B-Movie - das Kino auf St. Pauli
ohne Werbung, im Hinterhof, in 2D, mit Stereo-Ton

Unser Programm im April 2020 - GESCHLOSSEN

Wegen des blöden COVID19 haben wir vorerst geschlossen!

Das wäre unser Programm gewesen:

Programmbild April 2020: Roy Andersson - Auf der Suche nach Menschlichkeit

Roy Andersson - Auf der Suche nach Menschlichkeit

Roy Andersson, der schwedische Avantgarde-Rebell, ist einer der originellsten Filmemacher der Gegenwart. Nachdem er zwei Spielfilme in den 70er Jahren realisiert hatte, zog er sich zurück und beschäftigte sich mit dem Drehen von Werbespots. Erst im Jahre 2000 kehrte er mit "Songs from the Second Floor" zurück und offenbarte einem breiteren Publikum sein filmisches Können. Zu seinen Einflüssen zählen Vittorio de Sicas "Fahrraddiebe" sowie die Werke von Pieter Bruegel und Edward Hopper. Anderssons Filme zeichnen sich durch eine abstrakte und oft groteske Darstellung von Menschen aus, die jedoch immer im kompromisslosen Humanismus gründet.

17. dokumentarfilmwoche hamburg, im B-Movie vom 16. bis 19. April

Vom 15. bis zum 19. April 2020 zeigt die 17. dokumentarfilmwoche hamburg wieder ausgewählte internationale sowie ungewöhnlich interessante und experimentelle Dokumentarfilme. Es sind Highlights des dokumentarischen Erzählens, die den Berichten der Bewohner*innen von Lesbos lauschen, österreichische Pionier-Künstlerinnen in ihre Ateliers begleiten und auf feministische Projekte in den kurdischen Bergen setzen. Sie ziehen eine*n in den Rausch eines filmsüchtigen Regisseurs und empfinden mit Menschen, die beim Live-Streaming in China der Isolation entkommen wollen. Gast der diesjährigen Retrospektive ist die feministische Filmemacherin Trinh T. Minh-ha aus den USA.

dokfilmwoche.com

Mittwoch,
01.04.
21:00
Hörbar
Donnerstag,
02.04.
20:00
Samstag,
04.04.
19:30
Film
22:00
Sonntag,
05.04.
18:00
20:00
Mittwoch,
08.04.
21:00
Donnerstag,
09.04.
18:00
20:00
Samstag,
11.04.
20:00
22:00
Sonntag,
12.04.
18:00
20:00
Film
Dienstag,
14.04.
20:00
Mittwoch,
15.04.
21:00
Hörbar
Donnerstag,
16.04.
19:00
DokFilmWoche
21:00
DokFilmWoche
Freitag,
17.04.
18:00
20:45
DokFilmWoche
23:30
Samstag,
18.04.
16:00
18:00
21:00
Sonntag,
19.04.
16:00
18:30
Mittwoch,
22.04.
21:00
Donnerstag,
23.04.
20:00
Freitag,
24.04.
21:00
Samstag,
25.04.
20:00
22:00
Sonntag,
26.04.
18:00
20:00
Dienstag,
28.04.
20:00
Mittwoch,
29.04.
21:00
Hörbar
Donnerstag,
30.04.
20:00

Die Veranstaltungen im Einzelnen

Hörbar

Zentraler Treffpunkt für Konsumenten und Produzenten experimenteller Musik. Jeden Mittwoch 21:00 Uhr

www.hoerbar-ev.de

Mittwoch, 01. April, 21:00 Uhr
Mittwoch, 15. April, 21:00 Uhr
Mittwoch, 29. April, 21:00 Uhr
Hörbar

Eine Schwedische Liebesgeschichte

SE, 1970, 115 Min., OmeU, DCP

Regie: Roy Andersson
Darsteller: Ann-Sofie Kylin, Rolf Sohlman, Anita Lindblom, Bertil Norström

Zwei Jugendliche, Pär und Annika, verlieben sich ineinander. Inmitten ihrer romantischen und unschuldigen Beziehung werden die beiden mit der Verbitterung und dem Zynismus der Erwachsenenwelt konfrontiert. In seinem Debütfilm schafft Andersson einen ungewöhnlichen Spagat zwischen sozialem Realismus und Romantik.

