Das Kino auf St. Pauli
ohne Werbung. im Hinterhof. in 2D und Stereo!

Unser Programm im September 2017

Peter Greenaway

Eigentlich ist in der Kinematographie seit den 1960er Jahren nichts wirklich Spannendes mehr passiert. Das zumindest sagt Peter Greenaway, der ursprünglich einmal Maler werden wollte. Er wechselte den Pinsel gegen eine Bolex und begann, sich selbst zu widerlegen. Nach ersten Versuchen im Experimentalfilm wurde Greenaway in den 1980er Jahren zum Inbegriff des künstlerischen, postmodernen Kinos. Bildgewaltige Zitatspektakel, in denen allein in einer Sekunde schon ein ganzes Jahrtausend Kunstgeschichte steckte, mediale Gesamtkunstwerke, in denen Bild, Musik, Tanz und alles andere minutiös aufeinander abgestimmt waren, Spielfilme, die immer am Rande des Erzählerischen entlangschrammten und niemals nur auf einer Ebene funktionierten. Kunstwerke, die sich nicht auf Kino oder Galerie, auf Malerei oder Film festlegen lassen wollten.

Samstag,
02.09.
16:00
19:30
22:00
Sonntag,
03.09.
19:00
21:30
Dienstag,
05.09.
20:00
Mittwoch,
06.09.
21:00
Donnerstag,
07.09.
19:00
21:30
Samstag,
09.09.
20:00
22:00
Sonntag,
10.09.
19:00
21:30
Dienstag,
12.09.
20:00
Mittwoch,
13.09.
20:00
Hörbar
Donnerstag,
14.09.
19:00
21:00
Samstag,
16.09.
20:00
23:59
Sonntag,
17.09.
19:00
21:30
Dienstag,
19.09.
20:00
Mittwoch,
20.09.
21:00
Hörbar
Donnerstag,
21.09.
19:00
21:00
Freitag,
22.09.
19:00
21:00
Samstag,
23.09.
17:00
19:00
21:00
Sonntag,
24.09.
15:00
19:00
21:00
Dienstag,
26.09.
20:00
Mittwoch,
27.09.
21:00
Hörbar
Donnerstag,
28.09.
19:00
21:30
Freitag,
29.09.
19:00
21:30
23:00
Samstag,
30.09.
00:15
10:00
14:00
16:00
18:45
21:00
22:30
Sonntag,
01.10.
01:00
10:00
12:30
15:30
17:00
18:30

Die Veranstaltungen im Einzelnen

Kinotreff für Gehörlose, Schwerhörige und Hörende: Kino für Kids

Immer mit dabei - der kleine Maulwurf. Der Eintritt ist frei. Nähere Infos zum Programm unter:

120 min

www.kinotreff.wordpress.com

Samstag, 02. September, 16:00 Uhr

The Pillow Book

NL/GB/F/LUX, 1996, 126 min, OF, digital

Regie: Peter Greenaway
Darsteller: Vivian Wu, Yoshi Oida, Ewan McGregor

Die Dichterin und Kalligrafin Nagiko wird von ihrem frauenverachtenden Verleger nicht ernstgenommen. Doch da der Verleger ein Faible für den hübschen Übersetzer Jerome hat, der sich wiederum in Nagiko verliebt hat, ist Nagikos Plan schnell gefasst: Sie beschreibt Jeromes nackten Körper mit ihrer Tinte und schickt ihn zum Übersetzer. Der ist begeistert, von Jerome wie von der Kalligrafie, und fordert 12 weitere Werke. Doch für wen wird sich Jerome entscheiden? Für die Künstlerin oder den mächtigen Verleger?

Samstag, 02. September, 19:30 Uhr
Sonntag, 10. September, 21:30 Uhr
Sonntag, 17. September, 19:00 Uhr

Eisenstein in Guanajuato

NL/B/SF/MX/F, 2015, 105 min, OmU, DCP

Regie: Peter Greenaway
Darsteller: Elmer Bäck, Luis Alberti

Nachdem der Aufstieg Stalins dem schwulen Regisseur Sergei Eisenstein das Leben in der Sowjetunion immer schwerer macht, flieht der Star der sowjetischen Filmavantgarde nach Mexiko. Dort will er einen neuen Film drehen, vielleicht aber auch endlich sein Coming-out finden. Doch so einfach macht es ihm das morbide Mexiko nicht. Hin- und hergerissen zwischen Thanatos und Eros, zwischen Stummfilm-Montage und Humanismus wird hier das Porträt von jemandem gezeichnet, der sich als Mensch wie als Künstler erst noch finden muss, ohne sich ganz in der Montage der Attraktionen zu verlieren.

Am 2.9.: nach dem Film Bar mit leckeren Cocktails

http://www.q-movie-bar.de

Samstag, 02. September, 22:00 Uhr
Samstag, 09. September, 20:00 Uhr
Donnerstag, 14. September, 19:00 Uhr

Drowning by Numbers

GB/NL, 1988, 118 min, OF, 35mm

Regie: Peter Greenaway
Darsteller: Joan Plowright, Juliet Stevenson, Joely Richardson

Drei Frauen aus drei Generationen haben die Schnauze voll von ihren gewalttätigen, faulen und dummen Männern. Sie müssen sterben. Wie gut, dass der örtliche Leichenbeschauer sich von den Frauen bezirzen lässt. Ein groteskes Stilleben voller Rätsel, Spiele und Abzählreime. Wer es schafft, alle Zahlen von 1 bis 100 im Film zu entdecken, wird noch viel mehr Spaß an diesem postmodernen Spektakel haben.

