Das Kino auf St. Pauli
ohne Werbung. im Hinterhof. in 2D und Stereo!

Unser Programm im Mai 2018

Programmbild Mai 2018: 1968 von Revolutionen weltweit trńumen

1968 von Revolutionen weltweit träumen

Das Jahr 1968 schrieb sich in die Protestgeschichten der Welt ein. Wir schauen natürlich nach Frankreich auf den Pariser Mai, aber auch weit darüber hinaus - in andere Länder bis nach Lateinamerika und Asien. Mit Filmen, in denen die 68er Revolte rund um die Welt spürbar oder thematisiert wird. Dazu setzen wir einen Film, der sich aus heutiger Sicht mit der Zeit beschäftigt. Detroit rekonstruiert die Race Riots und stellt die immer wieder diskutierte Frage: Können wir aus der Geschichte lernen?

Dienstag,
01.05.
20:00
Donnerstag,
03.05.
19:00
21:00
Samstag,
05.05.
20:00
22:00
Sonntag,
06.05.
18:00
20:30
Film
Dienstag,
08.05.
20:00
Mittwoch,
09.05.
21:00
Hörbar
Donnerstag,
10.05.
18:30
21:00
Film
Samstag,
12.05.
19:00
21:00
Film
Sonntag,
13.05.
16:00
18:00
20:00
Film
Mittwoch,
16.05.
21:00
Donnerstag,
17.05.
18:30
20:30
Film
Samstag,
19.05.
19:30
21:30
Film
23:59
Sonntag,
20.05.
17:00
19:00
Film
Dienstag,
22.05.
20:00
Mittwoch,
23.05.
21:00
Hörbar
Donnerstag,
24.05.
19:00
Freitag,
25.05.
21:00
Samstag,
26.05.
21:00
Sonntag,
27.05.
15:00
18:00
20:30
Mittwoch,
30.05.
21:00
Donnerstag,
31.05.
19:00
21:30

Die Veranstaltungen im Einzelnen

Japanese Night #4 - Bloody Gore-Fest: Bloody Chainsaw Girl

JP, 2016, 76 min, OmU, digital

Regie: Hiroki Yamaguchi
Darsteller: Rio Uchida, Mari Yamachi, Seira Sato, Yuki Tamaki

Die kauzige Schülerin Nero entpuppt sich als wahnsinnige Wissenschaftlerin, die mal eben die gesamte Schulbelegschaft samt Schülern zu ihren Zombie-Untergebenen macht. Die hübsche Mitschülerin Giko jedoch, die einzige Überlebende dieses Albtraums, rückt sich die knappe Schuluniform zurecht, befüllt eine wuchtige Kettensäge mit Treibstoff und macht sich auf, Neros entsetzlichem Treiben ein Ende zu setzen.
Hiroki Yamaguchi (Hellevator) präsentiert ein spektakuläres Splatter-Schulfest der ganz besonderen Sorte. Die Spezialeffekte der Macher von The Machine Girl und Tokyo Gore Police sprühen über voller irrwitziger Ideen, Rio Uchida überzeugt als taffe Superheldin mit Säge. Diese Manga-Adaption ist ein Fest für Fans des japanischen Neo-Gores!
"Macht einfach nur Spaß - da rattert die Kettensäge!" - deadline-magazin
"Schulmädchen, Zombies, Kettensägen - let's party!" - dasmanifest.com

mit Einführung

in Zusammenarbeit mit Midori Impuls und Japan-Filmfest Hamburg

Dienstag, 01. Mai, 20:00 Uhr

Le Départ (Der Start)

BE, 1967, 86 min, OmU, digital

Regie: Jerzy Skolimowski
Darsteller: Jean-Pierre Léaud, Catherine-Isabelle Duport

