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Unser Programm im November 2017

Programmbild November 2017: I Am Sion Sono

I Am Sion Sono

Als junger Punk-Poet stellt sich Sion Sono 1984 kühn mit einem Selbstportrait vor und sichert mit den ersten beiden langen Filmen seinen Ruf als Punk-Filmer. Als Kult-Filmer und enfant terrible des japanischen Films gilt er auch nach über 30 Jahren, in denen er das Genre-Kino auf Sono'sche Weise prägt. Er dreht Filme zwischen Wirklichkeit und Wahn quer durch die japanische Gesellschaft und ihre Obsessionen hindurch, zwischen Metakino und Trash, Exploitation, schrillem Kitsch und bissiger Satire. Und überrascht 2016 mit dem postapokalyptischen, meditativen The Whispering Star, der Kritiker an Kubrick und Tarkowski erinnert.
Neben den frühen und einigen der letzten Filme zeigen wir erstmals in Deutschland den Dokumentarfilm The Sion Sono, für alle, die wissen wollen, wie der Meister arbeitet, lebt und liebt. Für Fans von Mangas, Splatter, Thriller, Erotik, Coming of Age und Blicke in die Zukunft, alles dabei von heiß bis eiskalt.

Mittwoch,
01.11.
21:00
Donnerstag,
02.11.
19:00
21:30
Samstag,
04.11.
19:00
21:30
Sonntag,
05.11.
18:00
20:30
Dienstag,
07.11.
20:00
Mittwoch,
08.11.
21:00
Hörbar
Donnerstag,
09.11.
19:00
19:00
21:30
Freitag,
10.11.
20:30
Samstag,
11.11.
16:00
18:00
20:00
22:00
Film
Sonntag,
12.11.
15:00
18:00
20:30
Dienstag,
14.11.
20:00
Mittwoch,
15.11.
21:00
Hörbar
Donnerstag,
16.11.
19:00
21:30
Samstag,
18.11.
20:00
22:00
23:59
Sonntag,
19.11.
17:30
20:00
Dienstag,
21.11.
19:00
Mittwoch,
22.11.
21:00
Hörbar
Donnerstag,
23.11.
19:00
21:30
Samstag,
25.11.
19:30
19:30
22:00
Sonntag,
26.11.
18:00
20:30
Dienstag,
28.11.
20:00
Mittwoch,
29.11.
21:00
Hörbar

Die Veranstaltungen im Einzelnen

Hörbar Konzert: Golden Disko Ship

Zentraler Treffpunkt für Konsumenten und Produzenten experimenteller Musik. Jeden Mittwoch 21:00 Uhr.

www.hoerbar-ev.de

Mittwoch, 01. November, 21:00 Uhr
Hörbar

A Man's Flower Road

JP, 1986, 110 min, OmeU, DCP

Regie: Sion Sono
Darsteller: Sion Sono

Der fulminante Auftakt von Sion Sonos erstem Langfilm zeigt ihn zu einem dröhnend verzerrten Soundtrack nur mit einem roten Regencape bekleidet auf der hysterischen Flucht vor Häschern in weißen Kitteln, denen er kurzzeitig entkommt, um in eine Grünanlage zu scheißen und schließlich in den historischen Kanälen Tokios von den mythischen "Kappa"-Wasserwesen aufgelesen zu werden. Der zweite, mehr oder minder autobiografische und wesentlich introvertiertere Teil des Films beginnt während eines Blackouts im Haus der Familie Sono in einem kleinen Ort im Großraum Tokio. Er erzählt von den Fesseln des Familienlebens, von Fluchtimpulsen, Rast- und Ratlosigkeit, von der Angst erwachsen zu werden. Einmal ist hinter dem Esstisch der Familie, deren Mitglieder sich selbst spielen, ein Transparent mit naiven Zeichnungen und der Aufschrift "Home movie" drapiert. Dann wieder zitiert der damals 24-jährige Punk-Poet Sion Sono auf überraschend anrührende Weise japanische Filmklassiker oder führt alte Familienfotos vor. Zum Schluss sehen wir ihn wieder durch Tokio rennen, mit einer Markiermaschine den Asphalt einer Straßenbahnlinie beschreibend. "Life sucks" ist da zu lesen. (Christoph Terhechte)