Sonntag, 03. September, 19:00 Uhr
Donnerstag, 07. September, 19:00 Uhr
Samstag, 09. September, 22:00 Uhr

Prospero's Books

GB/NL/F/I/J, 1991, 124 min, OmU, digital

Regie: Peter Greenaway
Darsteller: John Gielgud

Auf den ersten Blick ist es die Story aus Shakespeares Sturm: Der Zauberer Prospero sitzt alt und verbittert in der Verbannung, während seine Tochter sich in den Sohn seines Erzfeindes verliebt und sein guter Geist Ariel ihm zuredet, die Vergangenheit endlich ruhen zu lassen. Doch Prospero ist nur der Ausgangspunkt eines barocken Geflechts aus Kunst und Literatur. Greenaway entzündet hier nicht nur ein postmodernes Zitatspektakel, sondern kombiniert verschiedenste künstlerische Mittel, von Pantomime über Animation und Tanz bis hin zu den ersten digitalen Composit-Verfahren.

Sonntag, 03. September, 21:30 Uhr
Sonntag, 10. September, 19:00 Uhr
Donnerstag, 28. September, 19:00 Uhr reservieren

Selbstkritik eines bürgerlichen Hundes

D, 2017, 99 min, OmeU, DCP

Regie: Julian Radlmaier

Ein bürgerlicher Hund legt Zeugnis ab, über seine Entwicklung vom verliebten Filmemacher, zum Apfelpflücker, Revolutionsverräter und letztendlich Vierbeiner. "Mit einer Mischung aus Agitprop-Theater, Filmessay und burlesker Komödie inklusive dosierter Slapstick-Einlassungen arbeitet sich "Selbstkritik" an einem ganzen Thesenkatalog zum richtigen Leben im falschen ab." (Andreas Busche)

Dienstag, 05. September, 20:00 Uhr
Dienstag, 19. September, 20:00 Uhr
Donnerstag, 28. September, 21:30 Uhr reservieren

Hörbarkonzert: Lasse-Marc Riek

www.hoerbar-ev.de

Mittwoch, 06. September, 21:00 Uhr
Hörbar

Nightwatching

GB/PL/CAN/NL, 2007, 134 min, OF, digital

Regie: Peter Greenaway
Darsteller: Martin Freeman, Emily Holmes

Eigentlich sollte der 36-jährige Rembrandt van Rijn nur das Porträt einer Bürgerwehr unter dem Kapitän Frans Banning Cocq malen. Doch als einer der Soldaten ermordet wird, macht sich Rembrandt auf die Spurensuche und entdeckt eine weitläufige Verschwörung. Da ihm als sozialem Aufsteiger keiner glauben würde, versucht er, die Verschwörung in seinem Gemälde verschlüsselt zu entlarven. Doch dummerweise kommen ihm die Porträtierten zuerst auf die Spur.

Donnerstag, 07. September, 21:30 Uhr
Sonntag, 17. September, 21:30 Uhr

Dokumentarfilmsalon auf St. Pauli: Oriented

UK/IL, 2015, 80 min, digital, OmU

Regie: Jake Witzenfeld

Oriented folgt dem Leben von drei homosexuellen, palästinensischen Freunden auf der Suche nach ihrer nationalen und sexuellen Identität in Tel Aviv, Israel. Khader, ein "Tel Aviv Darling" aus einer prominenten muslimischen Mafiafamilie, lebt mit seinem Jüdischen Freund zusammen - einem lokalen LGBT Impresario. Er bewegt sich in einem Konfliktfeld zwischen Wunsch nach Veränderung und einer scheinbar aussichtslosen gesellschaftlichen Situation. Fadi ein glühender palästinensischer Nationalist ist schuldbeladen durch die Affäre mit einem jüdischen Israeli. Naeem muss seine Familie mit der Wahrheit über seine Sexualität konfrontieren.

Salon und Bar ab 18:30 Uhr geöffnet, Eintritt auf freiwilliger Spendenbasis.

www.dokumentarfilmsalon.org

Dienstag, 12. September, 20:00 Uhr

RE:FOKUS

Bilder, Sounds und deren Zusammenspiel, audiovisuelle Kunst und Austausch über aktuelle Entwicklungen.

Mittwoch, 13. September, 20:00 Uhr
Hörbar

Cloclo und ich (Premiere)

CH, 2016, 105 min, OmU, digital

Regie: Stefano Knuchel

Was ist 395 Jahre alt und hat Alkoholismus, Gefängnis, Drogen, Betrügereien und Depressionen überlebt? Meine Familie! Mein Vater war ein Gauner, und ich verbrachte meine Kindheit auf der Flucht vor der Polizei - bis er verhaftet wurde. Die Quittung für diese vergnüglichen Jahre hat uns das Leben erst später präsentiert. Meine vier Geschwister sind abgestürzt, meine Mutter hat die Scheidung eingereicht, und daraufhin ist mein Vater gestorben. Überraschenderweise ist er nach 15 Jahren wieder auferstanden. In diesem Moment habe ich mich daran erinnert, wie schön das Leben war, als ich Cloclo war.