Alltag in den Swinging Sixties zwischen trister Realität und großen Träumen. Marc ist Lehrling in einem Frisiersalon und brennt darauf, als Rennfahrer an einem Autorennen teilzunehmen. Heimlich trainiert er nachts mit dem Porsche seines Chefs, doch ausgerechnet am Renntermin plant der Chef einen Ausflug. Verzweifelt sucht Marc nach einem anderen Auto, doch was er auch versucht, alles geht schief. Und Michèle, in die er sich gerade verliebt hat, macht die Suche nicht einfacher. Dann kommt aber Marcs Chef früher als erwartet zurück. Überglücklich kann er mit Michèle zum Rennen fahren und die Nacht mit ihr in einem Hotel verbringen ...
Der polnische Regisseur Jerzy Skolimowski drehte hier seinen ersten Film im Westen, ein überraschender Erfolg, der die Aufbruchstimmung der jungen Generation einfängt und für den er auf der Berlinale den Goldenen Bären für den besten Film gewann. Mehr "Nouvelle Vague" als fast alles von Godard, Truffaut und Co. urteilte der "Perlentaucher". Enno Patalas schrieb 1968 in der Filmkritik: "Es ist ein Unterschied, ob man mit zwanzig einen gestohlenen 911 S fährt oder ob man sich mit dreißig einen kaufen kann. Von diesem Unterschied handelt "Der Start": von den Träumen, die man mit zwanzig hat und mit dreißig sich erfüllt und die dann nicht mehr die Träume sind von einst." Wer könnte einen solchen Träumer besser spielen als Jean-Pierre Léaud?

Donnerstag, 03. Mai, 19:00 Uhr
Samstag, 12. Mai, 19:00 Uhr
Sonntag, 20. Mai, 17:00 Uhr

The Man Who Left His Will On Film (Tokyo Senso Sengo Hiwa)

JP, 1970, 94 min, OmeU, digital

Regie: Nagisa Oshima
Darsteller: Kazuo Goto, Emiko Iwasaki

Ein radikaler Filmstudent springt auf der Flucht vor der Polizei in den Tod, einer anderer stiehlt seine Kamera. Besessen, im Film den "letzten Willen" des Toten zu finden, eignet er sich dessen "Perspektiven" an. Doch kann man den Bildern glauben?
Oshima erzählt diese Geschichte zweimal, ähnlich einem Möbius-Band. Am Ende wissen wir nicht, ob das, was wir sehen, die Wahrheit ist oder ob es einen neuen Blick auf den Film gibt. Motoki selbst ist der Filmemacher, der sich ? nicht nur ? mit seinen Bildern vom politischen Kampf trennt und sich einer individuellen Sichtweise annähert.
In einem Essay über den Film fragt Oshima: Wie stirbt man in den 70er Jahren (nach der Niederlage der linken Gruppen in Japan)? Was ist die Antwort auf diese Frage: Wie werden wir in naher Zukunft leben? Jetzt wissen wir es. Die Japanische Rote Armee hat mit ihrem nationalen und internationalen Terrorismus viele Tote hinterlassen.
Oshima war von der Niederlage des politischen Kampfes tief getroffen. Seinen Film sah er auch als Requiem, all den jungen Toten der Nachkriegszeit gewidmet, die getötet wurden, ohne dass sie sterben wollten. Er zog seine Konsequenz und gab den politischen Kampf für immer auf. Von nun an bevorzugte er die Position des Einzelnen. Er verließ sein Land und richtete sich in einem neuen ein: Mein einziges Land ist das Kino.

Donnerstag, 03. Mai, 21:00 Uhr
Samstag, 19. Mai, 19:30 Uhr
Donnerstag, 31. Mai, 21:30 Uhr reservieren

Head - The Monkees

US, 1969, 85 min, OmU, digital

Regie: Bob Rafelson
Darsteller: Peter Tork, Davy Jones, Micky Dolenz, Michael Nesmith