Donnerstag, 02. April, 20:00 Uhr

Giliap

SE, 1975, 137 Min., OmeU, digital

Regie: Roy Andersson
Darsteller: Thommy Berggren, Mona Seilitz, Willie Andréason

Ein junger, zurückhaltender Kellner bekommt in dem unscheinbaren Hotel Buserewski eine neue Arbeitsstelle. Mit seinem zweiten Spielfilm wendet sich Andersson von der Romantik ab zugunsten einer kühlen und etwas grotesken Perspektive.

Samstag, 04. April, 19:30 Uhr
Sonntag, 12. April, 20:00 Uhr

Q-Movie Bar präsentiert: The Stranger in Us

USA, 2010, 107 Min., OmU, digital

Regie: Scott Boswell
Darsteller: Raphael Barker, Adam Perez, Scott Cox

Der Nachwuchsdichter Anthony folgt seinem Freund Stephen, einem erfolgreichen Innenarchitekten, aus der Einöde Virginias nach San Francisco. Doch der Traum vom glücklichen Zusammenleben platzt bald, als bei Stephen die gewalttätige Seite seiner Persönlichkeit zum Vorschein kommt. Anthony sucht sich eine eigene Bleibe und lässt sich auf die Nächte der Großstadt ein - besonders auf den jugendlichen Gavin, der mitunter als Stricher arbeitet und in einer Welt aus flüchtigem Sex, Drogen und Gewalt lebt. Hin- und hergerissen zwischen Orten, Wünschen und Idealen kämpft Anthony um die Erfüllung seiner Träume.
"The Stranger In Us" - ein leiser, berührender Film mit stimmungsvollen Aufnahmen und feinfühligen Dialogen und einem San Francisco, wie man es so nur selten sieht.

danach Bar mit leckeren Cocktails

www.q-movie-bar.de

Samstag, 04. April, 22:00 Uhr

Songs from the Second Floor

SE/DK/NO, 2000, 98 Min., OmU, DCP

Regie: Roy Andersson
Darsteller: Lars Nordh, Stefan Larsson, Bengt C.W. Carlsson

Nach 25-jähriger Pause erzielte Andersson mit seiner Filmtrilogie ein unerwartetes Comeback. Hier kommen all seine filmischen, malerischen und literarischen Einflüsse zum Vorschein. Und mit einem durch jahrelange Arbeit in der Werbebranche perfektionierten Handwerk schafft er einen neuartigen Stil, der einen unwiderstehlichen Wiedererkennungswert schon nach dem ersten Einzelbild erzielt. In der Mise en Scène erreicht Andersson in allen drei Filmen neue Höhen: Beinahe jede Einstellung ist einer selbstständigen Rezension würdig. Und inhaltlich geht es hier um alles: Gesellschaft und Individuum, Gegenwart und Vergangenheit, Einflüsse der sozioökonomischen Umstände und Nichtigkeiten des Alltags werden auf eine satirische und gleichzeitig zutiefst menschliche Art exzellent vermischt. Letztendlich zielt all das auf eine der ewigen Fragen ab: Was bedeutet es eigentlich, ein Mensch zu sein?

Die anderen Teile der Triologie sind "Das jüngste Gewitter" und "Eine Taube sitzt auf einem Zweig und denkt über das Leben nach"

Sonntag, 05. April, 18:00 Uhr
Samstag, 11. April, 22:00 Uhr
Donnerstag, 23. April, 20:00 Uhr

