B-Movie - das Kino auf St. Pauli
ohne Werbung, im Hinterhof, in 2D, mit Stereo-Ton

Unser Programm im November 2019

November 2019: Jonas Mekas - Einfach immer weiter filmen

Jonas Mekas - Einfach immer weiter filmen

"Let's record the dying century and the birth of another man... Let's surround the earth with our cameras, hand in hand, lovingly; our camera is our third eye that will lead us out and through ... Nothing should be left unshown or unseen, dirty or clean: Let us see and go further, out of the swamps and into the sun."
(Jonas Mekas, Movie Journal: The Rise of a New American Cinema, 1959-1971, Macmillan, New York, 1972, p. 236)

Fünf homemade Movies des großen Jonas Mekas, der wie kein anderer den Avantgarde-Film seit den 50er Jahren und viele Filmemacher*innen der ganzen Welt beeinflusste. Wir stellen dazu Filme von Ute Aurand, Douglas Gordon und Peter Sempel vor.

Mit freundlicher Unterstützung der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein

Zum Programm

Das B-Movie wurde mit dem Lotte-Eisner-Preis ausgezeichnet

In Berlin wurde am 25.10. 2019 zum 20. Mal die Kinopreise des Kinematheksverbundes in Höhe von 30.000 Euro für herausragende Kinoarbeit vergeben. Mit den Preisen wird die Arbeit von Kommunalen Kinos und filmkulturellen Initiativen ebenso gewürdigt wie ihr Engagement bei der Weiterentwicklung des Kinos als Ort der Vielfalt, als kultureller Treffpunkt und Kulturgut. Der mit 6.000 Euro dotierte Spitzenpreis, der Lotte-Eisner-Preis 2019, geht an das B-Movie in Hamburg.

Das B-Movie wird seit über 30 Jahren von rund 20 Mitgliedern als Kollektiv in ehrenamtlicher Arbeit betrieben. Es kuratiert monatlich filmhistorische und aktuelle Filmprogramme mit einem Spektrum, das von experimentellen Filmen, über künstlerisch interessante Spiel- und Dokumentarfilme bis hin zu Trash-Filmen reichen kann. Das B-Movie öffnet sich in seiner Programmarbeit auch anderen kulturell engagierten Gruppen des Stadtteils, z.B. mit dem Arab Filmclub, dem Dokumentarfilmsalon auf St. Pauli, dem Kino für Kids für hörende Kinder gehörloser Eltern (CODAs), gehörlose Kinder und alle anderen und der Q-Movie-Bar.

Die Jury-Begründung:
Der Lotte-Eisner-Preis geht an ein Kino, das geprägt ist von einem leidenschaftlichen Verständnis vom Kinomachen: Es wird betrieben von einem Verein, die Anzahl der Mitglieder ist groß, das Programm wird kollektiv geplant, die tägliche Arbeit im Wechsel bewältigt, ehrenamtlich.
Die thematischen Filmreihen sind klar strukturiert, sie gehen immer über das Nächstliegende hinaus, verlieren sich aber trotzdem nicht im Überfluss. Das B-Movie stellt innerhalb der Filmgeschichte Verbindungen her, es schlägt Brücken, zettelt Vergleiche an. Neben der Filmgeschichte gibt es im B-Movie das Aktuelle. Darin steckt oft ein politischer Gedanke; so wurde ein Monat den Themen Stadtarchitektur und Gentrifizierung gewidmet, die Ereignisse des G20 hat man in diesem Zusammenhang nicht vergessen. Eine weitere, durchaus politische Entscheidung des B-Movies ist das Preiskonzept: Der Eintritt kostet 3,50 Euro oder manchmal gar nichts. Dies bietet all denen eine Alternative, die die Ticketpreise im Mainstreamkino nicht bezahlen können oder wollen.
Man kann Mitglieder des B-Movies zwar jederzeit auf Festivals treffen, wo sie neue Filme in Augenschein nehmen, andererseits behält das B-Movie aber auch frühere Phasen des Kinos im Blick. Der 35mm-Projektor im Vorführraum ist nicht bloß ein Überbleibsel, er kommt tatsächlich mehrmals im Monat zum Einsatz. Hier laufen Filme, die sonst in keiner Abspielstelle der Stadt zu sehen sind.

Wir freuen uns riesig über diese große Anerkennung unserer kollektiven, ehrenamtlichen Kinoarbeit!

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