B-Movie - das Kino auf St. Pauli
im Hinterhof und ohne Werbung

Unser Programm im Januar 2023

Von Flüssen und Meeren

Für viele Menschen sind Flüsse und Meere Orte des Fernwehs, der Sehnsucht und beliebte Urlaubsziele, für andere die Lebensgrundlage. Gleich, welche Beziehung wir haben, eines ist nicht auszublenden: Meere und Flüsse sind bedroht samt allen davon abhängigen Lebewesen. Wir starten ins neue Jahr mit Filmen, in denen die Folgen von Plastikmüll, Überfischung und Politikversagen etc. auf die Flora, Fauna und uns Menschen sichtbar werden. Lasst euch von der Faszination der Flüsse und Meere mitreißen und taucht mit uns ein in die komplexen Probleme, die wir geschaffen haben.

Chinese Film+ - Film- und Video-Festival vom 8. bis 15. Januar,
im Metropolis Kino am 8. und 11. Januar, im B-Movie vom 12. bis 15. Januar

Dieses Film- und Video-Festival wird von der Non-Profit-Organisation "Chinesischer Medien- und Filmkunst Verein" organisiert. Es bietet unabhängigen, chinesischen Filmkünstler*innen den Raum, ein realistisches Porträt ihrer Filmkunst zu präsentieren und eine Brücke des Austauschs zu schlagen.

Der Eintritt beim Chinese Film+ beträgt ausnahmsweise 6,- €.

Donnerstag,
05.01.
20:00
Samstag,
07.01.
20:00
22:00
Sonntag,
08.01.
18:00
20:00
Dienstag,
10.01.
20:00
Donnerstag,
12.01.
20:00
Samstag,
14.01.
19:00
22:00
Sonntag,
15.01.
17:30
20:00
Donnerstag,
19.01.
20:00
Freitag,
20.01.
19:00
21:00
Samstag,
21.01.
20:00
Sonntag,
22.01.
18:00
Film
20:00
Film
Dienstag,
24.01.
20:00
DokFilm Salon
Donnerstag,
26.01.
20:00
Samstag,
28.01.
20:00
22:00
Film
23:59
Sonntag,
29.01.
18:00
20:00
Film

Die Veranstaltungen im Einzelnen

Der Aktuelle: Il Buco - Ein Höhlengleichnis

IT/FR/DE, 2021, 93 Min., OmU (kaum Dialog), digital

Regie: Michelangelo Frammartino

In Kalabrien, im Gebirgszug Pollino, wird 1961 eine der tiefsten Höhlen der Welt, der Abisso del Bifurto, entdeckt. In einem außergewöhnlichen Reenactment klettern Forscher*innen von heute mit der Ausrüstung von damals in die Tiefe. Das Sterben eines einsamen Schafhirten überschneidet sich mit dem Abstieg ins Innere der Erde, bis in eine Tiefe von 683 Metern. Michelangelo Frammartino beschwört zusammen mit dem renommierten Schweizer Kameramann Renato Berta in einem bildgewaltigen Spiel von Licht und Finsternis die Magie des Kinos.
Spezialpreis der Jury bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig 2021.

Donnerstag, 05. Januar, 20:00 Uhr
Samstag, 07. Januar, 20:00 Uhr
Sonntag, 08. Januar, 18:00 Uhr

Q-Movie Bar präsentiert: Capote

US, 2005, 110 Min., OmU, digital

Regie: Bennett Miller
Darsteller*innen: Philip Seymour Hoffman, Catherine Keener, Clifton Collins Jr.

Truman Capote recherchiert den brutalen Mord an vier Mitgliedern einer Farmerfamilie in der Kleinstadt Holcomb (Kansas) für seinen 1966 erschienenen Roman "Kaltblütig". Trotz seines exzentrischen Verhaltens gewinnt er das Vertrauen der Bewohner. Das gilt auch für das Vertrauen des zum Tode verurteilen Mörders, das er mit Versprechen gewinnt, die er nicht hält. Als er sein unmoralisches Verhalten erkennt, trägt dies erheblich zu einer lebenslangen Krise des Dichters bei. ¬ó Bennett Millers Film basiert auf Capotes Autobiografie und zeigt ihn schonungslos als klugen Egozentriker mit Abgründen.

Samstag, 07. Januar, 22:00 Uhr

Coextinction (Deutschlandpremiere)

CA, 2021, 94 Min., OmeU, DCP

Regie: Gloria Pancrazi, Elena Jean

Die Filmemacherinnen nehmen an den Aktionen zur Rettung der letzten 73 Southern Resident Orcas in Kanada teil. Im Kampf um ihr Überleben werden viele Zusammenhänge sichtbar: wirtschaftliche Interessen, Korruption, politisches Versagen und die Unterdrückung der "First Nations". Die soziale Ungerechtigkeit und ökologische Krisen sind miteinander verbunden, und das Artensterben ist nicht auf eine Art beschränkt.

