Das Kino auf St. Pauli
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Unser Programm im Februar 2019

Kidlat Tahimik - Freibeuter des philippinischen Kinos

"I choose my vehicle and I can cross the bridge ... any bridge ... all bridges", sagt Kidlat Tahimik 1977 in seinem Debüt Mababangong Bangungot. "Der stille Blitz", der Künstlername von Eric Oteyza de Guia (*1942), schlug 1977 im Berlinale-Forum ein. Vielleicht haben wir es Werner Herzog zu verdanken, dass Kidlat Tahimik die Filme gemacht hat (und macht), die er gemacht hat, vielleicht auch nicht. Die beiden trafen sich in München, wo Tahimik eine zeitlang lebte. Seither wird er nicht müde, mit verspielten, geistreichen, ausufernden home-movies den Status quo seiner und unserer Welt zu hinterfragen. In Do-it-yourself Manier führt er jede Phase der Filmproduktion aus, fern von etablierten Produktionsweisen, mit geringsten Mitteln, mit Angehörigen und Freunden. Welcome to the universe of Kidlat Tahimik! ? dem Vater des postkolonialen und anderen philippinischen Kinos.

Samstag,
02.02.
18:00
20:00
22:00
Sonntag,
03.02.
18:00
Film
20:00
Dienstag,
05.02.
20:00
Mittwoch,
06.02.
21:00
Hörbar
Donnerstag,
07.02.
19:00
Film
21:00
Freitag,
08.02.
20:00
Samstag,
09.02.
20:00
22:00
Film
Sonntag,
10.02.
18:00
20:30
Film
Dienstag,
12.02.
20:00
Mittwoch,
13.02.
21:00
Hörbar
Donnerstag,
14.02.
20:00
Samstag,
16.02.
20:00
Sonntag,
17.02.
18:00
Film
20:00
Film
Mittwoch,
20.02.
21:00
Hörbar
Donnerstag,
21.02.
20:00
Samstag,
23.02.
17:30
20:00
23:00
Sonntag,
24.02.
18:00
20:00
Dienstag,
26.02.
20:00
Mittwoch,
27.02.
21:00
Hörbar
Donnerstag,
28.02.
20:00

Die Veranstaltungen im Einzelnen

Filmgespräche zum anderen philippinischen Kino: Lav Diaz

Zu unseren philippinischen Programmen im Januar und Februar mit Filmen von Lav Diaz und Kidlat Tahimik, die einiges verbindet, aber auch unterscheidet, wollen wir etwas tiefer in die bei uns eher unbekannten Filme dieser beiden außergewöhnlichen Filmemacher eintauchen, in ihre Entstehung, Verbreitung und Rezeption. Wir werden dabei auch Aspekte des anderen philippinischen Kinos ebenso wie der philippinischen Filmindustrie streifen.

Lav Diaz - Gespräch mit Lukas Foerster, Filmkritiker, Autor, Kurator, u.a. critic.de, Perlentaucher, Filmreihe "Spuren eines Dritten Kinos" im Berliner Zeughauskino, 2010, Spuren eines Dritten Kinos. Zu Ästhetik, Politik und Ökonomie des World Cinema (Herausgeber), 2013

Mit Lukas Foerster sprechen wir über die filmische Entwicklung von Lav Diaz und seine Filme. Wir beziehen Filmausschnitte ein, in denen die ästhetischen Stilmittel ebenso wie die politischen Positionen von Lav Diaz deutlich werden.

Samstag, 02. Februar, 18:00 Uhr

Vortrag: Kidlat Tahimik und das Kino der Philippinen

Zu unseren philippinischen Programmen im Januar und Februar mit Filmen von Lav Diaz und Kidlat Tahimik, die einiges verbindet, aber auch unterscheidet, wollen wir etwas tiefer in die bei uns eher unbekannten Filme dieser beiden außergewöhnlichen Filmemacher eintauchen, in ihre Entstehung, Verbreitung und Rezeption. Wir werden dabei auch Aspekte des anderen philippinischen Kinos ebenso wie der philippinischen Filmindustrie streifen.