Donnerstag, 02. November, 19:00 Uhr
Sonntag, 05. November, 18:00 Uhr

Fahrradseufzer

JP, 1989, 94 min, OmU, 16mm

Regie: Sion Sono
Darsteller: Sion Sono, Hiromi Kawanishi, Masahiro Sugiyama

Die Freunde Shiro und Keita (gespielt von Sion Sono) verpassen den Sprung auf die Uni und fahren in ihrem verschlafenen Heimatort Zeitungen aus. Ihrer Frustration versuchen sie zu entkommen, indem sie ihren in der Schulzeit begonnenen Super 8-Film über ein Baseball-Spiel beenden. Da ihnen ein Mitspieler fehlte, erfanden sie einen unsichtbaren Läufer, der in ihren Träumen mehr und mehr Gestalt annimmt. Doch Keita kann Shiros Enthusiasmus beim Filmemachen nicht folgen. Er leidet unter seiner Rolle als Außenseiter und darunter, dass seine Freundin Kyoko, die nun in Tokio studiert, einen neuen Freund nach Hause mitbringt. Doch es findet sich ein radikaler Weg aus der Enge ...
"Ein kühl, mit eigenwilliger Poesie entwickelter Film, der in einer nicht leicht zu erschließenden Fabel beschreibt, dass jedes Zeichen von Selbstbehauptung im heutigen Japan nur noch ein sinnentleertes Ritual ist, auf das die Umwelt mit Unverständnis reagiert." (Film-Dienst)

Donnerstag, 02. November, 21:30 Uhr
Donnerstag, 09. November, 19:00 Uhr

Tokyo Tribe

JP, 2014, 116 min, OmU, digital

Regie: Sion Sono
Darsteller: Ryohei Suzuki, Young Dais

In einer langen, Panorama-Kamerafahrt geht es immer tiefer hinein in ein fiktives Neo-Neon-Tokyo in greller Studio-Kulisse. Unter den 23 Clans im Rotlichtviertel bricht ein Bandenkrieg aus. Der wahnsinnige Yakuza-Boss Buppa spielt alle gegeneinander aus und will die Stadt beherrschen. Erst ein mutiges Girl kann die Rivalen zum gemeinsamen Kampf gegen ihn einen. East Side Story, Hip-Hop-Musical mit lyrischen Sprechgesängen, exzellenten Martial Arts und ein visuelles Feuerwerk, entstanden nach dem Manga Tokyo Tribe2 von Santa Inoue.

Samstag, 04. November, 19:00 Uhr
Sonntag, 19. November, 17:30 Uhr
Donnerstag, 23. November, 21:30 Uhr reservieren
Sonntag, 26. November, 18:00 Uhr reservieren