Sonntag, 08. Januar, 20:00 Uhr
Donnerstag, 19. Januar, 20:00 Uhr
Samstag, 28. Januar, 20:00 Uhr

Und in der Mitte, da sind wir

AT, 2014, 85 Min., digital

Regie: Sebastian Brameshuber

Ebensee ist ein kleiner Ort im ländlichen Österreich. 2009 kommt es hier bei einer Gedenkfeier in der KZ-Gedenkstätte zu einer rechtsradikalen Störaktion. Regisseur Sebastian Brameshuber nimmt den Vorfall zum Anlass, um ein Jahr lang drei Jugendliche aus dem Ort beim Älterwerden zu begleiten: von der Softgun zur Gitarre, von der Lederhose zu DocMartens, von der Schulbank ins Berufsleben. Der Film portraitiert eine Generation in der österreichischen Provinz und zeigt auch eine Ortsgemeinschaft die mit der Erinnerung hadert.

Dienstag, 10. Januar, 20:00 Uhr

The Obsessives / 痴人传 (Weltpremiere)

Chinese Film+

CN, 2022, 90 Min., OmeU, digital

Regie: Laijiang Yao

Dieser Film erinnert an den unvergessenen chinesischen Klassiker "Die Reise in den Westen". In Literatur und Filmkunst gibt es viele Menschen, die wir als Besessene bezeichnen, Menschen, die entschlossen sind, etwas zu tun. Dieser Film versucht, eine solche Figur zu zeigen.

Yao Laijiang (Pseudonym Situ) lebt in Shanghai und arbeitet an der Schnittstelle von Schreiben, Kunst und Filmemachen.

mit Q&A online

Der Eintritt beim Chinese Film+ beträgt ausnahmsweise 6,- €.

Donnerstag, 12. Januar, 20:00 Uhr

Chinesisches Kurzfilm-Programm

Chinese Film+

74 Min.

When the Sea Sends Forth A Forest / 直到海里长出森林
FR 2020, 22 Min., OmeU, digital, Regie: Guangli Liu, mit Q&A online
In einem 3D-Universum, von einer Spiel-Engine simuliert und mit historischen Bildern verwoben, kann ein verlorener Moment der Roten Khmer-Geschichte erlebt werden. Diese Tragödie prägt weiter unsere Gegenwart.

Maria by the Sea / 玛丽亚海滩
CN/KR 2019, 38 Min., OmeU, digital, Regie: Tawfiq Nizamidin, zu Gast ist der Regisseur
Professor Jung kommt in Seoul verspätet zur Verabredung mit Enju Lee, weil er unterwegs eine ehemalige Studentin getroffen hatte. Eine faszinierende Studie über zwischenmenschliche Beziehungen.
Tawfiq Nizamidin ist ein uigurischer Regisseur, der 1991 in Urumqi geboren wurde. Er absolvierte die Pekinger Filmakademie, lebt nun in Frankreich und bereitet seinen ersten Spielfilm vor.

Rotate Shika
JP 2021, 4 Min., engl. OV, digital, Regie: Sijia Luo
Sirenen, 11. Episode von James Joyce "Ulysses", von einer Maschinenstimme gelesen. Fotos imitieren die Geräusche und Stimmen des Textes.
Sijia Luo lebt in Japan als Künstlerin und Filmemacherin. Sie lässt sich von anderen Kunstformen inspirieren, entwickelt ihre Filme experimentell und sucht nach Befreiung von der visuellen Sprache.

Tata
CN 2020, 2 Min., engl. OV, digital, Regie: Ying Zeng (Zing)
Eröffnungs-Animation für das Dokumentarfilm-Projekt: "Safe Distance" (Jamie Chi, 2021) mit visuellen Rätseln, die Geschlecht, Identität und Diskriminierung erforschen.
Ying Zeng (Zing) lebt in London, mit ihrem Hintergrund in Illustration und Design wagte sie sich an Animation, Film und Sounddesign. Sie erzählt surreale und fragmentarische Geschichten, die sich mit kultureller Identität und Feminismus auseinandersetzen.

8'28"
CN 2021, 8 Min., ohne Dialog, digital, Regie: Su Zhong
One-Shot-Film über Gewalt und Blut in einer turbulenten Welt, benannt nach der Filmdauer. Es ist jedoch kein Spiegel der Pandemie-Ära, Ton- und Bildschnitt wurden fertiggestellt, bevor die Katastrophe begann.
Shu Zhong lebt in Hangzhou und arbeitet seit 2011 als Videokünstler. Mit seinen Filmen gewann er wichtige Preise auf internationalen Filmfestivals.

