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Unser Programm im Juni 2018

Juni 2018: Fokus: Vivienne Dick - Ausgewählte Filme 1979 - 2017

Fokus: Vivienne Dick - Ausgewählte Filme 1979 - 2017

Im Juni stehen die Arbeiten der irischen Filmemacherin Vivienne Dick im Fokus. Sie wurde 1950 in Donegal, Irland geboren und studierte am University College, Dublin. Ihre ersten (Super-8)-Filme drehte sie in New York, wo sie von 1977-1982 lebte und Teil des sogenannten "No-Wave-Cinema" war. Die lose Gruppe von Filmemacher*innen stand in Ästhetik, Haltung und Arbeitsweise der damaligen Punk- und No-Wave Szene nahe, z.B. um die Bands DNA, Bush Tetras und Contortions. Deren Protagonist*innen spielten daher oft in ihren Filmen mit oder machten die Musik. 1982 kehrt Dick zunächst nach Irland zurück, geht dann 1985 nach London, wo sie u.a. für viele Jahre Teil der "London Filmmakers Coop" ist. Seit 1996 lebt sie wieder in Irland. Ihre Filme sind experimentell und dokumentarisch: die Kamera ist Teil des Geschehens, gibt sich dem Sehen hin, ohne dabei "nur" beobachtend zu sein. Dokumentarische Szenen wechseln und verweben sich mit improvisierten, aber oft sehr künstlich inszenierten Szenen. Dick plant alle Filme strikt und hat eine klare Vorstellung von dem jeweiligen Thema, das sie erforschen will. All ihre Filme beinhalten jedoch einen Willen zum Risiko: Unvorhersehbares, Ungesteuertes, Rohheiten, Verunsicherungen zuzulassen, dabei aber nie die Haltung und die (feministische, wie sie selbst sagt) Perspektive zu verlieren. Sie arbeitet oft im Kollektiv und / oder lässt die Beteiligten teilhaben.

Abgerundet ist das Programm mit einer Auswahl irischer Spiel- und Dokumentarfilme.

Das Programm wurde gefördert von der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein.

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