Q-Movie-Bar präsentiert: Lebewohl, meine Konkubine

CN, 1993, 171 min, OmU, digital

Regie: Chen Kaige
Darsteller: Leslie Cheung, Zhang Fengyi

Die Geschichte zweier chinesischer Männer in der Zeit von 1925 bis 1977 in Peking. Inmitten der politischen Veränderungen steht die Pekingoper wie ein Fels in der Brandung. Die beiden Knaben Cheng Dieyi ("Douzi" - Stein) und Duan Xiaolou ("Shitou" - Bohne) werden an der wichtigen, aber sadistisch den Einzelnen gewaltsam unterwerfenden Schule von Meister Guan zu Sängern der traditionsreichen Pekingoper ausgebildet. Der sensible Cheng entwickelt sich zum Stardarsteller weiblicher Rollen. Besonders erfolgreich tritt er zusammen mit dem lebenslustigen und opportunistischen Duan in einer Oper aus dem 18. Jahrhundert auf, in der Geschichte des Suizids eines chinesischen Kaisers und seiner Konkubine. Heimlich liebt Cheng seinen Bühnenpartner. Der aber heiratet die Konkubine Juxian. Ihr persönliches Schicksal wird von zentralen historischen Ereignissen in China gesäumt. Sie erleben die Besetzung durch Japan sowie die Befreiung von der Armee des asiatischen Gegners, nehmen den Aufstieg Maos war und müssen mit der Kulturrevolution zurecht kommen. Die drei Protagonisten leiden unter den repressiven Verhältnissen an der Oper und in der Gesellschaft, die auch ihre Freundschaft zerstören.

Nach dem Film Bar mit leckeren Cocktails!

q-movie-bar.de

Samstag, 04. November, 21:30 Uhr

Himizu - Dein Schicksal ist vorbestimmt

JP, 2011, 131 min, OmU, digital

Regie: Sion Sono
Darsteller: Shota Sometani, Fumi Nikaido

Nach dem Tsunami lebt der 14-jährige Sumida verzweifelt und allein im Bootsverleih der Eltern, die ihn vernachlässigen. Der Vater trinkt, die Mutter ist lieber bei ihrem Liebhaber. Seine Mitschülerin Keiko ist von ihm besessen und mischt sich wie ein unerbittlicher Schutzengel und mit der Hoffnung auf Liebe in sein Leben ein. Entstanden nach einem Manga, angepasst an die Endzeit- Situation nach der Fukushima-Katastrophe.

Sonntag, 05. November, 20:30 Uhr
Sonntag, 12. November, 18:00 Uhr
Donnerstag, 23. November, 19:00 Uhr reservieren

Schoolgirl Apocalypse

Japanese Night - Independant Cinema

JP, 2011, 86 min, OmU, digital

Regie: John Cairns
Darsteller: Higarino, Mai Tsujimoto

Alle zwei Monate, jeweils am ersten Dienstag des Monats, präsentieren der Filmverleih Midori Impuls und das Japan-Filmfest Hamburg (JFFH) ausgewählte japanische Independent-Filme.
Das Ziel von Midori Impuls ist es, die Filmindustrie in Japan zu fördern und den Fokus auch wieder auf Filme zu richten, die z.B. in Deutschland nicht ausreichend publiziert werden. Losgelöst vom Festivalbetrieb des JFFH soll eine regelmäßige Möglichkeit geschaffen werden, japanische (Film-)Kultur zu erleben und kulturellen Austausch zu intensivieren.

In Zusammenarbeit mit Midori Impuls und Japan- Filmfest Hamburg.

Schoolgirl Apocalypse
Die Schülerin Sakura lebt in einem idyllischen Vorort, als plötzlich ohne Vorwarnung die Apokalypse hereinbricht: die Männer verwandeln sich in mordlüsterne Zombies und greifen alle Frauen an. Nur mit einem Sportbogen bewaffnet und einem Englischlehrbuch in der Tasche kann Sakura flüchten. Unterwegs trifft sie auf weitere Frauen, die alle langsam den Verstand zu verlieren scheinen. Als sie plötzlich den blonden Jungen aus ihrem Lehrbuch im realen Leben trifft, verschwimmen auch bei ihr die Grenzen zwischen Realität und Traumwelt. Was wie ein typischer Zombiefilm startet, entwickelt sich zu einem intelligenten Coming-of-Age-Psychotrip mit atmosphärischen Bildern und einem hypnotischen Soundtrack - ein Genre-Geheimtipp!

Vorfilm: Shizuka No Umi - Quietness of the Sea
JP 2016, 30 Min., OmeU, Regie: Ryoichi Tamura, mit Shingo Matsuoka, Yuriko Mishina
Die High-School-Schülerin Hiyori trifft am Strand auf den etwas merkwürdig erscheinenden Karematsu, der Treibholz sammelt. Sie folgt ihm und findet heraus, dass er Künstler ist und das Holz für seine Werke nutzt. Zwischen den beiden entwickelt sich eine Freundschaft, und Hiyori hilft ihm bei der Vollendung seines letzten Kunstwerkes.

