B-Movie - das Kino auf St. Pauli
ohne Werbung, im Hinterhof, in 2D, mit Stereo-Ton

Unser Programm im Oktober 2021

Cineastas Chilenas - Chilenische Filmemacherinnen

Nach dem Ende der Diktatur entstand in Chile ab 1990 ein neues Kino. Seit den 2010er Jahren stellen auch mehr und mehr Filmemacherinnen ihre Filme vor. Wir zeigen eine Auswahl ihrer Filme und ein Kurzfilmprogramm, von “Nosotras Audiovisuales” kuratiert. Ein Querschnitt ihrer Sichtweisen auf die Realitäten des Landes, zum “Coming of Age”, zu queeren Lebensweisen, zu Frauenrechten und indigenen Kämpfen bis zur wenig aufgearbeiteten Geschichte der Diktatur. Zu vielen chilenischen Familien gehören europäische Wurzeln, eine Suche danach wird zu einem besonderen Roadmovie.

Das Programm wird unterstützt vom chilenischen Konsulat.

Samstag,
02.10.
18:00
20:00
Sonntag,
03.10.
17:30
20:00
Mittwoch,
06.10.
21:00
Hörbar
Donnerstag,
07.10.
20:00
Samstag,
09.10.
19:30
22:00
Sonntag,
10.10.
18:00
Film
20:00
Dienstag,
12.10.
20:00
Mittwoch,
13.10.
21:00
Hörbar
Donnerstag,
14.10.
20:00
Film
Freitag,
15.10.
20:00
Samstag,
16.10.
19:30
22:00
Sonntag,
17.10.
18:00
20:00
Film
Mittwoch,
20.10.
21:00
Hörbar
Donnerstag,
21.10.
20:00
Samstag,
23.10.
20:00
22:00
Sonntag,
24.10.
18:00
Film
20:00
Dienstag,
26.10.
20:00
Mittwoch,
27.10.
21:00
Hörbar
Donnerstag,
28.10.
20:00
Samstag,
30.10.
20:00
22:00
Sonntag,
31.10.
19:00

Die Veranstaltungen im Einzelnen

Historia De Mi Nombre

Geschichte meines Namens

CL, 2019, 78 Min., OmeU, digital

Regie: Karin Cuyul

Karin Cuyul wusste nicht, warum ihre Eltern sie Karin genannt hatten. Sie geht auf die Suche von Nord nach Süd, entlang der Familienchronik und der Landesgeschichte, die bis in die Gegenwart reicht. So stößt sie auf die Geschichte von Karin Eitel, einer Studentin, die in der Diktatur verhaftet wurde.

Samstag, 02. Oktober, 18:00 Uhr
Sonntag, 24. Oktober, 20:00 Uhr
Donnerstag, 28. Oktober, 20:00 Uhr reservieren

Muestra de Cortos - Kurzfilmprogramm: Somos La Historia Del Futuro - Wir sind die Geschichte der Zukunft

CL, 2019/2020, 69 Min., Omsp/teils eU, digital

Kurzfilme von Colectiva Anónima Antofagasta, Nicole Hertel, Andrea Guerrero, Katherina Harder, Pamela Sol, Cecilia Azocar, Valentina Saros, Alethia San Martin, Silvana Youlton, Ivette Palomo, Elisa Torres

Kurzfilme chilenischer Filmemacherinnen, die ab Oktober 2019 entstanden sind: über politisch-soziale Kämpfe gegen das Patriarchat und Machismo, Staatsgewalt, Verbrechen der Diktatur, Diskriminierung und Unterdrückung der Mapuche.

Samstag, 02. Oktober, 20:00 Uhr

Tarde Para Morir Joven

Zu spät, um jung zu sterben

CL/BR/AR/NL/QA, 2019, 110 Min., OmeU, DCP

Regie: Dominga Sotomayor
Darsteller*innen: Demian Hernández, Antar Machado, Magdalena Tótoro

Sommer 1990 nach dem Ende der Diktatur. Am Fuß der Anden erproben einige Familien das freie Leben. Mit dabei sind die 16-jährige Sofia und ihr Freund Lucas. Dann taucht der ältere Ignacio auf, und Sofia ist fasziniert. Dominga Sotomayor gewann als erste Regisseurin auf dem Festival von Locarno den “Goldenen Leoparden” für die beste Regie.

