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Die Ganze Wahrheit Jetzt mit den unaktuellsten Filmen der Welt: Saftiges von Dušan Makavejew, dazu viele alte Kurzfilme und eine zweifelhafte Überraschung. Mit Colonel Capras Propaganda-Klassikern tun wir noch etwas für unsere Allgemeinbildung. Am besten ALLE anschauen. Das Programm: Mr. Freedom
Donnerstag | 02. Februar, 20:00 Uhr |
WR - Mysterien des Organismus
Samstag | 04. Februar, 20:00 Uhr |
Q-Movie Bar präsentiert: V for Vendetta
Samstag | 04. Februar, 22:00 Uhr |
Soy Cuba
Sonntag | 05. Februar, 20:00 Uhr |
Q-Movie Bar präsentiert: V for Vendetta
Donnerstag | 09. Februar, 20:00 Uhr |
Die ganze Wahrheit - Eine bunte Propagandafilm-Revue
Samstag | 11. Februar, 20:00 Uhr |
Heimatfilme auf St. Pauli - Domenica
Sonntag | 12. Februar, 18:00 Uhr |
WR - Mysterien des Organismus
Sonntag | 12. Februar, 20:30 Uhr |
The Coca-Cola Kid
Donnerstag | 16. Februar, 20:00 Uhr |
Die ganze Wahrheit - Eine bunte Propagandafilm-Revue
Samstag | 18. Februar, 20:00 Uhr |
Why We Fight
Sonntag | 19. Februar, 20:00 Uhr |
Q-Movie Bar präsentiert: V for Vendetta
Donnerstag | 23. Februar, 20:00 Uhr |
25 Jahre B-Movie Kino - Ein Hoch auf die Nische
Samstag | 25. Februar, 20:00 Uhr |
Songs of the Chinese Revolution
Sonntag | 26. Februar, 20:00 Uhr |
Die Filme im Einzelnen:
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| Mr. Freedom |
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Frankreich, 1969, 92 min, Digital, engl.OF
Regie: William Klein Musik: Serge Gainsbourg Darsteller: John Abbey, Delphine Seyrig, Phillipe Noiret, Donald Pleasence
Er ist die radikale Verkörperung des Amerikanischen Traums, ein Kämpfer für die Freiheit und gegen den Kommunismus: Mister Freedom! Ein Superheld, Vietnamkämpfer, kalter Krieger und Cowboy im Football/Baseball-Outfit, der erst zuschlägt und dann keine Fragen mehr stellt. Von seinen haarsträubend unheroischen Heldentaten soll die Welt auch was haben: Er düst also nach Frankreich, um eine kommunistische Invasion aus der Schweiz aufzuhalten. Dort trifft er zu seinem Unverständnis nicht nur auf Gegenliebe: Fiese Superschurken wie der maoistische "Red China Man" und sexuell befreite Französinnen machen ihm den Kampf schwer. Ein antiimperialistischer Propagandafilm und zugleich eine derbe Satire auf US-Propagandafilme. Höchst obskur und primitiv, mit Sex und Gewalt.
Vorfilm: Bear
Australien 2011, 10'30 Min., OmU, Digital, Regie: Nash Edgerton
Jack meinte es eigentlich gut, aber manchmal haben gewisse Absichten fatale Konsequenzen.
Donnerstag, 02. Februar, 20:00 Uhr
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| WR - Mysterien des Organismus |
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Jugoslawien, 1971, 85 min, 35mm, DF / OmU
Regie: Dušan Makavejew
Mit einer wilden Montage seines eigenen Filmes mit Archivmaterial schuf der jugoslawische Regisseur Dušan Makavejew eine Filmcollage, die ihm konsequenterweise das Exil einbrachte. Der erste Teil zeigt Leben, Verfolgung und Tod des freudianisch-marxistischen Psychoanalytikers Wilhelm Reich, dessen Theorie und Praxis einer sexuellen Befreiung als Grundlage gesellschaftlicher Befreiung verketzert wurde - von Stalinisten ebenso wie von Konservativen in den USA der McCarthy-Ära. Der zweite Teil spielt im Jugoslawien des Jahres 1970 und zeigt den Versuch der sexuell befreiten Milena, einen stalinistisch-dogmatischen sowjetischen Eiskunstläufer im Reich'schen Sinne zu agitieren.
Vorfilm: The Centrifuge Brain Project
D 2011, 6 Min., 35mm, Regie: Till Nowak.
"Der heißeste Scheiss aus dem KFA-Verleih!" Frau Malz, KFA-Verleih.