Mit Vorfilm und Einführung.

Dienstag, 07. November, 20:00 Uhr

Hörbar

Zentraler Treffpunkt für Konsumenten und Produzenten experimenteller Musik. Jeden Mittwoch 21:00 Uhr.

www.hoerbar-ev.de

Mittwoch, 08. November, 21:00 Uhr
Mittwoch, 15. November, 21:00 Uhr
Mittwoch, 29. November, 21:00 Uhr
Hörbar

I Am Sion Sono (als Vorfilm)

JP, 1984, 37 min, OmeU, DCP

Regie: Sion Sono

Punk ist, wenn man auf einer 2-Saiten-Gitarre nicht spielen kann und es trotzdem tut. So in etwa entdeckt Sion Sono mit 22 Jahren die Super 8-Kamera: Ich filme, also bin ich. Nonchalant und selbstbewusst stellt er sich in einem entwaffnenden, mal komischen, mal anzüglichen, höchst energetischen Selbstporträt vor, das zum Manifest eines wilden, kompromiss- und tabulosen Kinos wurde. Filmemachen ist ja so leicht: "Stell die Schärfe auf unendlich und dreh einfach!" (Christoph Terhechte) Und im Rückblick sind alle Filmelemente Sion Sonos in diesem Selbstportrait bereits vorhanden.

Donnerstag, 09. November, 19:00 Uhr
Samstag, 25. November, 19:30 Uhr reservieren

The Whispering Star

JP, 2015, 101 min, OmU, digital, SW

Regie: Sion Sono
Darsteller: Megumi Kagurazaka, Kenji Endo

In ferner Zukunft leben postapokalyptisch nur noch wenige Menschen universumweit entfernt auf Planeten und Galaxien. Dafür gibt es weitaus mehr Androiden, ID 722 Yoko Suzuki ist als interstellare Postbotin einer von ihnen. Sie bringt den Menschen mit ihrem Raumschiff samt sprechendem Computer Pakete und interessiert sich eines Tages für deren Inhalt, scheinbar bedeutungslose Gegenstände, Fotografien, Zigarettenstummel oder Bleistifte. Wenn sie nach endlosem Flug durchs All auf ein paar Menschen trifft, dann entdeckt sie einige Gestalten hinter einer weißen Wand, die zu Abend, essen, Zeitung lesen oder ein Fahrrad reparieren. Minimalistisch und meditativ in Szene gesetzt in der Präfektur Fukushima nach der Reaktor- Katastrophe, Bewohner der Region wirken als Laien-Darsteller mit. Eine Kontemplation der kleinen Dinge, von denen einige bleiben, auch wenn es "nichts" mehr gibt. Neben der dystopischen Endzeit-Geschichte auch ein Film über das Filmemachen, über Geräusche, Wiederholungen, den Wechsel von schwarz-weiß zur Farbe, Tücken der Technik, Positionen und Bewegungen der Kamera, am Schluss Schattenbilder, die an Scherenschnitt-Filme erinnern und an alle Vorgeschichten des Kinos, wie der analoge Film eine untergehende Kunst, von der vielleicht doch einiges bleibt.

Donnerstag, 09. November, 21:30 Uhr
Samstag, 11. November, 20:00 Uhr
Donnerstag, 16. November, 19:00 Uhr

Drehort:Hamburg: Der Madonna Mann

D, 1986/87, 90 min, VHS

Regie: Hans-Christoph Blumenberg
Kamera: Theo van deSande
Darsteller: Marius Müller Westernhagen, Reneé Soutendijk, Michael Lonsdale, Peter Kraus, Mathias Fuchs, Ingrid van Bergen, Domique Horwitz, Nina Hoger u.a.