Sonntag, 03. Oktober, 17:30 Uhr
Samstag, 16. Oktober, 22:00 Uhr
Donnerstag, 21. Oktober, 20:00 Uhr

Perros Sin Cola

Hunde ohne Schwanz

CL, 2019, 80 Min., OmeU, DCP

Regie: Carolina Quezada
Darsteller*innen: Magdalena Vásquez, Ingrid Rubina, Pedro Lara

Die junge Rosario fühlt sich von ihrer Mutter ungeliebt. Zuflucht findet sie im Hip Hop-Tanz und bei ihrem Freund Jonathan. Mit ihm sammelt sie Geld für die Heirat seiner Schwester, die Rosario aber heimlich liebt. Am Tag der Hochzeit kommen sich die beiden Frauen unerwartet näher... Nach Kurzfilmen und Arbeit in der Filmproduktion stellte Carolina Quezada ihr Spielfilm-Debüt vor.

Sonntag, 03. Oktober, 20:00 Uhr
Sonntag, 17. Oktober, 18:00 Uhr
Samstag, 30. Oktober, 22:00 Uhr reservieren

Hörbar (2G)

Zentraler Treffpunkt für Konsumenten & Produzenten experimenteller Musik

2G - Einlass für Geimpfte und Genesene mit Nachweis

www.hoerbar-ev.de

Mittwoch, 06. Oktober, 21:00 Uhr
Mittwoch, 13. Oktober, 21:00 Uhr
Mittwoch, 20. Oktober, 21:00 Uhr
Mittwoch, 27. Oktober, 21:00 Uhr
Hörbar

Der Aktuelle: Der Prinz - El Principe

CL/AR/BE, 2019, 96 Min., OmU, DCP

Regie: Sebastián Muñoz
Darsteller*innen: Juan Carlos Maldorado, Alfredo Castro, Gastón Pauls

Chile 1969, Salvador Allende stellt sich zur Wahl. Der junge Jaime ersticht eifersüchtig seinen Freund. Im Gefängnis nimmt Potro ihn unter seinen Schutz, der Preis: Loyalität und sexuelle Unterordnung. Doch inmitten der Macht- und Revierkämpfe wächst ihre Zuneigung. Das Gefängnis, fern von Allendes Sozialismus und Ort auch institutioneller Gewalt, wird Jaimes Schule des Lebens.
Queer Lion, Festival von Venedig 2019 / Der Film enthält Szenen sexueller Gewalt.

Donnerstag, 07. Oktober, 20:00 Uhr
Samstag, 09. Oktober, 19:30 Uhr
Sonntag, 10. Oktober, 20:00 Uhr

Q-Movie Bar präsentiert: Casa Roshell - Haus Roshell

CL/MX, 2017, 71 Min., OmeU, digital

Regie: Camila José Donoso
Darsteller*innen: Roshell Terranova, Liliana Alba, Lia García

Eine Nacht in der “Casa Roshell”, ein privater Club in Mexico City. Für alle, die draußen heterosexuell leben und ihre Neigung zum Cross-Dressing unterdrücken, ein zweites Zuhause. Roshell, Star des Clubs, unterstützt sie, sich als Frau zu fühlen. In einer Transfiktion entwickelte Camila José Donoso typische Club-Szenen mit den Transfrauen und Schauspielern als ihren Fans.

Samstag, 09. Oktober, 22:00 Uhr
Samstag, 23. Oktober, 22:00 Uhr

Mala Junta

Schlechter Einfluss

CL, 2016, 89 Min., OmeU, digital

Regie: Claudia Huaiquimilla
Darsteller*innen: Andrew Barsted, Eliseo Fernández, Francisco Pérez-Bannen

Der junge Tano muss nach einem Überfall in den Süden zu seinem Vater und soll Disziplin lernen. Er freundet sich mit Cheo an, der wegen seiner indigenen Herkunft gemobbt wird. Claudia Huaiquimilla, selbst Mapuche, erzählt in ihrem Spielfilm-Debüt von Vorurteilen, Diskriminierung und Gewalt gegenüber den Mapuche.