Das jüngste Gewitter

SE/D/FR/DK/NO/JP, 2007, 95 Min., OmU, DCP

Regie: Roy Andersson
Darsteller: Elisabeth Helander, Jörgen Nohall, Jan Wikbladh

Nach 25-jähriger Pause erzielte Andersson mit seiner Filmtrilogie ein unerwartetes Comeback. Hier kommen all seine filmischen, malerischen und literarischen Einflüsse zum Vorschein. Und mit einem durch jahrelange Arbeit in der Werbebranche perfektionierten Handwerk schafft er einen neuartigen Stil, der einen unwiderstehlichen Wiedererkennungswert schon nach dem ersten Einzelbild erzielt. In der Mise en Scène erreicht Andersson in allen drei Filmen neue Höhen: Beinahe jede Einstellung ist einer selbstständigen Rezension würdig. Und inhaltlich geht es hier um alles: Gesellschaft und Individuum, Gegenwart und Vergangenheit, Einflüsse der sozioökonomischen Umstände und Nichtigkeiten des Alltags werden auf eine satirische und gleichzeitig zutiefst menschliche Art exzellent vermischt. Letztendlich zielt all das auf eine der ewigen Fragen ab: Was bedeutet es eigentlich, ein Mensch zu sein?

Die anderen Teile der Triologie sind "Songs from teh Second Floor" und "Eine Taube sitzt auf einem Zweig und denkt über das Leben nach"

Sonntag, 05. April, 20:00 Uhr
Sonntag, 12. April, 18:00 Uhr
Samstag, 25. April, 20:00 Uhr

Hörbarkonzert: Asger Thomsen + ...

www.hoerbar-ev.de

Mittwoch, 08. April, 21:00 Uhr
Hörbar

Grenzgebiet

D, 2019, 74 Min., OmU, DCP

Regie: Matti Cordewinus

Alex, Henne und Ivan machen Urlaub in Osteuropa. Bald wird klar, dass die drei Freunde nur auf eines geeicht sind: Wo steht der nächste Zug? Wie kommen wir ungesehen heran? Wie ungeschoren davon?

GRENZGEBIET handelt von Menschen, die sich auf das Besprühen von Zügen spezialisiert haben. Dabei verzichtet der Film auf das Ablichten ihrer Werke, fokussiert ihre Gesichter beim Schwitzen, beim Bangen, beim Lachen, fängt Stimmungen und schnodderige Dialoge ein. GRENZGEBIET ist ein Film aus der Szene, für die Szene und darüber hinaus.

„Grenzgebiet ist ein ruhiger und ehrlicher Film, der sich auf sympathische Art und Weise dem Standardrepertoire des Graffiti Genres widersetzt. Unbeeindruckt von den Erwartungshaltungen und Sehgewohnheiten der eigenen Subkultur entwickelt Grenzgebiet einen ganz eigenen Blick auf Graffiti und dessen Dokumentation. Schnell, laut und auf Action gebürstet, darum geht es in vielen Streifen, sicherlich zu Recht. Aber genau deswegen wirkt Grenzgebiet so erfrischend, weil er eben genau das nicht macht und nicht will. Leichtfüßig drückt er auf die Bremse, gönnt sich lange Einstellungen, schräge Dialoge, skurrile Sequenzen, viel Natur, schöne Landschaften und geile Züge. Vieles ist zu sehen, nur eben kein einziges Graffiti. Und auch das ist so erfrischend, weil er damit die vielen Zwischentöne freilegt, die sonst kaum wahrgenommen werden aber zu Graffiti gehören, wie Sprühlack, Züge, Reisen u.v.m. Eine wunderbare Perspektive. Eine Perspektive die gelingt, weil sich alle Protagonisten kennen, befreundet sind und vier Wochen zusammen in einem alten Passat stecken mit dem sie durch Osteuropa fahren. Gesucht und gefunden werden Züge, doch am Ende geht es um viel mehr, wie sich im Laufe der Reise herausstellen wird.“
(Rotzfrech Cinema, 2019)

Trailer

Donnerstag, 09. April, 18:00 Uhr

Eine Taube sitzt auf einem Zweig und denkt über das Leben nach

SE/D/NO/FR/DK, 2014, 101 Min., OmU, DCP

Regie: Roy Andersson
Darsteller: Nils Westblom, Holger Andersson, Per Bergqvist, Solveig Andersson