Samstag, 04. Februar, 20:00 Uhr
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| Q-Movie Bar präsentiert: V for Vendetta |
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USA, GB, D, 2006, 127 min, 35mm, OmU
Regie: James McTeigue Darsteller: Natalie Portman, Stephen Fry, John Hurt, Hugo Weaving
V wie Vendetta, eine Comic-Verfilmung von Andy & Larry Wachowski (Matrix), spielt in einem dystopisch futuristischen London der 2030er Jahre und erzählt die Geschichte des maskierten Freiheitskämpfers V, der im Kampf gegen den totalitären Staat gleichzeitig persönliche Rache verfolgt und einen Umsturz vorbereitet. V widersetzt sich der autoritären Führung, indem er führende Mitglieder des faschistischen Regimes des Großkanzler Adam Sutler tötet. Bei einer seiner Aktionen rettet V der jungen Evey das Leben, die schließlich seine Unterstützerin wird. Der Film behandelt nicht nur die Verfolgung von Homosexuellen in diktatorischen Strukturen am Beispiel des Moderators Gordon Deitrich, sondern lässt die Figur des V geschlechtlich uneindeutig. So mag man die Küchenschürze, die V hinterm Herd trägt, noch als Travestie deuten, bei eingespielter Musik von Antony Hagerty muss jedoch auf einen beabsichtigten Trans-Code geschlossen werden.
Vorfilm: Element of Light
Can 2004, 5 Min., 35mm, Regie: Richard Reeves
www.q-movie-bar.de
Samstag, 04. Februar, 22:00 Uhr
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| Soy Cuba |
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I am Cuba
Kuba/UdSSR, 1964, 141 min, 35mm, OmU
Regie: Mikhail Kalatozov Darsteller: Sergio Corrieri, Salvador Wood, José Gallardo
1958, das letzte Jahr der Diktatur Fulgencio Batistas. "Soy Cuba" erzählt in vier Episoden die Geschichte der kubanischen Revolution. Die ersten zwei Episoden prangern das Leid der Bevölkerung an: Eine junge Frau ist gezwungen, sich für amerikanische Touristen zu prostituieren; ein Bauer muss mit ansehen, wie ihm ein amerikanischer Multi sein Land entreißt. In den folgenden Episoden werden die Revolutionäre gefeiert - ein Aktivist der studentischen Stadtguerilla wird von Batistas Polizei verfolgt; ein Bauer in der Sierra Maestra schließt sich den Revolutionären an, nachdem seine Hütte von der Armee zerstört worden ist. Soy Cuba war 30 Jahre lang verschollen. Francis Ford Coppola und Martin Scorsese fanden eine Kopie des legendären Films und halfen so mit, ein faszinierendes Meisterwerk aus der Vergessenheit zu befreien. Bildgewaltig, künstlerisch wie von einem anderen Stern und von Filmkritikern rund um den Globus geliebt. Schöner kann Propaganda nicht sein!
Vorfilm: Balance
Deutschland 1989, 7'20 Min., OF, 35 mm, Regie: Christoph und WolfgangLauenstein.
Fünf Figuren bewegen sich auf einer schwebenden Plattform. Diese kann nur im Gleichgewicht gehalten werden, indem alle Personen ihr Gewicht gleichmäßig verteilen. Es beginnt ein Spiel, in dem die Balance stets in Gefahr gerät.
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| Die ganze Wahrheit - Eine bunte Propagandafilm-Revue |
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111 min
Eine kurzweilige Reise durch die Formenwelt der Indoktrination.
The Bond
USA 1918, 11 Min., 16mm.
Charlie Chaplin wirbt für US-Liberty Bonds.
Metall des Himmels
D 1935, 14 Min., 35mm, Regie: Walter Ruttmann.
Nationalsozialistische Propaganda von einem der herausragenden deutschen Experimentalfilmkünstler der 1920er Jahre.
Der Fuehrer's Face
USA 1943, 8 Min., 16mm
Eine Ente hat es schwer unter den Nazis. Ein Film zum Mitsingen.
A Diary for Timothy
GB 1945, 39 Min., 16mm, Regie: Humphrey Jennings.
Welche Zukunft erwartet das englische Baby Timothy nach dem 2. Weltkrieg?
Duck and Cover
USA 1951, 9 Min., Digital.
Ein "Civil Defense Film" für Kinder. Mit Bert, der schlauen Schildkröte.
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| Heimatfilme auf St. Pauli - Domenica |
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D, 1994, 92 min, 35mm
Regie: Peter Kern Darsteller: Andréa Ferréol, Domenica Niehoff, Nicolette Krebitz
Domenica war in den 1980ern nicht nur die bekannteste Prostituierte vom Kiez, sondern sie engagierte sich für die Anerkennung ihres Berufsstandes. Als Streetworkerin half sie ab 1990 vielen jungen Frauen. Als Kind flieht sie aus Italien mit ihrer Mutter vor dem gewalttätigen Vater und mit 17 Jahren hat Domenica bereits Kontakt zum Rotlichtviertel. Peter Kern empfindet in seinem dokumentarischen Spielfilm ihr Leben nach, den wir anlässlich ihres dritten Todestages zeigen.