Kurzfilm-Programm, mit Q&A

Der Eintritt beim Chinese Film+ beträgt ausnahmsweise 6,- €.

Samstag, 14. Januar, 19:00 Uhr

Self-Portrait: Window in 47 km / 自画像:47公里的窗

Chinese Film+

CN, 2019, 115 Min., OmeU, digital

Regie: Mengqi Zhang

Aus der Dokumentar-Serie 47 km: Ein 85-jähriger Mann sitzt unter dem Porträt von MAO Zedong und erinnert sich an seine revolutionäre Geschichte auf der Suche nach dem "neuen China".

Mengqi Zhang ist Filmemacherin, Choreografin und Mitglied des "Folk Memory Project". Sie drehte in ihrem Dorf in der Provinz Hubei neun abendfüllende Dokumentarfilme, die als ihre "Selbstporträt"-Serie bekannt wurden.

Der Eintritt beim Chinese Film+ beträgt ausnahmsweise 6,- €.

Samstag, 14. Januar, 22:00 Uhr

Tedious Days and Nights / 长日长夜 (Weltpremiere)

Chinese Film+

CN, 2022, 110 Min., OmeU, digital

Regie: Zhenming Guo

Nach 30 Jahren Wanderschaft kehrt der Dichter Zeng Dekuan nach Ningxiang (Provinz Hunan) zurück. Die ehemalige Kohlengruben-Stadt hat sich verändert. Panisch irrt der Dichter in seiner Erinnerung und in der Realität umher.

Der Eintritt beim Chinese Film+ beträgt ausnahmsweise 6,- €.

Sonntag, 15. Januar, 17:30 Uhr

Lush Reeds / 之子于归

Chinese Film+

CN, 2018, 105 Min., OmeU, DCP

Regie: Yishu Yang

Die frisch verheiratete Reporterin Xia Yin zieht zu ihrem Mann. Sie ist jedoch unfähig, die persönlichen Dinge aus ihrem vorehelichen Leben aufzuräumen. Ein abenteuerlicher Ausflug aufs Land für ein Interview veranlasst sie, ihre Situation zu überdenken.

Yishu Yang ist Filmemacherin und lehrt als Professorin an der Universität Shanghai. Ihre Filme liefen auf Filmfestivals der ganzen Welt, darunter das Locarno Film Festival und Filmfest Hamburg (One Summer 2015).

Der Eintritt beim Chinese Film+ beträgt ausnahmsweise 6,- €.

Sonntag, 15. Januar, 20:00 Uhr

Creative Disobedience

unDependence - Shorts for Change - Iranische Kurzfilme

Wir zeigen zwei Kurzfilmprogramme mit dem Fokus Iran und iranischen Regisseur*innen.
Die beiden Programme "Creative Disobedience" und "Mothers and Sons" widmen sich zum einen der Situation Kunstschaffender im Iran, die in Filmen ihren Gefühlen über die Situation Ausdruck verleihen, und zum anderen dem Thema Familie, speziell dem Thema Mutterschaft und den Mutter-Sohn-Beziehungen.

Als besonderen Gast begrüßen wir den Hamburger Abgeordneten der Bürgerschaft Danial Ilkhanipour, der sich gegen Rassismus und Diskriminierung einsetzt, zum Publikumsgespräch.

Freitag, 20. Januar, 19:00 Uhr: 1. Programm "Creative Disobedience"
Freitag, 20. Januar 21:00 Uhr: 2. Programm "Mothers and Sons"

Ticket erhältlich bei Instagram oder Filmfreeway

Freitag, 20. Januar, 19:00 Uhr

Mothers and Sons

unDependence - Shorts for Change - Iranische Kurzfilme

Wir zeigen zwei Kurzfilmprogramme mit dem Fokus Iran und iranischen Regisseur*innen.
Die beiden Programme "Creative Disobedience" und "Mothers and Sons" widmen sich zum einen der Situation Kunstschaffender im Iran, die in Filmen ihren Gefühlen über die Situation Ausdruck verleihen, und zum anderen dem Thema Familie, speziell dem Thema Mutterschaft und den Mutter-Sohn-Beziehungen.

Als besonderen Gast begrüßen wir den Hamburger Abgeordneten der Bürgerschaft Danial Ilkhanipour, der sich gegen Rassismus und Diskriminierung einsetzt, zum Publikumsgespräch.