Auf dem Weg nach Helsinki legt der australische Geologe Martin Graves einen Zwischenstopp in Hamburg ein und lernt dort in einem Varieté Juliane kennen. Diese verwechselt ihn mit einem Killer und bringt ihn mit dem kunstbegeisterten Gangster Tanzmann zusammen. Als der Irrtum auffliegt, bleiben beiden nur zehn Stunden, um den echten Killer zu finden...Von nun an stecken Juliane und Martin in einem dramatischen Abenteuer; im nächtlichen Hamburg müssen beide um ihr Leben fürchten.
Formidabler Nacht-Thriller um das alte Hitchcock-Thema vom 'falschen Mann zur falschen Zeit am falschen Ort'.
Eintritt: 8€

Freitag, 10. November, 20:30 Uhr

Kinotreff für Gehörlose, Schwerhörige und Hörende: Kino für Kids

mit Kinderfilmen für 3- bis 6-Jährige, die visuell funktionieren. Immer mit dabei - der kleine Maulwurf. Eintritt frei. Nähere Infos zum Programm unter:

www.kinotreff.wordpress.com

Samstag, 11. November, 16:00 Uhr

Tçland: Rassismus und Ausgrenzung

Filme und Diskussion in Kooperation mit dem Tribunal "NSU Komplex auflösen"
Zu Gast: Caro Keller, NSU Watch
Der präzise Blick der Filmemacher*innen entlarvt eine Gesellschaft die sich nicht erinnern und bekennen will. Filme und Gäste sprechen über rassistische Strukturen, die jahrelange Leugnung rechten Terrors und dessen bisher nie erfolgte adäquate Aufarbeitung.

Tiefenschärfe
D 2017, 15 Min., OV, digital, Regie: Alex Gerbaulet, Mareike Bernien
Ein Ort wehrt sich gegen das Filmteam und die Erinnerung an die Tat. Ein Ort, in dem sich Stadt und Gesellschaft widerspiegeln.

Halitstrasse, Kassel, Hessen, Deutschland
D 2014,16 Min., OV, digital, Regie: Fritz Laszlo Weber
Gedenken und Erinnern. Eine virtuelle Recherche über die Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit von Betroffenen und Tätern.

Samstag, 11. November, 18:00 Uhr

Cold Fish

JP, 2010, 144 min, OmU, digital

Regie: Sion Sono
Darsteller: Mitsuru Fukikoshi, Denden

Der verklemmte Fischhändler Shamoto gerät an den jovialen, doch eiskalten Murata, Chef eines erfolgreichen Fisch-Supermarkts. Der verführt Taeko, Shamotos Frau, entfremdet ihm die rebellische Tochter Mitsuko und verstrickt ihn immer tiefer in seine Mord- und Gewaltexzesse. Shamoto kann sich der Gewalt Muratas nicht entziehen, er bleibt lange passiv, bis in ihm die eigene Aggression vehement ausbricht. Grotesker, düsterer Rachethriller mit finstersten Alpträumen japanischer Familienväter. (Achtung: teilweise extreme Szenen)

Samstag, 11. November, 22:00 Uhr
Samstag, 25. November, 22:00 Uhr reservieren

Arab Filmclub: Dunia / Dunia - Kiss Me Not on the Eyes

EGY, 2006, 112 min, Arabisch mit engl. UT, digital

Regie: Jocelyn Saab
Darsteller: Hanan Turk, Mohamed Mounir

Die libanesische Regisseurin erzählt schwebend leicht von den Träumen, Wünschen und Erfahrungen einer jungen Frau im pulsierenden Kairo voller Tanz und Musik.