Donnerstag, 14. September, 21:00 Uhr
Sonntag, 24. September, 21:00 Uhr reservieren

Filmische Schwestern - Die Welt als Kante

120 min

Regie: Monica Pantel, Sonja Roczek

In dieser neuen Reihe werden in losen Abständen  Künstlerinnen vorgestellt, deren Arbeitsweise voneinander beeinflusst wurde und die unter anderem mit dem Medium Film arbeiten. Den Anfang machen Monica Pantel (Köln) und Sonja Roczek (Hamburg), die in ihren ersten Super 8-Filmen Ende der 90er gemeinsam verschiedene Orte der Stadt mit konstruktivistischem Spuk bespielten. Während Pantel den Film zum Anlass nimmt, unterschiedliche künstlerische Disziplinen zu verknüpfen und Dinge und Menschen durch Versuchsanordnungen und plastische Handlungen zu verhexen versucht, übernimmt Roczek in ihren Filmen, als minimal stilisierte Darstellerin, ähnlich einem traurigen Clown, sämtliche Rollen, dreht allein daheim, um am Ende des Tages ihr eigenes Publikum zu sein.
Beide Frauen verstehen sich nicht als Filmemacherinnen, sondern inszenieren aus dem Atelier heraus Bilder und Situationen, die Filme werden können und draußen etwas von drinnen erzählen.

Samstag, 16. September, 20:00 Uhr

Midnightmovie: George Romero

Gedenkabend mit Überraschungsfilm

Der Meister der Untoten, George A. Romero, ist am 16. Juli von uns gegangen. Ein trauriger Anlass um sein Schaffen in einem Midnight Movie Special, mit einem seiner Klassiker zu fröhnen. Denn meiner Meinung (Manu, Anmerkung der Redaktion) nach gibt es nur drei Dinge, die bei der Trauerbewältigung helfen können: Ein toller Film, Musik von Goblin und die Atmosphäre eines Kaufhauses. Als kleines Plus gibt es auch dieses Mal wieder eine Einführung und ein Quiz.

Samstag, 16. September, 23:59 Uhr

Hörbar

Zentraler Treffpunkt für Konsumenten und Produzenten experimenteller Musik. Jeden Mittwoch 21:00 Uhr

www.hoerbar-ev.de

Mittwoch, 20. September, 21:00 Uhr
Mittwoch, 27. September, 21:00 Uhr
Hörbar

UNERHÖRT!: Tony Conrad: Completely in the Present

USA, 2016, 95 min

Regie: Tyler Hubby

Er war Videokünstler, Filmemacher, Musiker, Komponist, Schriftsteller, Professor. Arbeitete mit Stockhausen, Sonic Youth, La Monte Young, Faust. Und zeichnet sich auch noch verantwortlich für den Namen einer in der Musikhistorie des 20. Jahrhunderts nicht ganz unwichtigen Band: The Velvet Underground. Tony Conrad war einer der ganz großen Avantgardekünstler unserer Zeit ? und ist einem Großteil dieser Welt doch sträflich unbekannt.

„Tony Conrad ? Completely in the Present“ macht nun das überbordende Schaffen des 2016 verstorbenen Multikreativen greifbar. 22 Jahre lang begleiteten die Dokumentarfilmer Tyler Hubby und Paul Williams Conrad mit der Kamera. Entstanden ist ein eigenes Kunstwerk, das mit vertraulichen Szenen Conrads und seiner Mitarbeiter sowie Archivaufnahmen, Interviews und nicht zuletzt seiner Kunst selbst die spielerische Radikalität des Künstlers Tony Conrad nahebringt.

http://www.unerhoert-filmfest.de/tony-conrad-completely-in-the-present/

Donnerstag, 21. September, 19:00 Uhr

UNERHÖRT!: Sound System

D/F, 2013, 45 min

Regie: Sébastien Carayol, Katie Callan

Lastwagen nehmen, Generator, Plattenspieler, Boxen drauf, fertig ist die mobile Disko: das Sound System. Seit den spontanen Anfängen in jamaikanischen Ghettos vor sechs Jahrzehnten haben sich Idee und Begriff weltweit ausgedehnt. Sound Systeme trugen maßgeblich zur Entwicklung von DJ-Kultur, MC-ing, Rap oder dem Remixen bei.