Sonntag, 10. Oktober, 18:00 Uhr
Sonntag, 24. Oktober, 18:00 Uhr
Sonntag, 31. Oktober, 19:00 Uhr reservieren

Dokumentarfilmsalon auf St. Pauli: Von Bienen und Blumen

DE, 2018, 96 Min., digital

Regie: Lola Randl

Raus aus der Enge der Stadt und auf dem Land endlich das Glück finden: Unabhängig, frei, ohne Zwänge und Hektik. Diesen Traum teilen auch Lola Randl und ihre Familie. Gemeinsam ziehen sie raus aus Berlin und gründen in der Uckermark ein solidarisch-regionales Gartenprojekt. Von den Auf und Abs dieses Vorhabens erzählt Lola Randl in ihrem ironisch-charmanten Dokumentarfilm.

Bar und Salon ab 18:30 Uhr geöffnet. Eintritt auf freiwilliger Spendenbasis.
Näheres unter

www.dokumentarfilmsalon.org

Dienstag, 12. Oktober, 20:00 Uhr
Dienstag, 26. Oktober, 20:00 Uhr

7 Semanas

7 Wochen

CL, 2016, 67 Min., OmeU, DCP

Regie: Constanza Figari
Darsteller*innen: Paulina Moreno, Camilo Carmona, Luz Croxatto

Camila sucht mit ihrem Freund die erste gemeinsame Wohnung. In dieser Zeit merkt sie, dass sie schwanger ist. Ihre Mutter, Simón und seine Familie freuen sich auf das Baby. Sie aber will mit 23 Jahren nicht Mutter sein und denkt an eine Abtreibung. Constanza Figari widmete ihr Spielfilm-Debüt dem in Lateinamerika hart umkämpften Recht auf Abtreibung.

Donnerstag, 14. Oktober, 20:00 Uhr
Sonntag, 17. Oktober, 20:00 Uhr
Samstag, 30. Oktober, 20:00 Uhr reservieren

Der Berg den es nicht gibt

D, 2021, 24 Min.

Regie: Leonid Kharlamov und Michael Steinhauser

Das Projekt von Leonid Kharlamov und Michael Steinhauser "Der Berg, den es nicht gibt" behandelt die Namensgebung einer der berühmtesten Straßen Hamburgs. Der "Hamburger Berg" ist ein Markenzeichen der Stadt. Es ist eine Partymeile, die Menschen treffen sich hier zum Feiern. Aber eben diese Straße wurde früher "Heinestrasse" genannt, dann wurde sie von den Nazis umbenannt, ein antisemitischer Akt.

Anschließend findet eine offene Diskussion mit Gästen statt:
Ursula Panhans Bühler (Kunsthistorikerin), Rasmus Gerlach (Dokumentarfilmemacher), Leonid Kharlamov (Künstler) und Michael Steinhauser (Künstler).

Der Eintritt ist frei.

Freitag, 15. Oktober, 20:00 Uhr

The Last to Leave are the Cranes

DE, 2020, 65 Min., OmeU, DCP

Regie: Emilie Girardin
Darsteller*innen: Natalia Miranda Hidalgo, Morin González Mena

Die junge Chilenin Natalia sucht in Polen nach ihrer Familiengeschichte. Ihre Schulfreundin Mo, die in Hamburg lebt, begleitet sie auf dieser Reise voller Begegnungen mit alten und neuen Grenzen. Emilie Girardin blickt in ihrem Filmdebüt mit ihren Protagonistinnen auf das exotische Europa, Ort der Sehnsucht und Erfahrung der Fremdheit.

an beiden Abenden zu Gast: Emilie Girardin, Morín González Mena und Jannik Tesch (Bildgestaltung)

Samstag, 16. Oktober, 19:30 Uhr
Samstag, 23. Oktober, 20:00 Uhr