Sonntag, 12. November, 15:00 Uhr

Guilty of Romance

JP, 2011, 139 min, OmU, digital

Regie: Sion Sono
Darsteller: Megumi Kagurazaka, Makoto Togashi, Miki Mizuno

Die Schicksale dreier Frauen treffen aufeinander. Kommissarin Yoshida ermittelt im Szeneviertel Shibuyas und muss einen grausamen Frauenmord aufklären. Izumi, devot und unbeachtet von ihrem Mann, einem erfolgreichen Erotik-Schriftsteller, entdeckt ihr eigenes Begehren, die Lust am Verbotenen und das Sex-Geschäft. Dabei kreuzt sie die Wege der anziehenden, aber gefährlichen Mitsuko, die am Tage in der Universität über Literatur doziert, nachts als Hure arbeitet und Izumi Unterricht auf der Suche nach Lust und Selbstverlust gibt. Kafkas Schloss, und Mahlers 5. Sinfonie liefern den metaphorischen Überbau für diesen labyrinthischen Erotik-Thriller, der nach einem realen Mord an einer Frau entstand, die neben ihrem Beruf als Wirtschaftsforscherin als Hure arbeitete. (Achtung: teilweise extreme Szenen)

Sonntag, 12. November, 20:30 Uhr
Sonntag, 26. November, 20:30 Uhr reservieren
Donnerstag, 30. November, 19:00 Uhr reservieren

Dokumentarfilmsalon auf St. Pauli: Die Höhle von Eppendorf

D, 2016, 60 min, digital

Regie: Oliver Schwabe

Eine Hamburger Club-Legende in Sachen Jazz, Blues und Rock; Das PÖ war ein Ort, an dem sich Musik entfalten und entwickeln konnte. Nicht nur lokale Größen wie Udo Lindenberg und Otto gingen im PÖ ein und aus, sondern auch internationale Stars wie Dexter Gordon, Al Jarreau oder U2. In der Silvesternacht 1985/86 macht der legendäre Musikclub zu. Für immer. Doch die Geschichten und Anekdoten rund um die kleine Eckkneipe sind lebendig und hallen auch in der heutigen Clubszene nach. Archivmaterial sowie Interviews mit Betreibern, Gästen und Musikern lassen die ehemalige Musikinstitution wieder lebendig werden.

Salon und Bar ab 18.30 Uhr geöffnet, Eintritt auf freiwilliger Spendenbasis.

www.dokumentarfilmsalon.org

Dienstag, 14. November, 20:00 Uhr

The Sion Sono

JP, 2016, 97 min, OmeU, digital

Regie: Arata Oshima

Einblicke in die phantastische Welt des Kult-Regisseurs, privat und am Set von The Whispering Star. Arata Oshima (Sohn von Nagisa Oshima) zieht den Bogen von Sion Sonos Kindheits- und Rebellen-Jahren über Karriere-Brüche bis zum großen Erfolg, wobei Sono betont, dass er immer noch seinem Verzicht auf Perfektion treu bleibt. Oshima beobachtet den Meister zu Hause beim Malen in seinem Atelier, bei der Arbeit im Studio, bei Filmbesprechungen im Büro und im Gespräch mit Kollegen. Sonos Frau Megumi Kagurazaka, Hauptdarstellerin in vielen seiner Filme, und enge Mitarbeiter sprechen über ihre Erfahrungen im Leben und bei der Arbeit mit Sion Sono.

Donnerstag, 16. November, 21:30 Uhr
Samstag, 25. November, 19:30 Uhr reservieren

The Girl Who Knew Too Much

Italian-Murder-Mystery-Triple präsentiert von Bizarre Cinema

I, 1963, 92 min, EF, 16mm, S/W

Regie: Mario Bava
Darsteller: Leticia Román, John Saxon

Giallo-Fever: Schwarze Lederhandschuhe, die die blitzende Klinge eines Messers freilegen. Eine hübsche junge Frau, die bei Dunkelheit panisch durch einen Park irrt. Eine Glasscheibe, die plötzlich zerbirst und den Blick auf eine blutende Leiche freigibt. Bilder und Szenen wie Fragmente eines Alptraums, die sich ins Gehirn fräsen und nicht mehr loslassen. Italiens Kino der 60er- und 70er-Jahre kreierte mit einigen der nervenzerfetzenden Thriller überhaupt ein eigenes Genre, den Giallo. "Es ist die schiere Überdosis der ungefilterten, hoch potenzierten filmischen Ausdrucksmittel, welche die Figuren und auch uns Zuschauer verstören und in Panik versetzen."(Johannes Binotto) - Zeit für Giallo Fever!