Nach 25-jähriger Pause erzielte Andersson mit seiner Filmtrilogie ein unerwartetes Comeback. Hier kommen all seine filmischen, malerischen und literarischen Einflüsse zum Vorschein. Und mit einem durch jahrelange Arbeit in der Werbebranche perfektionierten Handwerk schafft er einen neuartigen Stil, der einen unwiderstehlichen Wiedererkennungswert schon nach dem ersten Einzelbild erzielt. In der Mise en Scène erreicht Andersson in allen drei Filmen neue Höhen: Beinahe jede Einstellung ist einer selbstständigen Rezension würdig. Und inhaltlich geht es hier um alles: Gesellschaft und Individuum, Gegenwart und Vergangenheit, Einflüsse der sozioökonomischen Umstände und Nichtigkeiten des Alltags werden auf eine satirische und gleichzeitig zutiefst menschliche Art exzellent vermischt. Letztendlich zielt all das auf eine der ewigen Fragen ab: Was bedeutet es eigentlich, ein Mensch zu sein?

Die anderen beiden Teile der Triologie sind "Songs from the Second Floor" und "Das jüngste Gewitter"

Donnerstag, 09. April, 20:00 Uhr
Samstag, 11. April, 20:00 Uhr
Sonntag, 26. April, 20:00 Uhr

Dokumentarfilmsalon auf St. Pauli: Central Bus Station

CZ, 2019, 75 Min., OmeU, digital

Regie: Tomáš Elšík

Als die Zentrale Busstation in Tel Aviv 1993 eröffnet wurde, galt der brutalistische Prestigebau als größter Busbahnhof der Welt. Auf sieben Stockwerken und mit über 1.000 Geschäften haben die Planer der 1960er Jahre ein lebendiges Shoppingparadies ersonnen. Doch diese Vision sollte ein Wunsch bleiben. Für Reisende ist das Labyrinth aus Gängen, Rolltreppen und Treppenhäusern heute nicht mehr als ein Durchgangsort. Für die Menschen am Rande der Gesellschaft - für Geflohene, Arme, Prostituierte - entwickelte sich die Busstation jedoch zu einem Zufluchtsort. Eine unwirkliche Führung durch eine "Stadt in der Stadt" und Studie der modernen israelischen Gesellschaft.

Bar und Salon ab 18.30 Uhr geöffnet. Eintritt auf freiwilliger Spendenbasis.
Näheres unter

www.dokumentarfilmsalon.org

Dienstag, 14. April, 20:00 Uhr

At the Margin

17. dokumentarfilmwoche hamburg

D, 2019, 83 Min., griechisches, englisches OmeU

Regie: Sarah Hüther, Sita Scherer

Seit Frühjahr 2015 erreichen täglich mehrere Hundert Geflüchtete in Schlauchbooten die griechische Insel Lesbos. Es sind die Bewohner*innen von Lesbos, für die sich der Film interessiert und deren Berichten er lauscht.

zu Gast sind die Regisseurinnen Sarah Hüther und Sita Scherer

Donnerstag, 16. April, 19:00 Uhr

Present.Perfect

17. dokumentarfilmwoche hamburg

US/CH, 2019, 123 Min., Mandarin meU

Regie: Shengze Zhu

Live-Streaming ist in China Hype und ein milliardenschwerer Markt. In sogenannten Showrooms präsentieren Selbstdarsteller*innen ihren Alltag und werden vom anonymen Publikum mit virtuellen Geschenken belohnt. Für "Present.Perfect" hat die in Chicago lebende chinesische Regisseurin Shengze Zhu mehrere Hundert Stunden dieser nur in Echtzeit laufenden Streams aufgezeichnet und zu einem aufschlussreichen Einblick in die chinesische Gegenwart montiert.

im Anschluss Skype-Gespräch mit der Regisseurin Shengze Zhu

Donnerstag, 16. April, 21:00 Uhr

Retro: Surname Viet Given Name Nam

17. dokumentarfilmwoche hamburg

US, 1989, 108 Min., vietnamesisches, englisches OmeU

Regie: Trinh T. Minh-ha

Das Verhältnis von Nation und weiblicher Identität ist das Thema des Films. Fünf Frauen berichten in experimentellen Portraitsituationen von den tiefen Gräben des Misstrauens in der vietnamesischen Gesellschaft, die von Kolonialherrschaft und Krieg gezeichnet ist.