Die zehnteilige, von Arte Creative produzierte Miniserie „Sound System“ verfolgt die Spuren dieses stilprägenden Meilensteins der Musikgeschichte: von den Straßen Jamaikas bis in die Clubs von London und Belém. „Sound System“ nähert sich dabei verschiedensten Aspekten der Kultur: gefeierten Selectors, Unverzichtbarkeiten wie dem Ghettoblaster, besessenen Sammlern seltener Platten. Und erzählt so eine vielen noch unbekannte, aber umso aufregendere Geschichte: die einer karibischen Folklore, die zu einem universellen Sprachrohr der Straße wurde.

http://www.unerhoert-filmfest.de/sound-system/

Donnerstag, 21. September, 21:00 Uhr

UNERHÖRT!: I'm Gone: A Film About Amy

CAN, 2015, 82 min

Regie: Julie Bourbonnais, Genevieve Philippon

Drei Drogenabhängige auf Entzug, zwei Filmemacher, zehn Millionen Moskitos, 20 Stunden von Montreal nach Nova Scotia und zwölf Tage, um ein Album aufzunehmen. Um zu beweisen, dass es möglich ist. Möglich, am Leben zu bleiben. Sich selbst neu zu erfinden. „I'm Gone: A Film About Amy“ erzählt eine Geschichte von Kampf und Überleben.

Die Geschichte von Amy Goldberg: Frau, Mutter, Drogenabhängige, Liebhaberin, Mentorin, Lügnerin, Musikerin. Kein typisches Porträt eines Junkies. Ein Roadtrip zurück ins Leben, auf dem Julie Bourbonnais und Geneviève Philippon Amy und ihre Band No Family begleiten, um Meile für Meile weiter vorzudringen, in Abgründe, hinter Fassaden zu blicken und schließlich den Mensch Amy Goldberg zu offenbaren.

http://www.unerhoert-filmfest.de/im-gone-a-film-about-amy/

Freitag, 22. September, 19:00 Uhr reservieren

UNERHÖRT!: Raw Chicks.Berlin

D, 2017, 105 min

Regie: Beate Kunath

Der Dokumentarfilm RAW CHICKS.BERLIN zeigt elf facettenreiche Porträts internationaler, in Berlin lebender Musikerinnen. Dabei liegt der Fokus auf Live-Acts, also Frauen, die mit ihrem Equipment auf die Bu?hne kommen und ihre eigenen Songs und Kompositionen präsentieren. Das musikalische Spektrum reicht dabei von experimenteller, u?ber noise-basierte elektronische bis hin zur elektro-akustischen Musik. Regisseurin Beate Kunath gibt einen Einblick in die vielfältige und lebendige aktuelle Musikszene Berlins und schafft mit der Präsentation dieser Ku?nstlerinnen ein Zeitdokument. Oftmals sind es Männer, die in die Geschichtsschreibung eingehen und so ist der Film auch eine Gelegenheit, diesen Prozess maßgeblich mitzubestimmen.

http://www.unerhoert-filmfest.de/raw-chicks-berlin/

Freitag, 22. September, 21:00 Uhr reservieren

UNERHÖRT!: Bülbül & Sonica Sequence (Doppelprogramm)

76 min

Bülbül
D/TR/I, 2015, Regie: Isil Karatas
Drei Jazz-Musiker aus Berlin probieren sich während einer Sommerreise durch Osteuropa als Straßenmusiker. Auf ihrem Weg von Berlin über Prag, Budapest und Split bis nach Istanbul spielen sie an den absonderlichsten Orten, die gerade auf ihrem Weg liegen.
In "Bülbül" folgt die experimentelle Schwarz-Weiß-Kamera der in Istanbul geborenen Filmemacherin Isil Karatas unaufhörlich den nomadenhaften Performern, ihren ungewöhnlichen Routinen und den skurillen Situationen, in die sie geraten. Die mit Saxophon, Schlagzeug und E-Gitarre erzeugte energetische Musik des Trios entwickelt sich dabei parallel zu den eigentümlichen Szenerien und ihrem mannigfaltigen Publikum ? von Kindern über Tiere und tanzende Passanten bis zu unvergänglichen Bäumen.

Sonica Sequence
SWE/I, 2017, Regie: Pether Lindgren, Lisa Nordström
Lasst uns Babel und die Bibel über Bord werfen. Und Musik zur "einen Sprache" machen. In der Doku "Sonica Sequence" mutiert Rhythmus zur Grammatik, Sound zur Vokabel. Ihre elektronischen Instrumente im Gepäck, reiste die schwedische Musikerin Lisa Nordström nach Kuba, Japan, Zypern, Indonesien. Keine Proben. Keine Plakate. Was da in verlassenen Ballsälen, Unterführungen, dunklen Gassen passiert, basiert auf Improvisation. Menschen verschiedener Kontinente begegnen sich, musizieren miteinander, interagieren mit dem spontan formierten Publikum. Ohne Erwartungen, ohne dieselbe Sprache zu sprechen. Oder haben sie nicht längst eine gemeinsame gefunden? Die Sprache der Musik.