The Girl Who Knew Too Much
In "The Evil Eye" (US-Titel) verbringt die Amerikanerin Nora Davis ihre Ferien in Rom. In der Nacht ihrer Ankunft stirbt ihre Gastgeberin, sie wird ausgeraubt und Zeugin eines grausamen Mordes. Niemand will ihr glauben ...
Bevor Mario Bava mit "Blutige Seide" den eigentlichen Startschuss für Gialli gab, verwendete er bereits viele der später bekannten Elemente in diesem Krimi, der somit als Ur-Giallo gilt. Bava begeistert zudem mit beeindruckender Schwarz-Weiß-Fotografie, in der Hauptrolle bezaubert Letícia Román das Publikum.

mit Einführung

Samstag, 18. November, 20:00 Uhr

Vier Fliegen auf grauem Samt

Italian-Murder-Mystery-Triple präsentiert von Bizarre Cinema

I, 1971, 103 min, DF, 35mm

Regie: Dario Argento
Darsteller: Michael Brandon, Mimsy Farmer

Giallo-Fever: Schwarze Lederhandschuhe, die die blitzende Klinge eines Messers freilegen. Eine hübsche junge Frau, die bei Dunkelheit panisch durch einen Park irrt. Eine Glasscheibe, die plötzlich zerbirst und den Blick auf eine blutende Leiche freigibt. Bilder und Szenen wie Fragmente eines Alptraums, die sich ins Gehirn fräsen und nicht mehr loslassen. Italiens Kino der 60er- und 70er-Jahre kreierte mit einigen der nervenzerfetzenden Thriller überhaupt ein eigenes Genre, den Giallo. "Es ist die schiere Überdosis der ungefilterten, hoch potenzierten filmischen Ausdrucksmittel, welche die Figuren und auch uns Zuschauer verstören und in Panik versetzen."(Johannes Binotto) - Zeit für Giallo Fever!

Vier Fliegen auf grauem Samt
Roberto tötet versehentlich einen Mann, von dem er sich verfolgt fühlte. Ein Unbekannter macht ihm dann das Leben zur Hölle, weitere Morde geschehen. Roberto gerät immer tiefer ins Fadenkreuz der Ermittler. Wer steckt hinter den mysteriösen Vorgängen?
Giallo-Meister Dario Argento ("Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe", "Profondo Rosso") erzeugt in seinem dritten Film eine unheimlich-düstere Atmosphäre, die in experimentellen Mordsequenzen kulminiert.

mit Einführung

Samstag, 18. November, 22:00 Uhr

Midnightmovie: Das Schloss der blauen Vögel

Italian-Murder-Mystery-Triple präsentiert von Bizarre Cinema

1971, 94 min, DF, 35mm

Regie: Fernando Di Leo
Darsteller: Klaus Kinski, Margaret Lee

Giallo-Fever: Schwarze Lederhandschuhe, die die blitzende Klinge eines Messers freilegen. Eine hübsche junge Frau, die bei Dunkelheit panisch durch einen Park irrt. Eine Glasscheibe, die plötzlich zerbirst und den Blick auf eine blutende Leiche freigibt. Bilder und Szenen wie Fragmente eines Alptraums, die sich ins Gehirn fräsen und nicht mehr loslassen. Italiens Kino der 60er- und 70er-Jahre kreierte mit einigen der nervenzerfetzenden Thriller überhaupt ein eigenes Genre, den Giallo. "Es ist die schiere Überdosis der ungefilterten, hoch potenzierten filmischen Ausdrucksmittel, welche die Figuren und auch uns Zuschauer verstören und in Panik versetzen."(Johannes Binotto) - Zeit für Giallo Fever!