The Monkees, eine US-Retorten-Band, drehen den ersten Kinofilm und zerstören ihr braves Image mit einem psychedelischen, surreal-satirischen Trip über Politiker und Kriege, diverse Filmgenres, Fakes und den eigenen oberflächlichen Ruhm. Anfang vom Ende der Monkees, aber der Film ist längst Kult.
Die Idee zu Head entstand an einem wilden Wochenende mit den Mitgliedern der Band, Regisseur Bob Rafelson und Co-Autor Jack Nicholson, gewürzt wohl mit Unmengen an Marihuana und wer weiß was noch. Aus den Tonbandaufnahmen strickte Jack Nicholson das Drehbuch, das die "wahre" Geschichte der Monkees erzählen sollte. Der Film sollte Changes heißen und mit dem bisher braven, familientauglichen Image der Band, ihrer erfolgreichen TV-Serie und gleich mit dem ganzen Studio-System des Hollywood-Films brechen. Das Destruktions-Potential war grandios: die Band brach mit dem Regisseur und der Produktion während der Dreharbeiten, die Monkees zerbrachen als Band wenige Monate später, der Film war ein Flop, den zudem die Fans aus Jugendschutz-Gründen nicht einmal sehen konnten ...
Heute ist Head ein perfektes Zeit-Dokument der 60er Jahre, garniert mit zahlreichen Cameo-Auftritten, u.a. von Sonny Liston, Frank Zappa, Victor Mature, und natürlich durften auch die Buddies Jack Nicholson und Dennis Hopper nicht fehlen. Die Monkees sprangen am Ende des Films ins Wasser und gingen weg ... fast wie im realen Leben.

Samstag, 05. Mai, 20:00 Uhr
Sonntag, 13. Mai, 18:00 Uhr
Donnerstag, 17. Mai, 18:30 Uhr

Q-Movie Bar präsentiert: Oriented

GB/IL, 2016, 89 min, OmeU, digital

Regie: Jake Witzenfeld

Der Film folgt dem Leben von drei homosexuellen, palästinensischen Freunden auf der Suche nach ihrer nationalen und sexuellen Identität in Tel Aviv, Israel. Khader, ein "Tel Aviv Darling" aus einer prominenten muslimischen Mafiafamilie, lebt mit seinem jüdischen Freund zusammen - einem lokalen LGBT Impresario. Er bewegt sich in einem Konfliktfeld zwischen Wunsch nach Veränderung und einer scheinbar aussichtslosen gesellschaftlichen Situation. Fadi, ein glühender palästinensischer Nationalist, ist schuldbeladen durch die Affäre mit einem jüdischen Israeli. Naeem muss seine Familie mit der Wahrheit über seine Sexualität konfrontieren. Entschlossen, die Realität zu verändern, bilden die Drei eine Gruppe namens "QAMBUTA", eine gewaltfreie, kulturelle Widerstandsbewegung, die für genderbezogene und nationale Gleichberechtigung kämpft. Durch ihre Aktivitäten zeigen sie auf, was es bedeutet mit der Bürde einer vielschichtigen Identität aufzuwachsen.

danach Bar mit leckeren Cocktails

Samstag, 05. Mai, 22:00 Uhr

Terra em Transe (Land in Trance)

BR, 1967, 106 min, OmU, digital

Regie: Glauber Rocha
Darsteller: Jardel Filho, Paulo Autran, José Lewgoy, Glauce Rocha

Der sterbende Paulo blickt auf sein Leben zurück. Als Dichter engagierte er sich politisch und geriet zwischen die "Mühlsteine", einen konservativen Führer und einen populistischen Reformer, die das Volk missbrauchten. Die Kommunistin Sara öffnete ihm die Augen, und so nahm er selbst die Waffe in die Hand ...
Nach Beginn des Militärregimes 1964 kehrten Filmemacher aus dem Sertao in die Stadt zurück und entwarfen deprimierende Bilder. Mit zunehmendem Terror des Militärregimes organisierte sich eine linke Stadtguerilla, die sich jedoch nicht ausweiten konnte und eher kathartisch als politisch wirkte: Gewalt gegen das System aus individueller Frustration. Diesen Problemkreis erfasst Terra em Transe.
Glauber Rocha ist wohl der kreativste und innovativste Regisseur des brasilianischen "Cinema Novo" der 60er Jahre. Er suchte nach einem eigenen, lateinamerikanischen Kino, das visuell und politisch radikal und gesellschaftskritisch ist und sich kolonialen Einflüssen entzieht. In Terra em transe setzt er realistisch-dokumentarische, phantastisch-surreale, theatralisch-opernhafte, poetisch-mythologische Elemente ein ? alles vereint in einer Symbiose, die er Tropikalismus nannte. Den Film drehte er unbemerkt von der brasilianischen Militärdiktatur, über seine Konflikte mit der "realen Politik" und über die Schwächen der Intellektuellen.