http://www.unerhoert-filmfest.de/buelbuel/

http://www.unerhoert-filmfest.de/sonica-sequence/

Samstag, 23. September, 17:00 Uhr reservieren

UNERHÖRT!: Chuzpe

AT, 2017, 88 min

Regie: Peter Ily Huemer

Wien, Ende der 1970er-Jahre. Als erste Punkband knallt Chuzpe in die "tote Stadt". Regisseur Peter Ily Huemer verdichtet Anekdoten ehemaliger Szeneakteure und intime Erinnerungen an die Band zum zutiefst wienerischen Porträt des hiesigen Underground, der sich Jahrzehnte später als Avantgarde entpuppt haben wird ? eine lustvolle Reminiszenz an Punk, New Wave und eine Wiener Jugend, die die Frechheit ? wenn nicht zu sagen die Chuzpe ? besaß, sich mit dem Repertoire von drei Akkorden auf eine Bühne zu stellen. Denn Musiker war keiner von ihnen. Es ging um Widerstand, Rebellion, Drogen, Zerstörungsdrang. Subversiv waren die Texte, simpel der Sound. Ein kritisches Denkmal, ein sympathisches Kammerspiel, in dem Bandmitglieder von Chuzpe über Gleitmittel bis Blümchen Blau einmal mehr ihre Stimme erheben dürfen.

http://www.unerhoert-filmfest.de/chuzpe/

Samstag, 23. September, 19:00 Uhr reservieren

UNERHÖRT!: Punk im Alter

D, 2017, 51 min

Regie: Olaf Ballnus

Porträt unter Jugendfreunden. Punk als parodistische Veranstaltung, seit 30 Jahren unermüdlich als Die Kassierer um Sänger Wölfi aufgeführt. Vom sozialen Rand des Ruhrpotts, von Wattenscheid - früher selber Stadt, jetzt zu Bochum eingemeindet - bis ins Herz bundesdeutscher Privat-TV-Unterhaltung. Inclusive Schocker-Fame per Blankziehen in Live-Sendung Circus HalliGalli von Joko und Klaas (die in diesem Film auch vorkommen, und zwar als dermaßen wohlwollende Unterstützer im Geiste, dass einem Die Kassierer vorkommen wollen als die Hausband ihrer Sendung).
Und wie es dann so ist bei Satirikern: Rampensau bleibt Rampensau, auch vor der Kamera, jetzt aber in der Version des kalt lächelnden Alterspräsidenten der Wertevernichtung. Schnell wird deutlich: Den Kassierern u. vorne weg Wolfgang Wendland ist weiterhin nix heilig. Gespür hatte man immer, jetzt kommt auch noch Erfahrung dazu. Beides zusammen verhindert, dass man sich von den Bedingungen allgemeiner Wurschtigkeit blenden lässt. Man weiß immer noch ganz genau, wie man weh tut. Und zwar jeder Form von Haltungsfloskel. Wobei Ehrlichkeit u. Eloquenz im Vortrag den abgebrochenen Akademiker zum Vorschein bringen, der mit Freuden den Elefanten im Ressentiment-Schuppen gibt. Ja, das ist der Humor alter Männer einer spezifischen Subkultur, aber einer von der Sorte konsequent gelebten Alltagsanarchismus und von daher allgemeingültig und zeitlos!

http://www.unerhoert-filmfest.de/punk-im-alter/

Samstag, 23. September, 21:00 Uhr reservieren

Arab Filmclub: Kick Off

Irak, 2009, 81 min, OmU, digital

Regie: Shawkat Amin Korki

Im Fußballstadion in Kirkuk haben sich die verschiedensten Familien eingenistet, um darauf zu warten, dass sich außerhalb des Stadions das Leben wieder normalisiert. Ihr improvisierter Alltag ist längst zur Normalität geworden. Shawkat Amin Korki inszeniert ein Stück Gegenwart, in dem die Realität Komödie spielt und die Menschen auf eine Zukunft warten, die vielleicht einmal kommt und vielleicht auch nie.

Der Eintritt ist frei.

Sonntag, 24. September, 15:00 Uhr reservieren

Special zur Bundestagswahl: Kurze Ecke

D, 2014, 95 min, DCP

Regie: Bernd Schoch
Kamera: Karsten Krause
Musik: Kammerflimmer Kollektief

Bundestagswahl 2013: weit entfernt vom Zentrum der Macht spielt sich ganz lakonisch das normale Leben ab. In der Kurzen Ecke bestimmt norddeutscher Theken-Talk die Agenda. Es wird wie jeden Sonntag getrunken, geknobelt und Karten gespielt, nur ab und zu dringt die Wahlberichterstattung aus dem Fernseher. Eine Hommage an die Hamburger Eckkneipen-Kultur.

mit Gästen (ab 18:00 Uhr Übertragung der Hochrechnungen)

Sonntag, 24. September, 19:00 Uhr reservieren

Dokumentarfilmsalon auf St. Pauli: Waiting for B.

BR, 2015, 71 min, digital, OmU

Regie: Paulo Cesar Toledo, Abigail Spindel

Zwei Monate sind es noch bis zu Beyonces Konzert in Brasilien. Doch ihre treuesten Fans zelten bereits vor dem Stadion in São Paulo. Eine queere Gesellschaft auf Zeit: Mit eigenen Konflikten, Freundschaften und Regeln - und jeder Menge Twerking.

Salon und Bar ab 18:30 Uhr geöffnet, Eintritt auf freiwilliger Spendenbasis.

www.dokumentarfilmsalon.org

Dienstag, 26. September, 20:00 Uhr reservieren

2. Hamburger Film-In: Eröffnung

Tradition ist nicht die Anbetung der Asche, sondern die Weitergabe des Feuers.
1967-2017. Jubiläumsprogramm mit Filmen von über 50 Filmschaffenden aus Hamburg mit zahlreichen Gästen. In Kooperation mit dem Abaton-Kino und Unterstützung der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein.