Midnightmovie in Kooperation mit Bizarre Cinema: Das Schloss der blauen Vögel
Das Schloss auf dem Land ist eine Privatklinik für problembeladene, wohlhabende Frauen. Dr. Keller kümmert sich um Nymphomanie, lesbische Liebe und Selbstmordgefahren. Dann beginnt ein Unbekannter, die Patientinnen der Reihe nach zu massakrieren...
Fernando di Leo, eigentlich Experte für ruppige Mafia-Thriller wie "Milano Kaliber 9" oder "Der Teufel führt Regie", legt ein überraschend schmieriges Machwerk vor - angereichert mit viel Schock, Blut und nacktem Fleisch. "Ein frivoles Giallo-Feuerwerk aus der bumsfidelen Ballerburg von Hohenschwand." (italo-cinema.de)

mit Einführung

Samstag, 18. November, 23:59 Uhr

Bruce LaBruce - neuer Film: Die Misandristinnen

D, 2017, 91 min, OmU, DCP

Regie: Bruce LaBruce
Darsteller: Susanne Sachsse, Viva Ruiz

Eine weiblich-radikale "Army of Lovers" rüstet sich zur letzten Revolution. Sie diskutiert, agitiert, menstruiert, sinniert über den Untergang des Patriarchats und hat Sex. Dass ausgerechnet ein junger Soldat im Feminist*innenkloster Zuflucht sucht, bringt die strenge Vorsteherin aufs Parkett.

Sonntag, 19. November, 20:00 Uhr

Filmstadt - Eine Dokumentation

D, 2017, 70 min, digital

Regie: Dennis Albrecht

Eine über fünf Jahre selbstproduzierte Webserie mit Stargästen und über 350 Minuten Laufzeit! Die Doku zeigt Kinos und Filmstudios, die es nicht mehr gibt. Befragt werden Monty Arnold (Quatsch Comedy Club), Hans-Jürgen Börner (Extra 3) und Dr. Bernhard Gleim (Ex-NDR-Serien-Chefredakteur) zu den Auswirkungen der FILMSTADT.

mit Gästen

Dienstag, 21. November, 19:00 Uhr reservieren

RE:FOKUS

Bilder, Sounds und deren Zusammenspiel, audiovisuelle Kunst und Austausch über aktuelle Entwicklungen.

Mittwoch, 22. November, 21:00 Uhr
Hörbar

Dokumentarfilmsalon auf St. Pauli: USA 1982: We Stood Like Kings Plays Koyaanisqatsi

USA, 1982, 94 min, digital

Regie: Godfrey Reggio
Musik: We Stood Like Kings (BE)

"Koyaanisqatsi" - das bedeutet in der Sprache der Hopi-Indianer "Leben im Ungleichgewicht". Diesem Ungleichgewicht hat Godfrey Reggio mit seinem experimentellen Film eine visuelle Entsprechung gegeben. Gewaltige Natur trifft Schnitt für Schnitt auf endlose Industrieanlagen, das hektische Treiben großer Städte oder den rhythmischen Puls des Straßenverkehrs.
Im Original wird der Film mit einem Soundtrack von Philipp Glas untermalt. Nicht so an diesem Abend, denn die belgische Post-Rock Band wird den Film live neu vertonen. We Stood Like Kings verbinden instrumentalen Post-Rock mit progressiven Elementen. Dank der zentralen Präsenz des Pianos ist auch der neoklassische Einfluss unüberhörbar. Chopin trifft auf Pink Floyd und Explosions In The Sky.

Salon und Bar ab 18.30 Uhr geöffnet, Eintritt auf freiwilliger Spendenbasis.

www.dokumentarfilmsalon.org

Dienstag, 28. November, 20:00 Uhr reservieren