Sonntag, 06. Mai, 18:00 Uhr
Donnerstag, 10. Mai, 18:30 Uhr

El Topo

MX, 1970, 125 min, OmU, DCP

Regie: Alejandro Jodorowsky
Darsteller: Alejandro und Brontis Jodorowsky, Mara Lorenzio

Die berühmte Kult-Western-Odyssee mit Wurzeln im französischen absurden Theater Arrabals und voller surrealer, mythischer Elemente auf der Suche nach Erlösung. Gewalt aller Arten wird immer absurder durchdekliniert, elterliche, sexuelle, kriminelle, religiöse, politische und revolutionäre Gewalt. Es ist nicht zu übersehen, dass hier das Grauen nur gespielt ist, weitaus übertriebener als in den damals beliebten Spaghetti-Western. Es fließt literweise blutrote Farbe, und es werden immer absurdere Kämpfe ausgetragen, die eher an Kinder- als an Mysterienspiele erinnern. Und so bleibt denn das Lachen über das Grauen und den Tod nicht aus. Ganz im Sinne Arrabals, der das Theater nur mit der Heilung oder dem Tod enden sieht, in einem Film wie El Topo geht beides zusammen. Lakonischer ist da Jodorowsky selbst: "Ich weiß nicht, ob El Topo gut ist oder nicht. Ich weiß es wirklich nicht. Ich hatte das Glück, dass John Lennon den Film mochte."

Sonntag, 06. Mai, 20:30 Uhr
Donnerstag, 10. Mai, 21:00 Uhr
Samstag, 19. Mai, 21:30 Uhr

Dokumentarfilmsalon auf St. Pauli: Bunch of Kunst

D, 2017, 103 min, OmeU, digital

Regie: Christine Franz

Iggy Pop feiert sie als größte Rock'n Roll Band Englands, der Guardian bezeichnet sie als
"UKs wütendste Band" und ihre Fans sehen in ihnen gar die "Stimme ihrer Generation".
Bei all dem Zuspruch sind die Sleaford Mods aus Nottingham aber auf dem Boden
geblieben und und können der Lobhudelei kaum etwas abgewinnen. Die Filmemacherin
Christine Franz begleitet das Duo zwei Jahre lang; von Sessions im Schlafzimmer-Studio
bis zum großen Durchbruch.
Bar und Salon ab 18:30 Uhr geöffnet. Eintritt auf freiwilliger Spendenbasis. Näheres unter:

www.dokumentarfilmsalon.org

Dienstag, 08. Mai, 20:00 Uhr

RE:FOKUS

Monatliches Treffen audiovisueller Kultur, Bilder, Sounds und deren Zusammenspiel, audiovisuelle Kunst und Austausch über aktuelle Entwicklungen.

Mittwoch, 09. Mai, 21:00 Uhr
H├Ârbar

Mai 68

1. Die Phantasie an die Macht, 2. Deuxième Partie

F, 1974, 190 min, OmU, digital

Regie: Gudie Lawaetz

Eine umfassende Chronik der Pariser Aufstände von Studenten, Jugendlichen, Arbeitern, Intellektuellen und Unzufriedenen im Mai 1968. Die Revolte fiel mit einem gewerkschaftlichen Streik zusammen und schuf ein Klima, in dem die Revolution greifbar schien. Der Dokumentarfilm von Gudie Lawaetz gilt als einer der wichtigsten zu diesem epochalen Ereignis.
"Im November 1967 begannen Studenten der Universitäten in Nanterre und Lyon, sich gegen die unerträglichen Studienbedingungen zu wenden, wenig später besetzten die "Enragés" (die Wütenden) die studentischen Wohnheime. Als französische Regisseure gegen die Absetzung Henri Langlois als Leiter der Cinémathèque française demonstrieren - unter ihnen: Francois Truffaut, Jean-Paul Sartre und Jean-Luc Godard - prügelten die Einsatzhundertschaften auf die 5.000 Demonstranten und Frankreichs intellektuelle Elite ein. Im März 68 griffen die Unruhen auch auf die Fabriken über. Wilde Streiks in den Garnier-Werke, spontane Betriebsversammlungen bei Citroën und Renault.
Der radikale Teil der Studenten gründete jetzt die "Bewegung des 22. März", unter ihnen Alain Krivine, Daniel Bensaid und Daniel Cohn-Bendit. Der gaullistische Staat ließ darauf am 2. Mai die Universität Nanterre behördlich schließen. Daraufhin wurde am 3. Mai die Sorbonne besetzt. Beim anschließenden Sturm durch die Polizei gab es zahlreiche Verletzte, 200 Studenten wurden verhaftet. Im Quartier Latin kam es zu stundenlangen Straßenschlachten und weiteren 600 Verhafteten. Am 10. Mai riegelten Zehntausende Studenten das Quartier Latin ab. Bei den Auseinandersetzungen wurden 800 Demonstranten zum Teil schwerverletzt, fast Tausend festgenommen. Als die Arbeiter in Generalstreik treten, flüchtet De Gaulle aus Paris.
Für Gilles Deleuze war der Pariser Mai "der einzige Weg, um (die) Scham abzulegen, oder auf das zu reagieren, was nicht mehr tolerierbar ist", Maurice Brinton, Augenzeuge der Revolte, bezeichnet sie als "die bedeutendste revolutionäre Erhebung in Westeuropa seit den Tagen der Commune". (Inhaltsangabe von "Paris Mai 68 ? Die Phantasie an die Macht, Laika-Verlag)