Zu Gast sind Werner Grassmann sowie Birgit Hein und Adrienne Goehler.

Das Eröffnungsprogramm ist aufgrund vieler geladener Gäste bereits ausgebucht. Wir laden aber herzlich zum Umtrunk im Anschluss gegen 21 Uhr ein.

Freitag, 29. September, 19:00 Uhr

2. Hamburger Film-In: Programm I - Im Kreise der Lieben

D, 1990/91, 79 min, digital

Regie: Hermine Huntgeburth

Maria Grund, ihre Mutter Gertrud und ihre Großmutter leben gemeinsam in einer Altbauwohnung. Als Familienvorstand gibt Emmi den Ton in der männerfreien Zone an, auch wenn Gertrud bisweilen Entzugserscheinungen zeigt. Maria sorgt für die Finanzen: Als Heiratsschwindlerin reist sie quer durch die BRD. Ihr aktueller Fang ist der vermögende, blind verliebte Werner, ihre nächste Eroberung jedoch, Kurt, entpuppt sich als Kollege in Sachen Heiratsschwindel. Die Lage für Maria, Gertrud und Emmi eskaliert, als Werner und Kurt hinter Marias Geheimnis kommen und plötzlich vor der Wohnungstür der Grunds auftauchen. Doch die tatkräftigen Frauen lösen auch dieses Problem und setzen sich entschlossen zu Wehr. Und für männliche Opfer ist "im Kreise der Lieben" - auf die eine oder andere Art - immer noch ein Plätzchen frei.

Der Eintritt ist frei. Spenden sind willkommen.

Freitag, 29. September, 21:30 Uhr

2. Hamburger Film-In: Programm II - Kurzfilmprogramm

SEEK II - D 2017, digital, Regie: Lutz Dammbeck
Répéter alba negra (weiße Nächte) - D 2006, 16mm, Regie: Jeanne Faust
Berichte aus den Wach & Patrouillen - BRD 1985, Regie: Helke Sander
Headquarters - D 1992, 16mm, Regie: Hanna Nordholt, Fritz Steingrobe

Zu Gast sind Hanna Nordholt und Fritz Steingrobe.
Der Eintritt ist frei. Spenden sind willkommen.

Freitag, 29. September, 23:00 Uhr

2. Hamburger Film-In: Programm III - Decoder

BRD, 1982/83, 90 min, digital, Idee und Buch: Klaus Maeck

Regie: Muscha

Ausgehend von der Idee, dass der Mensch durch Klänge manipulierbar ist, nimmt der Soundbastler F.M. mit seinem Kassettenrecorder kurzerhand alles auf, was sich zwischen Fast Food Läden und deren säuselnder Hintergrundmusik abspielt. Er will eine Waffe gegen die herrschende funktionelle Musik (Muzak) finden. Im Heim-Studio dekodiert F.M. das aufgenommene Material, stellt es neu zusammen - und erschafft dabei ein musikalisches Nervengift. Kaum ist das neue Tape abgespielt, versinkt die ganze Stadt im Chaos.
Vorprogramm: Musikvideo DENKEN SIE GROSS von auge altona (Timo Schierhorn und Katharina Duve)

Zu Gast ist Klaus Maeck.

Der Eintritt ist frei. Spenden sind willkommen.

Samstag, 30. September, 00:15 Uhr

2. Hamburger Film-In: Programm IV - Kurzfilmprogramm

Traum Wolken Exil - D 2017, digital, Regie: Peter Ott, Ute Holl
Swingpfennig Deutschmark - D 1994, Regie: Margit Czenki
Traum Wolken Exil - D 2017, digital, Regie: Peter Ott, Ute Holl
Landfriedensbruch - BRD 1967/68, 16mm, Regie: Theo Gallehr

Zu Gast sind Peter Ott, Ute Holl und Margit Czenki.

Der Eintritt ist frei. Spenden sind willkommen.

Samstag, 30. September, 10:00 Uhr

2. Hamburger Film-In: Programm V - Kurzfilmprogramm

Erst die Arbeit und dann - BRD 1984, digital, Regie: Detlev Buck
Das satanische Dickicht - D 2016, digital, Regie: Willy Hans
Wunschkonzert - D 2016, DCP, Regie: Marlene Denningmann

Der Eintritt ist frei. Spenden sind willkommen.