Kidlat Tahimik und das Kino der Philippinen - Vortrag Tilman Baumgärtel, Medienwissenschaftler, Publizist, Kurator der ersten deutschen Retrospektive zu Kidlat Tahimik: Kosmos und Alptraum (Arsenal 2016)

Der philippinische Regisseur Kidlat Tahimik gilt in seinem Heimatland als "Father of Philippine Independent Cinema" und sein Werk als eine wichtige Gegenposition zum filmischen Mainstream-Kino sowohl aus Hollywood wie auch aus den Philippinen. Das südostasiatische Land hat eine traditionsreiche Filmindustrie, die zeitweise fast so viele Filme produzierte wie Hollywood und Bollywood. Der Vortrag stellt das Werk von Kidlat Tahimik in den Zusammenhang der Kinokultur seines Landes und dient als Einführung sowohl in sein Werk wie auch in die international wenig bekannte, reiche Filmgeschichte der Philippinen. Dabei werden signifikaten Unterschiede, aber auch überraschende Berührungspunkte sichtbar.

Tilman Baumgärtel ist Professor für Medientheorie an der Hochschule Mainz und hat von 2005 bis 2008 am Film Institute der University of the Philippines unterrichtet. Er hat die erste vollständige Retrospektive (Kosmos und Alptraum (2016)) am Berliner Kino Arsenal mitorganisiert und arbeitet derzeit an einem Buch über Kidlat Tahimik.

Samstag, 02. Februar, 20:00 Uhr

Q-Movie-Bar präsentiert: Spa Night

USA, 2016, 93 Min., OmU, digital

Regie: Andrew Ahn
Darsteller: Joe Seo, Youn Ho Cho, Haerry Kim

David lebt als Sohn koreanischer Einwanderer*innen in Los Angeles. Sie wollen ihn aufs College schicken und unterstützen teure Vorbereitungskurse. David will seine Eltern nicht enttäuschen, hat aber andere Interessen und schafft nicht die nötigen Leistungen. Ein nächtlicher Streifzug durch die Welt Koreatowns mit seinen neonbeleuchteten Restaurants endet für David und seine Begleiter in einem traditionellen koreanischen Badehaus. David und die anderen Jungs entdecken, dass sein Blick zu lange auf dem Oberschenkel eines Fremden hängenbleibt. Wohin soll David mit der aufkeimenden Lust in der engmaschig vernetzten koreanischen Community? Er heuert im Spa an, der Tag und Nacht geöffnet ist. Der Ruheraum und verdunkelte Ecken ermöglichen versteckte Blicke und Berührungen.
Der junge Regisseur Andrew Ahn erzählt in diesem besonderen Coming-out-Film Davids und einen Teil seiner Geschichte zwischen verschiedenen Welten langsam, melancholisch, erotisch und liebevoll.

danach Bar mit leckeren Cocktails

http://q-movie-bar.de

Samstag, 02. Februar, 22:00 Uhr

Giliw Ko

My Dear

PH, 1939, 90 Min., OmU, digital

Regie: Carlos Vander Tolosa
Darsteller: Mila del Sol, Fernando Poe Sr., Ely Ramos

Antonio, Dirigent eines Jazz-Orchesters in Manila, entdeckt beim Besuch auf der Hacienda seiner Familie das Gesangstalent seiner Stiefschwester. Er überredet sie, mit ihm in die Stadt zu kommen ... Dabei erzählt der Film auch die metaphorische Geschichte einer unerfüllten Liebe.
"Giliw Ko" ist vermutlich der älteste, heute noch existente Film aus den Philippinen und die erste Produktion von LVN Pictures, die dank dieses Films zu einem der wichtigsten Filmstudios des Landes wurde.

Sonntag, 03. Februar, 18:00 Uhr
Samstag, 09. Februar, 22:00 Uhr

Mababangong Bangungot

Der parfümierte Alptraum

D/PH, 1977, 93 Min., OmU, 16mm

Regie: Kidlat Tahimik
Darsteller: Kidlat Tahimik, Dolores Santamaria, Katarina Müller, Hartmut Lerch

Ein philippinischer Jeepney-Fahrer träumt davon, nach Amerika auszuwandern und dort Astronaut zu werden. Als es ihm mit Hilfe eines Amerikaners gelingt, nach Paris zu kommen, wird seine Begeisterung für "den Westen" auf die Probe gestellt. Diese semi-autobiografische Fabel über das Erwachen eines jungen Filipino avancierte zum wichtigen Klassiker des postkolonialen Kinos.
Hans C. Blumenberg schrieb 1978 zum deutschen Verleihstart: "Ein Film, so bunt wie der Jeepney seines Helden, nie ausrechenbar als planes Lehr- und Polit-Stück, sondern eine wundersame Mischung aus lärmender Folkore, asiatischer Mythologie und surrealer Poesie."