Samstag, 12. Mai, 21:00 Uhr
Sonntag, 20. Mai, 19:00 Uhr
Donnerstag, 24. Mai, 19:00 Uhr reservieren

Mo&Friese - Vorflimmern

30 min

Zum Warmwerden und Einstimmen zeigen Mo&Friese eine bunte Auswahl aus unseren Festivalfilmen. Mit einem kleinen Jungen der auf gar keinen Fall die Kinovorführung in seinem Dorf verpassen will, einer schneeweißen Krähe, die eigentlich nur von den anderen akzeptiert werden möchte und einem außergewöhnlichen Tanzninja, erwartet Euch ein aufregendes und abwechslungsreiches Programm. Geeignet für Filmliebhaber*innen ab fünf Jahren.
Kuap
CH 2018, 7'37Min., digital, Regie: Nils Hedinger
Eine Kaulquappe verpasst die Entwicklung zum Frosch und bleibt allein zurück. Doch im Weiher gibt es viel zu erleben, und der nächste Frühling kommt bestimmt. (Animationsfilm)
Kinoliebe (???????)
KGZ 2017, 10 Min., digital, Regie: Askar Nurakun Uulu
Ein kleiner Kinofan aus der kirgisischen Provinz sieht sich in diesem Spielfilm mit unterschiedlichen Schwierigkeiten konfrontiert. Er lässt sich jedoch nicht beirren.
Die weisse Krähe (Bijela Vrana)
HR 2017, 9'07 Min., digital, Regie: Miran Miosic
Die kleine Krähe sieht anders aus. Obwohl ihre Eltern und Geschwister sie lieben, wird sie von den anderen Krähen gehänselt. Bis eines Tages ...
Sliced Tomatoes
GB 2017, 2'22 Min., digital, Regie: Naren Wilks
In diesem Musikclip liefert eine Tanzninja mit ganz speziellen Superkräften eine außergewöhnliche Performance mit sich selbst.
Löwe
D 2017, 2'37 Min., digital, Regie: Julia Ocker
Der Löwe muss dringend fitter werden! Die Gazelle traut ihm das nicht zu. (Animationsfilm)