Samstag, 30. September, 14:00 Uhr

2. Hamburger Film-In: Programm VI - Streetscapes (Dialogue)

D, 2015-17, 132 min, DCP

Regie: Heinz Emigholz

Ein Filmregisseur vertraut sich seinem Gegenüber an. Er spricht über den kreativen Prozess, über Arbeitsblockaden, künstlerische Krisen und schöpferische Kräfte. Mittendrin nimmt die Idee Gestalt an, das Gespräch zu einem Film werden zu lassen. Es ist der Film, in dem wir die beiden gerade sehen. Auf einem fünftägigen analytischen Marathon, den Heinz Emigholz mit dem Trauma-Spezialisten Zohar Rubinstein unternahm, basiert das auf essentielle Fragen des Filmemachens konzentrierte Drehbuch zu dem Spielfilm "Streetscapes [Dialogue]". Das inszenierte Gespräch wird zum Schlüsselfilm nicht nur der Streetscapes-Serie, sondern für das Gesamtwerk des Regisseurs, das sich dem Erleben von Architektur widmet.
In und um Gebäuden von Julio Vilamajó, Eladio Dieste und schließlich Arno Brandlhuber diskutieren John Erdman als Filmregisseur und Jonathan Perel als Analytiker Zusammenbrüche und Durchbrüche, die Kamera als Mittler und betreiben Ursachenforschung in der Kindheit des Künstlers. Mit der architektonischen Kulisse ist der Gegenstand immer präsent. Spielerisch gelingt Emigholz in diesem Film so, wonach sein Schaffen längst strebte: die Gleichberechtigung von Vordergrund und Hintergrund.
Quelle: 67. Internationale Filmfestspiele Berlin (Katalog)

Hamburg-Premiere. Zu Gast ist Heinz Emigholz.

Der Eintritt ist frei. Spenden sind willkommen.

Trailer:

https://www.youtube.com/watch?v=ArikYMn4UgA

Samstag, 30. September, 16:00 Uhr reservieren

2. Hamburger Film-In: Programm VII - Kurzfilmprogramm

Mein Herz schlägt blau - BRD 1989, 16mm, Regie: Jutta Hercher, Maria Hemmleb
Unerreichbar heimatlos - BRD 1978, 16mm, Regie: Klaus Wyborny
Stein/Licht - D 1993, 35mm, Regie: Rüdiger Neumann

Zu Gast sind Jutta Hercher, Maria Hemmleb und Klaus Wyborny.

Der Eintritt ist frei. Spenden sind willkommen.

Samstag, 30. September, 18:45 Uhr

2. Hamburger Film-In: Programm VIII - Afrika um die Ecke

D, 1990, 65 min, 16mm

Regie: Lars Becker

"Afro-Hanseaten" auf der Wohnzimmercouch, im Vereinszimmer, bei der Arbeit, auf dem Amt. Die Ignoranz des touristischen Blicks und der normale eurozentrische Hochmut werden in Lars Beckers Dokumentarfilm über Afrikaner/innen in Hamburg nur am Rande gestreift, sind aber in den Erfahrungen der Porträtierten allgegenwärtig. Lars Beckers Frühwerk war 1990 das erste authentische Filmdokument über eine kulturell autarke Community in Hamburg. Afrika um die Ecke, stellt man fest, spielt sich in deutschen Wohnzimmern ab.

Lars Becker ist angefragt.

Der Eintritt ist frei. Spenden sind willkommen.

Samstag, 30. September, 21:00 Uhr

2. Hamburger Film-In: Programm IX - Kurzfilmprogramm

Naissance d'un Object - D 2008, 35mm, Regie: Romeo Grünfelder
Divina Obsessión - D 1999, 16mm, Regie: Volko Kamensky
Motodrom - D 2006, 35mm, Regie: Jörg Wagner
Todesboten - D 1994, digital, Regie: Stefan Eckel, Stefan Prehn
Verfolgung - BRD 1964, 16mm, Regie: Franz Winzentsen
Desolatesse - BRD 1986, 35mm, Regie: Jörn Staeger, Rasmus Gerlach
Die Anzeige - BRD 1988, 35mm, Regie: Bernd Upnmoor
Gerd Hansen, 55 - BRD 1987, digital, Regie: Jochen Hick
Sensin - Du bist es - D 1995, 35mm, Regie: Fatih Akin
Roller Aller 1 - D 1990, digital, Regie: Henna Peschel

Zu Gast sind Franz Winzentsen, Stefan Eckel, Stefan Prehn und Rasmus Gerlach.

Der Eintritt ist frei. Spenden sind willkommen.

Samstag, 30. September, 22:30 Uhr

2. Hamburger Film-In: Programm X - My Father Is Coming

D, 1991, 82 min, digital

Regie: Monika Treut

Vicky, eine in New York lebende Deutsche, hat den Traum, ein großer Star zu werden. Da die meisten Vorsprechtermine jedoch katastrophal enden, muss sie, wie so viele erfolglose Schauspieler, als Kellnerin arbeiten. Eines Tages kommt ihr Vater aus Deutschland angereist und Vicky sieht sich gezwungen, ihm eine große Erfolgsgeschichte vorzuspielen: Der schwule Mitbewohner wird kurzerhand als Ehemann präsentiert und die Arbeitszeiten im Restaurant heißen Vorsprechtermine. Während Vicky versucht, ihre Lüge aufrecht zu erhalten, lässt ihr Vater sich auf das Leben in der Stadt ein, spielt in einem Werbespot mit und hat eine Affäre mit der Porno-Queen Annie.

Vorprogramm: Showdown mit Gemi von Ulrike Zimmermann

Der Eintritt ist frei. Spenden sind willkommen.