Sonntag, 03. Februar, 20:00 Uhr
Sonntag, 24. Februar, 18:00 Uhr reservieren

Japanese Night #7 - Re:Born

JP, 2016, 100 Min., OmdU, digital

Regie: Yuji Shimomura
Darsteller: Tak Sakaguchi, Yura Kondo, Takumi Saito, Mariko Shinoda, Akio Otsuka

Toshiro, ehemaliger Special-Ops-Soldat einer Elite-Einheit, besitzt einen Laden auf dem Land und kümmert sich um seine Adoptivtochter Sachi - bis ein rätselhafter Mord passiert: Dahinter steckt sein ehemaliger Offizier, genannt "Phantom", der einen brutalen Rachefeldzug startet. Als seine Adoptivtochter entführt wird, gibt es für Toshiro kein Halten mehr - sein Kampfgeist bricht sich gnadenlose Bahnen. Ihm gegenüber: Eine Armee brutaler Killer! Der Bodycount steigt in schwindelerregende Höhen und kumuliert in einem Showdown, der den Atem nimmt ...
Hauptdarsteller Tak Sakaguchi und Action-Choreograph Yuji Shimomura setzten im Jahr 2000 mit "Versus" neue Maßstäbe im Actionfilm. Eigentlich bereits im Ruhestand, wollte es das Duo noch einmal wissen: Zusammen mit dem gefeierten Kampf-Choreographen Yoshitaka Inagawa entwickelten sie für "Re:Born" den neuen Kampfsport-Stil "Zero Range Combat". Die Wiederauferstehung ist mehr als geglückt: Ein Genuss für Actionfans und Standing Ovations beim "Fantastic Fest" in Austin, Texas. John Wick kann einpacken!

mit Einführung

in Zusammenarbeit mit Midori Impuls und Japan-Filmfest Hamburg

Dienstag, 05. Februar, 20:00 Uhr

Hörbar

Zentraler Treffpunkt für Konsumenten und Produzenten experimenteller Musik. Jeden Mittwoch 21:00 Uhr

www.hoerbar-ev.de

Mittwoch, 06. Februar, 21:00 Uhr
Mittwoch, 13. Februar, 21:00 Uhr
Mittwoch, 20. Februar, 21:00 Uhr
Mittwoch, 27. Februar, 21:00 Uhr
Hörbar

Turumba

Olympisches Gold

BRD/PH, 1981, 95 Min., OV, 16mm

Regie: Kidlat Tahimik
Darsteller: Homer Abiad, Iñigo Vito, Maria Pehipol, Patricio Abari

Das Porträt einer Familie, die in einem kleinen Ort, ca. 100 Kilometer von Manila entfernt, von der Herstellung von Pappmaché-Figuren lebt. Das Eintreffen einer deutschen Unternehmerin bricht diese Routine auf.
Der wohl konventionellste Film von Kidlat Tahimik entstand im Auftrag des ZDF. Tahimik nennt "Turumba" einen Film, der vom Einbruch des Kapitalismus in ein philippinisches Dorf handelt.

Donnerstag, 07. Februar, 19:00 Uhr
Sonntag, 17. Februar, 18:00 Uhr

Sinong Lumikha Ng Yoyo? Sinong Lumikha Ng Moon Buggy?

Who Invented the Yoyo? Who Invented the Moon Buggy?

BRD/PH, 1978/82, 94 Min., OV (dt./engl.), DCP

Regie: Kidlat Tahimik
Darsteller: Kidlat Tahimik, Kitlat Gottlieb De Guia, Gisela Wolfbauer, Victor de Guia

Die Quasi-Fortsetzung zu Tahimiks Debütfilm, von derselben Spiel- und Bastelfreude beseelt und genauso erfindungsreich. Diesmal ist das ersehnte Ziel allerdings das Weltall, und so geht es mit einer selbstgebauten Rakete ab dahin! Ganz nebenbei nimmt dieses Raumfahrt-Abenteuer der Dritten Welt die Geschichtsschreibung der "ersten" Welt auf die Schippe. Das alles geschieht vor dem Hintergrund der bayrischen Provinz. Soviel subversives Potential hätte man ihr gar nicht zugetraut.

