einen bislang nie dagewesenen Zugang hinter die Kulissen dieser Branche mit ihren grellen, kitschigen Fassaden und verspielt eingerichteten Zimmern. Die Filmemacher Phil Cox und Hikaru Toda haben während eines Jahres Stammkunden des Angelo Love-Hotels in Osaka begleitet. Entstanden ist ein feinfühliges und tiefgründiges
Porträt über die verborgene Seite der japanischen Gesellschaft.
Bar und Salon ab 18:30 Uhr geöffnet. Eintritt auf freiwilliger Spendenbasis.
Näheres unter:

www.dokumentarfilmsalon.org

Dienstag, 24. Januar, 20:00 Uhr - Karten nur noch an der Abendkasse
Dienstag, 24. Januar, 21:45 Uhr - reservieren








 
 
Dokumentarfilmsalon auf St. Pauli: Gardenia  
DE/BE, 2014, 88 min, OmU, digital

Regie: Thomas Wallner

Die bewegenden Geschichten einer Gruppe älterer Travestie-Darsteller zwischen 60 und 70 Jahren: Sie haben als Künstler und Prostituierte gearbeitet, ihr Geschlecht umoperiert, wurden ausgegrenzt und innig geliebt. Auf ihre alten Tage haben sie noch einmal den Mut gefunden, sich vor einem Weltpublikum auf die Bühne zu stellen - mit der Show "Gardenia" aus der Regie von Alain Platel und Frank van Laecke. Zwei Jahre tourten sie durch alle fünf Kontinente. Nun kehren sie heim in ihr eigenes, weit stilleres Leben. Eine filmische Begegnung zwischen großer Bühne und intimen Moment.
Bar und Salon ab 18:30 Uhr geöffnet. Eintritt auf freiwilliger Spendenbasis.
Näheres unter:

www.dokumentarfilmsalon.org

Dienstag, 31. Januar, 20:00 Uhr - reservieren

     
 
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