Sonntag, 13. Mai, 16:00 Uhr

Detroit

US, 2017, 144 min, OmU, DCP

Regie: Kathryn Bigelow
Darsteller: John Boyega, Will Poulter, Algee Smith

Detroit Sommer 1967, in wirtschaftlich schwieriger Zeit kommt es zu massiven Bürgerrechts-Aufständen in den Schwarzen-Vierteln. Aus einem Motel fallen Schüsse, die Polizei rückt mit einem Großaufgebot an. Voller Vorurteile, mit brutaler, sadistischer Gewalt gehen sie gegen die Gäste, darunter die Soulband "The Dramatics" vor.
Kathryn Bigelow rekonstruiert und skizziert mit Inszenierung und dokumentarischen News eine Episode der fünf Tage langen Race Riots, den "Algier Motel Incident", wo bei einer ausgelassenen Feier eine Schreckschusspistole abgefeuert wurde. Die Schüsse waren Anlass für eine Polizeirazzia in dem Motel, bei der sehr wahrscheinlich Verdächtige von der Polizei stundenlang verhört, gequält, terrorisiert und drei getötet wurden. Dynamisch, mit der Handkamera und schnellen Schnitten montierte Bigelow die Eskalation des Rassismus und der Brutalität von Polizisten, ebenso Kammerspiel wie Polit-Thriller. Und sie stellt die Frage: Kann man aus der Geschichte lernen?
"Was wirklich damals im "Algiers Motel" geschah, konnten mehrere Gerichtsverfahren in den Jahren danach nicht abschließend klären. Mark Boal und Kathryn Bigelow aber haben, nach eigenen Recherchen und Gesprächen mit Überlebenden, ihre Antwort gefunden ? eine rassistische Justiz habe die Wahrheit verschleiert und die Täter wieder einmal laufen lassen. Ihr Ziel als Erzähler ist es, die Todesangst und völlige Rechtlosigkeit einer Terrornacht physisch spürbar zu machen ? und die Erkenntnis ans Ende zu stellen, dass dahinter auch ein Terrorsystem steht, in dem die Opfer niemals Gerechtigkeit finden werden." (Thomas Kniebe, SZ)

Sonntag, 13. Mai, 20:00 Uhr
Donnerstag, 17. Mai, 20:30 Uhr
Sonntag, 27. Mai, 20:30 Uhr reservieren

Hörbarkonzert: Stark 'Bewölkt': Johannes Kreidler / Michael Maierhof

Mittwoch, 16. Mai, 21:00 Uhr
H├Ârbar

Midnightmovie: Il Mercenario (Die gefürchteten Zwei)

I, 1968, 106 min, OmU, digital

Regie: Sergio Corbucci
Darsteller: Franco Nero, Tony Musante, Giovanna Ralli, Jack Palance

Wenn schon 68, dann aber auch Revolución à la mexicana - ein polnischer Söldner, ein unfreiwilliger Revoluzzer und eine schöne Frau. Die drei liefern die wohl beste Erklärung für den Kapitalismus am Beispiel eben dieser Frau und machen die Revolution zur Farce: Corbucci at its best.
"Der anarchisch-infantile, schlampige, aber auch geniale Sergio Corbucci bewies mit Il mercenario ein weiteres Mal, zu Recht als einer der originellsten und besten Regisseure des Genres zu gelten. Bildgewaltig in Szene gesetzt, erzählt sein Film die Geschichte eines unfreiwilligen mexikanischen Revolutionärs ... Immer wieder überrascht Corbucci dabei mit großartigen Bildern, umwerfenden Dialogen und wahnwitzigen Ideen." (WH, www.nerdistan/il-mercenario)

Samstag, 19. Mai, 23:59 Uhr

Dokumentarfilmsalon auf St. Pauli: Double Feature: Stille Stimmen und Vom Hören Sagen

97 min

Stille Stimmen
D 2016, 32 Min., digital, Regie: Ute Seitz
Nicoleta hat seit über 20 Jahren kein Wort mehr gesprochen, schreibt aber Erzählungen und Gedichte. Und Simone erzählt auf YouTube wortgewandt vom Leben mit Mutismus, kann frei sein auf der der Bühne, während ihr im täglichen Miteinander kaum ein Wort über die Lippen kommt. Stille Stimmen dreht sich ums Nicht-Sprechen und dessen weitreichende Auswirkungen im Leben zweier Frauen.

Vom Hören Sagen
D 2014, 65 Min., digital, Regie: Eibe Maleen Krebs
Zehn von Geburt an blinde Menschen beschreiben ihre Vorstellungen von Licht und Farbe oder davon, wie es sein muss, ein Auto zu lenken und wie sie träumen. Der Film liefert neue Perspektiven auf unsere Sehgewohnheiten: Ist Blindheit wirklich Etwas eigenartiges oder gilt dies nicht genauso auch für das Sehen? Was verbergen die Bilder den Sehenden möglicherweise?