Donnerstag, 07. Februar, 21:00 Uhr
Samstag, 09. Februar, 20:00 Uhr

Jomi - Lautlos, aber nicht sprachlos (Hamburg-Premiere)

Kinotreff für Gehörlose, Schwerhörige und Hörende

D, 2017/2018, 107 Min., OV mit UT für Gehörlose/Deutsche Gebärdensprache, DCP

Regie: Sebastian Voltmer

JOMI steht seit 40 Jahren als gehörloser Pantomime auf internationalen Bühnen. Seine Kunst erlernte er bei Marcel Marceau. Doch auf einer Russland-Tournee wird er betrogen und steht vor dem Nichts. Mit 65 Jahren wagt er den Neuanfang. Sebastian Voltmer begleitet ihn auf der Bühne und privat, ein inklusiver Dokumentarfilm.

Zu Gast sind JOMI, Regisseur Sebastian Voltmer, Produzent Manfred Voltmer und DGS-Dolmetscherin.

Mit freundlicher Unterstützung der Gesellschaft für Gebärdensprache und Kommunikation Gehörloser

www.kinotreff.wordpress.com

Freitag, 08. Februar, 20:00 Uhr

Ang Ninanais

Refrains Happen Like Revolutions in a Song

PH, 2010, 118 Min., OmU, digital

Regie: John Torres
Darsteller: Che Villanueva, Tope Grabato, Ciriaco Gibraltar

Eine junge Frau treibt von den Bewohnern Guimbals auf der Insel Panay Schulden ein, darüber hinaus sammelt sie Träume, Geschichten und Erinnerungen. Von ihrem Job gelangweilt, driftet sie immer mehr in ihre Traumwelt ab, in der sich lokale Mythen und Geschichte vermischen.
Auch der Filmemacher folgt Träumen, sammelt Geschichten und Gedichte (Eric Gamalinda, Joel Toledo). "Ein geheimnisgetränktes, von den Geistern der kolonialen Vergangenheit heimgesuchtes und doch federleicht, spielerisch inszeniertes Cine-Gedicht." (Lukas Foerster)

Sonntag, 10. Februar, 18:00 Uhr
Donnerstag, 14. Februar, 20:00 Uhr
Samstag, 23. Februar, 17:30 Uhr reservieren

Big Boy

PH, 2011, 89 Min., OmeU, digital

Regie: Shireen Seno
Darsteller: John Lloyd Evangelista, Ian Lomongo, Pamela Miras

Eine Coming-of-Age-Geschichte aus der philippinischen Provinz, angesiedelt in den 1950er Jahren, kurz nach dem Abzug der US-amerikanischen Truppen. Die Eltern eines Jungen haben von ihrem Sohn die Vorstellung, dass er groß sein muss, dafür ist ihnen jedes Mittel recht. Auf Super8 gedreht, verknüpft der Film einzigartig autobiografische Fragmente und kollektive Imagination.

Sonntag, 10. Februar, 20:30 Uhr
Sonntag, 17. Februar, 20:00 Uhr

Dokumentarfilmsalon auf St. Pauli: Die mit dem Bauch Tanzen

D, 2013, 79 Min., digital

Regie: Carolin Genreith

Altwerden ist hässlich. Altwerden macht Falten und Hängebrüste. Altwerden in Würde, das geht nicht. Davon ist Carolin überzeugt. Sie selbst fühlt sich mit 25 Jahren schon ausgelaugt und steckt tief in der Quarterlife-Crisis. Ihre Mutter jedoch will diesen Klischees so gar nicht gerecht werden. Während ihrer Wechseljahre krempelt diese ihr Leben komplett um. Sie findet einen neuen Partner, schließt sich einer Bauchtanzgruppe an und wird glücklich. Kann man als Frau etwa doch altern und zufrieden sein?