zu Gast ist die Regisseurin Trinh T. Minh-ha

Freitag, 17. April, 18:00 Uhr

Retro: A Tale of Love

17. dokumentarfilmwoche hamburg

US, 1995, 148 Min., vietnamesisches, englisches OmU

Regie: Trinh T. Minh-ha, Jean-Paul Bourdier

Vor dem Hintergrund der USA der 90er Jahre folgt der Spielfilm der Suche der jungen Kieu, die verliebt ist in die Liebe. Die Inspiration entstand durch "The Tale of Kieu", einem vietnamesischen Nationalepos des 19. Jahrhunderts, das zur Metapher für das Schicksal Vietnams wurde. Klänge, Farben und Worte verbinden sich zu einer sinnlichen Erzählung vom Leben einer Frau in der Diaspora und der Vorstellung von Liebe über die Grenzen Vietnams hinaus.

zu Gast ist die Regisseurin Trinh T. Minh-ha

Freitag, 17. April, 20:45 Uhr

Wunderschein + Color-Blind

17. dokumentarfilmwoche hamburg

D/NZ / F/D, 2019, 47 Min., 16 mm, OmeU

Regie: Guillaume Cailleau / Ben Russell

Wunderschein: Manchmal Science-Fiction, manchmal abstrakt und hypnotisch, dreht sich "Wunderschein" über die Massenproduktion von Euro-Banknoten. Ein synthetischer Film, der versucht, sich selbst in Scheine zu verwandeln und unser Verhältnis zum Geld hinterfragt.

Color-Blind: Ein synästhetisches Werk, das die koloniale Geschichte in Französisch-Polynesien anhand heutiger Formen von Kunst untersucht. Der Geist Gauguins ist anwesend.

zu Gast ist der Regisseur Guillaume Cailleau

Freitag, 17. April, 23:30 Uhr

Who is Afraid of Ideology

17. dokumentarfilmwoche hamburg

LB/Kurdistan/SY, 2019, 51 Min., arabisches, englisches, kurdisches, türkisches OmeU

Regie: Marwa Arsanios

Drei feministische Projekte in den Bergen Kurdistans, in Nordsyrien und im Libanon - in vom Krieg gezeichneten Gebieten. Gemeinsam mit den Aktivistinnen denkt die Regisseurin über das Verhältnis zur Natur, damit verbundene Wissensformierungen und über das Recht auf Selbstverteidigung nach. Auch die filmische Strategie selbst ist Teil der Versuchsanordnung, die nach der Überwindung des Ideologischen fragt.

zu Gast ist die Regisseurin Marwa Arsanios

Samstag, 18. April, 16:00 Uhr

Positionen: Schwarze Wellen - Panoramatisches Kino aus (Ex-)Jugoslawien

17. dokumentarfilmwoche hamburg

104 Min.

Filme sind wesentliche zeitgeschichtliche Dokumente einer Gesellschaft und werden dann besonders wertvoll, wenn das kollektive Gedächtnis zersplittert. Die komplexen politischen Zusammenhänge des Vielvölkergebildes Jugoslawiens und seiner bewegten Geschichte laden uns ein auf eine Wanderung durch die Landschaften und Räume des Balkans.

Kurzfilmprogramm, zusammengestellt von Marko Mijatovi? und Steffen Goldkamp:

Oglav
Jugoslawien 1977, 10 Min., ohne Dialog, Regie: Živko Nikoli?

Abdul & Hamza
SRB 2015, 50 Min., somalische, serbokroatische, englische OV, Regie: Marko Grba Singh

Daljine
BR/ME 2014, 19 Min., serbokroatische OV, Regie: Ivan Salatic, Jelena Maksimovi?, Serbien

Ljubav
Jugoslawien 1972, 25 Min., ohne Dialog, Regie: Vlatko Gili?

zu Gast ist der Regisseur Marko Grba Singh

Samstag, 18. April, 18:00 Uhr

Just don't Think I'll Scream

17. dokumentarfilmwoche hamburg

F, 2019, 75 Min., OmeU

Regie: Frank Beauvais

Einige Monate Einsamkeit am Ende einer Beziehung. 400 Filme begleitet von Depressionen, Drogen, Midlifecrisis. Der Versuch weiterzumachen, nicht stehen zu bleiben, Sinn zu finden. Frank Beauvais' "Ne croyez surtout pas que je hurle" webt eine Text-Bild-Collage, die seine Gedanken - über sich selbst, Frankreich, das Land und die Stadt, den Zustand der Welt - mit kurzen, fast blitzartigen Momenten aus all diesen Filmen zusammenschließt.

