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Unser Programm im Februar 2023

Februar 2023: Schwarzes Filmerbe Tansania / Drei Filme von Hong Sangsoo

Schwarzes Filmerbe Tansania / Drei Filme von Hong Sangsoo

Im "Black History Month" präsentieren wir wieder ein Schwarzes Filmprogramm mit "Black History Month Hamburg" (BHM). Neu dabei ist das tansanische Kollektiv ajabu ajabu. Es betreibt in Daressalam u.a. einen audio-visuellen Veranstaltungsort und entdeckte den Filmklassiker "Maangamizi: The Ancient One" wieder. Er ist Ausgangspunkt für die Betrachtung des Schwarzen Filmerbes Ostafrikas, das lange im Schatten des frankophonen Filmerbes v.a. Westafrikas stand. Über die Hintergründe dieser Entwicklung und derzeitige Positionen sprechen wir mit Beteiligten und BHM am 25.2. Außerdem stellt uns der BHM am 4.2. seine Perspektive zu dem letztes Jahr viel besprochenen afrofuturistischen Film "Neptune Frost" vor.

Mehr Infos: www.bhm-hamburg.de, ajabuajabu.com

Hong Sangsoo stellte seit seinem Debüt 1996 rund 30 Filme vor. Wir zeigen eine kleine Auswahl seiner letzten Filme, einer davon zum Teil in Hamburg gedreht. Mit seinem minimalistischen, subtilen Stil beobachtet Sangsoo bevorzugt die Männer und Frauen der Kulturszene Seouls mit ihren Beziehungen und Mühen der Kommunikation, kleine menschliche Dramödien. Zu den festen Bausteinen gehört, dass Freund*innen sich treffen, reden und viel trinken. Von gehaltvollen Gesprächen geht es mit steigendem Alkoholpegel zu den Nichtigkeiten des Lebens. Mit seiner einzigartigen Bildsprache und Filmästhetik wurde Hong Sangsoo einer der berühmtesten Autorenfilmer des koreanischen Kinos. Er produziert nicht nur seine Filme selbst, sondern macht inzwischen auch die Kamera, den Schnitt und die Musik. Sangsoo arbeitet mit einem engen Kreis von Darsteller*innen, die kein fertiges Drehbuch erhalten. Dialoge und Ideen werden früh am Drehtag entwickelt und das Filmteam überlässt sich dem, was bei den Dreharbeiten geschieht: "Die Magie von Hongs Filmen ist eine Magie des Moments." (Ekkehard Knörer, taz)

Unser Tipp: Zu Hong Sangsoo ist erstmals eine deutschsprachige Publikation erschienen:
Sulgi Lie, Hong Sangsoo. Das lächerliche Ernste, Wien: Edition Le Studio 2022.

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