Vorab empfehlen wir die Tour zum Film über den Kiez von unserem Kooperationspartner Kurverwaltung St. Pauli. Treffpunkt ist die U-Bahnstation St. Pauli um 14 Uhr, Kosten: 10 Euro. Infos und Anmeldung:
www.kurverwaltungstpauli.de oder 040 -31790747
In Kooperation mit der Kurverwaltung St. Pauli
www.kurverwaltungstpauli.de
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| The Coca-Cola Kid |
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Australien, 1985, 98 min, 16mm, DF
Regie: Dušan Makavejew
Eine romantische Komödie über die Welt der Werbung und Verkaufsstrategien. Regisseur Makavejew schickt einen Coca-Cola-Vertreter ans Ende der Welt, genauer nach Anderson Valley in Australien. Dort soll er herausfinden, warum gerade dieser entlegene Landstrich den Produkten seiner Firma so hartnäckig widersteht.
Vorfilm: Pyongyang Robogirl
Finnland 2002, 4 Min., 35mm, Regie: Simojukka Ruippo, Jouni Hokkanen.
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| Why We Fight |
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USA, 1942-45, 151 min, 16mm, OF
Prelude to War / The Nazi Strike / Divide and Conquer
53 Min./42 Min./56 Min., Produktion: Frank Capra
Nach dem Eintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg wurden Zehntausende oft ahnungslose Rekruten für einen Krieg fern der Heimat mobilisiert. Colonel Frank Capra, einer der berühmtesten Hollywoodregisseure, erhielt den Auftrag für eine Serie von Propagandafilmen. "Why We Fight" setzt auf Empörung und starke Kontraste: Die Führer der Achsenmächte erscheinen als Gangster, die Deutschen als brutale Automaten, die Japaner als blutrünstige Bestien. Gegen diese Mächte des Bösen beschwört die Serie den Wert der Freiheit und die Hoffnung auf eine bessere Welt. Bis Kriegsende erreichte die Serie mehr als 45 Millionen Soldaten und Zivilisten.
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| 25 Jahre B-Movie Kino - Ein Hoch auf die Nische |
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"Carte Blanche" für das Weltquartett
25 Jahre B-Movie Kino - Ein Hoch auf die Nische
Unser 25. Geburtstag - da haben wir uns was verdient! Wir packen Schlips und Kragen aus und feiern das ganze Jahr über mit vielen Gästen, die uns im Laufe der Zeit ans Herz gewachsen sind oder die wir einfach schon immer mal hier haben wollten. Sie bringen ihre Lieblingsfilme mit und ihr die gute Laune - gemeinsam lassen wir uns an einem Abend im Monat Geschichten rund ums Kino erzählen.
"Carte Blanche" für das Weltquartett
Ob am Stammtisch, als Schmankerl vor dem Hauptfilm, oder im Rahmen von Filmfestivals - der Kurzfilm hat seit Jahren einen festen Platz bei uns im Programm und verdient ein Stück vom Geburtstagskuchen. Denn "Der Langfilm kann nichts, was der Kurzfilm nicht besser kann...". Daher freuen wir uns in diesem Monat auf zwei echte Experten: Jörg Wagner (Filmemacher) und oben zitierten Jürgen Kittel (ehemaliger künstlerischer Leiter des Internationalen KurzFilmfestivals Hamburg) mit samt ihrem Kurzfilmpaket. Seit 2008 widmen sich beide auch mit einer Quartettserie ausgiebig den Geißeln der Menschheit. Tyrannen, Seuchen, Rauschgift, Ungeziefer, Atomkraftwerke, Öltanker - es gibt nichts, was ihnen zuwider ist. Wir läuten also die zweite Runde unserer Jubiläumssause für alle ein, die ein bisschen Sinn für schwarzen Humor haben.
Jürgen Kittel und Jörg Wagner präsentieren:
Sieben Kurzfilme von bemerkenswerter Komik, teils derb, teils rührend. Filme im Spannungsfeld zwischen Hypochondrie und Höhlenforschung, zwischen Shampoo und Scheiße; zusammengestellt mit Verve und Willkür. Sie alle eint lediglich die Tatsache, dass sie uns spontan (ohne Zuhilfenahme von Festivalkatalogen, Filmdatenbanken o.ä.) einfielen und den unbedingten Wunsch auf ein Wiedersehen weckten.
Wer zum Lachen ins B-Movie geht, ist hier nicht falsch. Anschließend wird die Heiterkeit an die Bar verlegt.
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| Songs of the Chinese Revolution |
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A Musical Spectacular!
VR China, 150 min, 16mm Cinemascope, Mandarin m. engl. UT
Falls jemand sachdienliche Hinweise zum Inhalt dieses unbekannten Meisterwerks machen kann, wäre das B-Movie sehr dankbar. Ansonsten lassen wir uns mit euch überraschen und hören an diesem Abend vermutlich viele schmissige Hits über Maos legendäre Kulturrevolution.
Vorfilm: Die neue Zeit
BRD 2007, 2 Min., 35mm, Regie: Karsten Wiesel
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