Bar und Salon ab 18:30 Uhr geöffnet. Eintritt auf freiwilliger Spendenbasis.
Näheres unter:

www.dokumentarfilmsalon.org

Dienstag, 12. Februar, 20:00 Uhr

Bakit Dilaw Ang Gitna Ang Kulay Ng Bahaghari

Why is Yellow at the Middle of the Rainbow?

PH, 1984/1994, 175 Min., OV (dt./engl.), DCP

Regie: Kidlat Tahimik
Kamera: Kidlat Tahimik

Kidlat Tahimiks Opus Magnum, in dem er von 1984 bis 1994 gefilmtes Material zu einer fesselnden Melange aus Alltagsereignissen, Familienszenen, Zufallsbeobachtungen und Reisedokumentationen zusammenführt. Er gibt damit zum einen Einblick in die Familiengeschichte und zum anderen in die jüngste Geschichte des Marcos-Regime (1972-1986) und die Geografie der Philippinen. Dabei steht das Private gleichbedeutend neben dem Politischen.

Samstag, 16. Februar, 20:00 Uhr
Donnerstag, 21. Februar, 20:00 Uhr reservieren

Balikbayan #1 - Memories of Overdevelopment Redux III

PH, 2015, 140 Min., OmeU, DCP

Regie: Kidlat Tahimik
Darsteller: Mitos Benitez, Jeff Cohen, Kabunyan de Guia, Katrin de Guia

Eine Pappschachtel voller Filmrollen wird aus der Erde ausgebuddelt, darin enthalten ist in den 1980ern gedrehtes Material, dies bildet den einen Teil von Tahimiks aktuellster Arbeit. Balikbayan bedeutet in Tagalog zurückkehrender Gastarbeiter und ist der andere Teil dieses Gedankenexperiments. Was wäre, wenn ein Opfer der frühen Kolonialisierung eine historische Pioniertat vollbracht hätte, die seinen Herren verwehrt war - nämlich als erster Mensch die Welt zu umrunden?
Ein vielschichtiger Film, ein home-movie, ein farbenprächtiges Epos, eine Studie des Kolonialismus, ein Korrektiv der Geschichte und eine Hommage an das, was Tahimik "Indio-Genius" nennt.

Samstag, 23. Februar, 20:00 Uhr reservieren
Donnerstag, 28. Februar, 20:00 Uhr reservieren

Ának Araw

Albino

PH/USA, 2013, 70 Min., OmeU, digital

Regie: Gym Lumbera
Darsteller: Jay G. De La Vega

Ein surrealer Blick auf die Zeit der kulturellen und sprachlichen Kolonisierung der Philippinen während der militärischen und wirtschaftlichen Abhängigkeit von den USA nach 1946. Im Stil des frühen ethnologischen Kinos wird die Geschichte eines Albinos im philippinischen Hinterland erzählt, der überzeugt ist, ein Nachkomme der amerikanischen Besatzer zu sein. Mit Hilfe eines tagalog-englischen Wörterbuchs versucht er, Englisch zu lernen. Eine Einladung zur Reflexion über die Macht von Sprache.

Samstag, 23. Februar, 23:00 Uhr reservieren
Sonntag, 24. Februar, 20:00 Uhr reservieren

Dokumentarfilmsalon auf St. Pauli: Hobbyhorse Revolution

FI/SE, 2017, 88 Min., OmeU, digital

Regie: Selma Vilhunen

Mit dem Steckenpferd durch das Dressurviereck und über Hindernisse, das ist Hobby Horsing. Was zunächst skurril klingt, ist eine immer beliebter werdende Freizeitbeschäftigung finnischer Mädchen und junger Frauen. Sie basteln ihre Pferde selbst, studieren beim ausdauernden Training ihre Küren ein und treten in landesweiten Wettbewerben an. Innerhalb dieser Subkultur machen sie ihre Regeln selbst, erleben Zusammenhalt, erfahren Anerkennung aber auch Trost in schwierigen Zeiten. War das Steckenpferd früher ein Spielzeug für Kleinkinder, wandelt es sich in Finnland nun zum Symbol weiblichen Empowerments.

Bar und Salon ab 18:30 Uhr geöffnet. Eintritt auf freiwilliger Spendenbasis.
Näheres unter:

www.dokumentarfilmsalon.org

Dienstag, 26. Februar, 20:00 Uhr reservieren