Freitag, 20. Januar, 19:00 Uhr: 1. Programm "Creative Disobedience"
Freitag, 20. Januar 21:00 Uhr: 2. Programm "Mothers and Sons"

Ticket erhältlich bei Instagram oder Filmfreeway

Freitag, 20. Januar, 21:00 Uhr

Sea Shepherd Germany (Special mit Vortrag und Film)

Sea Shepherd Germany (Special mit Vortrag und Film "Helden der Meere")

Seit fast 50 Jahren steht "Sea Shepherd" für den aktiven Meeresschutz. Die Aktivist*innen stellen die Organisation, ihre Kampagnen und konkrete Probleme an internationalen und deutschen Küsten vor.
Nach dem Vortrag wird es Raum für Fragen geben. Zum Abschluss zeigen wir den Film "Helden der Meere" (DE 2021, 73., dt., Regie: York Hovest). Dieser wurde zusammen mit der Organisation ausgewählt und behandelt neben Sea Shepherd einige weitere Organisationen und Projekte, die sich rund um den Erhalt unserer Meere und der Bekämpfung von Meeresplastik drehen.

sea-shepherd.de

Samstag, 21. Januar, 20:00 Uhr

River

AU, 2021, 75 Min., OmU, DCP

Regie: Jenniger Peedom, Jooseph Nizeti
Musik: Australian Chamber Orchestra, Jonny Greenwood und Radiohead
Darsteller*innen: William Dafoe (Erzähler)

Eine Reise durch Raum und Zeit auf den Routen von Flüssen in sechs Kontinenten. In außergewöhnlichen, orchestral untermalten Natur- und Landschaftsaufnahmen wird sichtbar, wie sich Flüsse im Lauf der Menschheitsgeschichte in ihrer Bedeutung wandelten, wie sie verändert, gebändigt, aufgestaut wurden und welche Folgen dies für uns hat.

Sonntag, 22. Januar, 18:00 Uhr
Sonntag, 29. Januar, 20:00 Uhr

Albatross

US, 2013, 91 Min., OmU, DCP

Regie: Chris Jordan, Sabine Emiliani

"Im Herzen des großen Pazifiks spielt sich eine Geschichte ab, die Ihre Sicht auf die Dinge verändern könnte." So stellen die Filmemacher*innen ihre intime und bewegende Reise durch das Leben der Albatrosse auf einem kleinen Atoll, den Midway Islands, im nördlichen Pazifik vor. Mit der Verschmutzung der Meere entstand eine Tragödie, die zeigt, welche Folgen unsere Gesellschaft und der Umgang mit dem Meer für die Natur hat.

Eintritt frei, Spende erwünscht

Sonntag, 22. Januar, 20:00 Uhr
Samstag, 28. Januar, 22:00 Uhr

Über Leben in Demmin

DE, 2017, 90 Min., digital

Regie: Martin Farkas

Im Frühjahr 1945 wird Demmin, eine kleine Stadt in Mecklenburg-Vorpommern, zum Ort einer schrecklichen Tragödie: Während die Rote Armee heranrückt, nehmen sich hunderte Einwohner:innen das Leben. Bis zum Ende der DDR wird über die Umstände des Massensuizids geschwiegen. Seit einigen Jahren versuchen Rechtsradikale, die Tragödie mit einem sogenannten ¬ĄTrauermarsch¬ď zu instrumentaliseren. Martin Farkas Film erkundet, welche Spuren die Traumatisierung und das Schweigen bei den Nachgeborenen hinterlassen haben ¬Ė und wie tief sie in unsere Gegenwart hineinwirken.

Dienstag, 24. Januar, 20:00 Uhr

Last Days at Sea

PH, 2021, 71 Min., OmU, DCP

Regie: Venice Atienza

Mit 12 Jahren steht Reyboy vor großen Veränderungen. Er muss sein Fischerdorf auf den Philippinen verlassen, um in der Stadt zur Schule zu gehen. In seinem letzten Sommer im Dorf zeigt er der Filmemacherin, was er am Meer liebt. Doch dazu gehört auch die Realität: Der Fischfang wurde für die Fischer ertragsloser und gefährlicher, diese Entwicklung raubt der nächsten Generation die Existenz.

Donnerstag, 26. Januar, 20:00 Uhr
Sonntag, 29. Januar, 18:00 Uhr

Midnight Movie: The Host

KR, 2006, 120 Min., OmU, DCP

Regie: Bong Joon-ho
Darsteller*innen: Song Kang-ho, Byeon Hee-bong, Park Hae-il

Aus dem Nichts heraus wird der friedliche Han-Fluss zu einem gefährlichen Ort: ein Monster taucht auf und verschleppt seine Opfer in die Tiefen. Dort landet auch die entführte Hyun-seo, die Tochter Kang-dus, der verzweifelt versucht, sie zu retten. "Parasite"-Regisseur Bong Joon-ho mixte in seinen Horror-Thriller Elemente von Familiendramen, Science Fiction und Komödien.

Samstag, 28. Januar, 23:59 Uhr