Sonntag, 01. Oktober, 01:00 Uhr

2. Hamburger Film-In: Programm XI - Kurzfilmprogramm

21,3° - D 2014, digital, Regie: Helena Wittmann
Rakete - D 1998/99, 16mm, Regie: Ulrich Köhler
Von der Hingabe - D 2002, 35mm, Regie: Maike Mia Höhne
Drei Unterwasserstücke mit Cello - BRD 1985, digital, Regie: Nina Rippel
Na und? - BRD 1966, 16mm, Regie: Marquard Bohm, Helmut Herbst
Final Stage - D 2017, DCP, Regie: Nicolaas Schmidt
Alaska - BRD 1971, 16mm, Regie: Dore O.

Zu Gast sind Maike Mia Höhne und Nina Rippel. Helena Wittmann, Ulrich Köhler, Helmut Herbst, Nicolaas Schmidt und Dore O. sind angefragt.

Der Eintritt ist frei. Spenden sind willkommen.

Sonntag, 01. Oktober, 10:00 Uhr

2. Hamburger Film-In: Programm XII - Die Herren machen das selber, daß ihnen der arme Mann Feyndt wird

BRD, 1977-79, 126 min, digital

Regie: Roswitha Ziegler, Niels Bolbrinker, Bernd Westphal

Ein Dokumentarfilm der Wendländischen Filmkooperative über den Widerstand gegen das atomare Endlager in Gorleben. 1979 machten sich Bauern aus dem Wendland mit ihren Traktoren zum ersten Mal nach Hannover auf, um vor dem Albrecht-Kabinett entschieden gegen das geplante Atommülllager Gorleben zu protestieren. Dabei wurden sie von der Wendländischen Filmkooperative begleitet, die seitdem den wendländischen Widerstand engagiert filmisch dokumentiert. Was bewegt die Filmemacher/innen und wie erleben sie den nun schon seit 33 Jahren andauernden Widerstand in Gorleben?

Zu Gast ist Roswitha Ziegler.

Der Eintritt ist frei. Spenden sind willkommen.

Sonntag, 01. Oktober, 12:30 Uhr

2. Hamburger Film-In: Programm XIII - Der Kleine Godard

BRD, 1978, 81 min, 16mm

Regie: Hellmuth Costard

Zehn Jahre nach "Besonders wertvoll" bastelt Hellmuth Costard, Mitglied der inzwischen aufgelösten Hamburger Filmemacher Cooperative, an einem eigenen, kostengünstigen Aufnahmesystem mit mehreren Super 8-Kameras, das jedoch durch ein vom Fernsehen entwickeltes 16mm-Verfahren überholt wird. Über seine Anstrengungen als unabhängiger Filmemacher dreht er einen Film, in die sein vergebliches Ringen um die richtige Formulierung des Förderantrags eingebaut ist. Im Kontrast zu seinen eigenen Kämpfen beobachtet er etablierte Regiekollegen wie Fassbinder und Hark Bohm bei Dreharbeiten und fragt: "Ist es möglich, heute in Deutschland Filme zu machen?" Um eben diese Frage zu verhandeln, kommt schließlich der "große" Godard zum NDR nach Hamburg.

Der Eintritt ist frei. Spenden sind willkommen.

Sonntag, 01. Oktober, 15:30 Uhr

2. Hamburger Film-In: Programm XIV- Krasser Move

D, 2014, 60 min, digital

Regie: Torsten (Stickel) Stegmann
Darsteller: Timo Jacobs, Lenka Arnold, René Chambalu, Marion Gretchen Schmitz, Hanni Bergesch, Reverend Dabeler, Almut Klotz

Was haben ein Liebespaar, eine Kiezgröße und dessen rechte Hand gemeinsam? Sie alle machen einen krassen Move! Weshalb? Eine Tasche voller Geld ist das Objekt der Begierde, das im Mittelpunkt der Geschichte von Torsten Stegmanns zweitem Langfilm "Krasser Move" steht. Liebe, Geld und Verrat - aus diesen drei klassische Themen wird hier ein Cocktail der guten Laune gemixt, spannend erzählt mit amüsanten Dialogen und hervorragend umgesetzt von der Darstellerriege. Allen voran gerät Timo Jacobs, der charmante Held der Geschichte, im wahrsten Sinne des Wortes in die Schusslinie der Kiezmafia, obwohl er doch eigentlich nur einen Film sehen wollte.

Zu Gast sind Torsten Stegmann und weitere Leute vom Filmteam.

Der Eintritt ist frei. Spenden sind willkommen.

Sonntag, 01. Oktober, 17:00 Uhr

2. Hamburger Film-In: Programm XV - Kurzfilmprogramm

Koralle - BRD 1975, Regie: Barbara Metzlaff
HH4. Reeperbahn - BRD 1966, Regie: Klaus Wildenhahn
Grabowski - House of Life - D 1990, Regie: Mariola Brillowska
Kriegsjugend - Save the Children - Regie: Peter Sempel
Fussel - BRD 1988, Regie: Thomas Struck

Barbara Metzlaff, Klaus Wildenhahn, Mariola Brillowska und Peter Sempel sind angefragt.

Der Eintritt ist frei. Spenden sind willkommen.

Sonntag, 01. Oktober, 18:30 Uhr