Samstag, 18. April, 21:00 Uhr

That Which Does Not Kill

17. dokumentarfilmwoche hamburg

BE/F, 2019, 83 Min., OmeU

Regie: Alexe Poukine

Ada ist 19. Ein junger Mann lädt sie nach Hause zum Essen ein. Sie akzeptiert. Nach dem Essen vergewaltigt er sie. Die Regisseurin greift diese Geschichte auf und lässt ihre Bekannten vor der Kamera Adas Geschichte erzählen. Dabei erinnern sie sich an ihre eigenen Erfahrungen und weben so ihre Erinnerungen mit Adas ineinander. Der Film zeigt auf behutsame Weise, wie über Vergewaltigung gesprochen werden kann.

im Anschluss Skype-Gespräch mit der Regisseurin Alexe Poukine

Sonntag, 19. April, 16:00 Uhr

Sie ist der andere Blick

17. dokumentarfilmwoche hamburg

AT, 2018, 90 Min.

Regie: Christiana Perschon

Die junge Regisseurin porträtiert sechs Künstlerinnen, die ab den 70er Jahren ihre Wege in einen männlich dominierten Kunstbetrieb gefunden haben. Daraus ist eine vielstimmige und pointierte Auseinandersetzung mit der Frage nach einer weiblichen Seite der Kunst, der Politisierung des Persönlichen und der Bedeutsamkeit selbstreflexiver Prozesse entstanden.

zu Gast ist die Regisseurin Christiana Perschon

Sonntag, 19. April, 18:30 Uhr

Hörbarkonzert: Stark bewölkt: ATC // Kristin Kuldkepp & John Hughes // Felix Meyer & Birgit Ulher // Quartett

www.hoerbar-ev.de

Mittwoch, 22. April, 21:00 Uhr
Hörbar

Hörbarkonzert: Steffi Weismann

www.hoerbar-ev.de

Freitag, 24. April, 21:00 Uhr
Hörbar

Der Aktuelle: Über die Unendlichkeit

SE/D/NO/FR, 2019, 78 Min., OmU, DCP

Regie: Roy Andersson
Darsteller: Tatiana Delaunay, Martin Serner, Jessica Louthander

In seinem neuesten Werk setzt Roy Andersson seine existenziellen Reflexionen fort: Zwischen der Groteske und der Schlichtheit, dem Alltäglichen und dem Historischen, dem Schönen und dem Grausamen sucht der Regisseur unermüdlich nach den universellen Elementen des menschlichen Lebens weiter.

Samstag, 25. April, 22:00 Uhr
Sonntag, 26. April, 18:00 Uhr
Donnerstag, 30. April, 20:00 Uhr

Dokumentarfilmsalon auf St. Pauli: Sie ist der andere Blick

AT, 2018, 90 Min., digital

Regie: Christiana Perschon

"Wir stellen doch keine Frauen aus!" In den 1970er Jahren war der Wiener Kunstbetrieb zutiefst von Sexismus geprägt. In ihrem Atelier begegnet Christiana Perschon fünf österreichischen Künstlerinnen, die alle zwischen 1936 und 1943 geboren wurden: Renate Bertlmann, Linda Christanell, Lore Heuermann, Karin Mack und Margot Pilz. Sie stellen ihre Werke vor, sie performen. Sie sprechen über ihre Arbeit, Mutterschaft, chauvinistische Galeristen und ihr Engagement in der Frauenbewegung. Ein Dokument der feministisch-künstlerischen Selbstermächtigung.

Bar und Salon ab 18.30 Uhr geöffnet. Eintritt auf freiwilliger Spendenbasis.
Näheres unter

www.dokumentarfilmsalon.org

Dienstag, 28. April, 20:00 Uhr