zu Gast sind die Filmemacherinnen Ute Seitz und Eibe Maleen Krebs

Bar und Salon ab 18:30 Uhr geöffnet. Eintritt auf freiwilliger Spendenbasis. Näheres unter:

www.dokumentarfilmsalon.org

Dienstag, 22. Mai, 20:00 Uhr reservieren

Hörbar

Zentraler Treffpunkt für Konsumenten und Produzenten experimenteller Musik, jeden Mittwoch.

www.hoerbar-ev.de

Mittwoch, 23. Mai, 21:00 Uhr
H├Ârbar

Hörbarkonzert: Alice Kemp, Dave Phillips, Michael Barthel, Michael Muennich

im Rahmen von BLURRED EDGES - Festival für aktuelle Musik

Freitag, 25. Mai, 21:00 Uhr
H├Ârbar

Hörbarkonzert: Das Synthetische Mischgewebe, Peter Kastner, The Oval Language

im Rahmen von BLURRED EDGES - Festival für aktuelle Musik

Samstag, 26. Mai, 21:00 Uhr
H├Ârbar

Arab Filmclub: Eccomi...Eccoti (Here I Am...Here You Are)

LBN, 2017, 68 min, mehrsprachiges OmeU, digital

Regie: Raed Rafei

Zwei Männer in einer Fernbeziehung zwischen dem Libanon und Italien, eine Liebe, zwei Realitäten. Der Wunsch nach Anerkennung und die Suche nach der Zukunft in einer Welt belagert von realen und imaginierten Grenzen.
Raed Rafei befragt seinen italienischen Partner, Sandro, über dessen Jugend und das Streben einer Generation Homosexueller nach Anerkennung in einer feindlichen Umgebung. Zurück im Libanon hat der Regisseur mit dem schwierigen Verhältnis zu seinem Vater sowie mit einer Gesellschaft zu kämpfen, die Homosexualität als Anomalie betrachtet. Im Schwebezustand zwischen Europa, dem verheißenen Land für Homosexuelle, das jedoch unerreichbar bleibt, und der arabischen Realität, die sein Wesen ablehnt, sucht der Regisseur Trost in der Wärme des Paares.

Gefördert vom Fonds "Flüchtlinge & Ehrenamt" in der BürgerStiftung Hamburg
Wir laden ein zum arabischen Filmclub, einer Plattform für Filmerlebnis, Austausch und
Kommunikation, Der Eintritt ist frei.

Sonntag, 27. Mai, 15:00 Uhr reservieren

Zabriskie Point

US, 1969/70, 111 min, DF, 35mm

Regie: Michelangelo Antonioni
Darsteller: Mark Frechette, Daria Halprin

Mark hört einer Diskussion militanter Studenten zu, mit Black Panther-Vertretern und der Wortführerin Kathleen, die die Ansichten ihres Mannes Eldridge Cleaver vertritt, und weißen, marxistischen Studenten. Streitpunkt ist die Gewalt. Mark ist gelangweilt, er ist "bereit zu sterben, aber nicht vor Langeweile". Dann gerät er in eine gewaltsame Demonstration, bei der ein Polizist erschossen wird, man hält ihn für den möglichen Täter. Mark stiehlt ein Flugzeug und flieht in die Leere der Wüste. Dort entdeckt er Daria in einem Auto, eine magnetische Begegnung. Am Zabriskie Point diskutieren sie über das Leben, ein Joint wird geraucht, sie lieben sich, was sich zu einem "Love-In" erweitert. Doch ihr Traum von einer besseren Welt und der freien Liebe ist kurz. Als Mark das Flugzeug zurückbringt, wird er von der Polizei erschossen. Daria hört davon im Radio. Auch sie flüchtet, weg von den Immobilien-Spekulanten, die die Wüste verkaufen wollen. Mit der Kraft ihrer Gedanken explodiert die Villa zur Musik von Pink Floyd in unterschiedlichen Perspektiven und In Zeitlupe mit allen Konsumgütern. Nie wurde im Kino die Zivilisation schöner in die Luft gesprengt.

Sonntag, 27. Mai, 18:00 Uhr reservieren
Donnerstag, 31. Mai, 19:00 Uhr reservieren

Hörbarkonzert: JD Zazie mit Sonata, Jetzmann

Mittwoch, 30. Mai, 21:00 Uhr
H├Ârbar