Das Kino auf St. Pauli
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Unser Programm im Januar 2019

Programmbild Januar 2019: Lav Diaz - Grenzenlos

Lav Diaz - Grenzenlos

Wie die Zeit vergeht, das kann man in den Filmen von Lav Diaz spüren. Er taucht tief in das Leben seiner Personen, ebenso wie in die Geschichten der Philippinen ein, von der Kolonialzeit über die Diktatur bis zu den noch heute spürbaren Folgen. Seit Diaz sich vom kommerziellen Kino löste, entstehen seine Filme im kleinen Team mit geringen Mitteln. Doch es ist kein armes Kino, denn Diaz entfaltet seine eigene Filmästhetik, oft schwarz-weiß, mit Wechseln vom linearen Erzählen zu komplexeren Strukturen. Nichts verändert sich da schnell, nicht die Geschichten und nicht die Bilder in Kamera und Schnitt. Diaz nimmt sich die Freiheit epischen Erzählens, für ihn sind die Filme so lang, wie sie sein müssen. Wer ihm folgt und sich auf sein grenzenloses Kino einlässt, wird neue Seherfahrungen im Kino machen.
Mit den langen und sehr langen Filmen sprengt Diaz die übliche Kinostruktur. So bleiben seine Filme ausgerechnet im Kino weitgehend unsichtbar. Das wollen wir ändern und zeigen, anlässlich des 60. Geburtstags von Lav Diaz am 30. Dezember, in sechs Filmen einen Überblick über sein Filmschaffen.
Für alle, denen die Herausforderung von bis zu elf Stunden Kino als zu groß erscheint, erinnern wir an ein berühmtes Statement von Lav Diaz: "Ich glaube nicht mehr daran, dass Kino bedeutet, dass man zwei Stunden im Kino sitzt und sich eine Geschichte ansieht, die auf diese Zeit komprimiert worden ist. Meine Filme sind wie Gemälde, die zunächst auch mal einfach nur da sind. Nichts verändert sich. Man kann sich das acht Stunden lang ansehen und dadurch eine bereichernde Erfahrung haben. Oder man kann zwei Stunden rausgehen, und wenn man zurückkommt, ist der Film immer noch da."

Mittwoch,
02.01.
21:00
Hörbar
Donnerstag,
03.01.
20:00
Samstag,
05.01.
16:00
22:00
Sonntag,
06.01.
15:00
Dienstag,
08.01.
20:00
Mittwoch,
09.01.
21:00
Hörbar
Donnerstag,
10.01.
19:00
Samstag,
12.01.
18:00
Sonntag,
13.01.
10:00
Dienstag,
15.01.
20:00
Mittwoch,
16.01.
21:00
Hörbar
Donnerstag,
17.01.
18:00
Samstag,
19.01.
18:00
Sonntag,
20.01.
19:00
Dienstag,
22.01.
20:00
Mittwoch,
23.01.
21:00
Hörbar
Donnerstag,
24.01.
19:00
Samstag,
26.01.
16:00
Sonntag,
27.01.
13:00
Mittwoch,
30.01.
21:00
Hörbar
Donnerstag,
31.01.
19:00
21:00

Die Veranstaltungen im Einzelnen

Hörbar

Zentraler Treffpunkt für Konsumenten und Produzenten experimenteller Musik. Jeden Mittwoch 21:00 Uhr

www.hoerbar-ev.de

Mittwoch, 02. Januar, 21:00 Uhr
Mittwoch, 09. Januar, 21:00 Uhr
Mittwoch, 16. Januar, 21:00 Uhr
Mittwoch, 23. Januar, 21:00 Uhr
Mittwoch, 30. Januar, 21:00 Uhr
Hörbar

Die Reise nach Jerusalem (Hamburg-Premiere)

D, 2018, 118 Min., digital

Regie: Lucia Chiarla
Darsteller: Eva Löbau, Beniamino Brogi, Veronika Novag-Jones, Axel Werner

Fördern statt fordern oder lieber fordern statt fördern? Lucia Chiarla rückt mit ihrem Spielfilmdebüt die Menschen in den Vordergrund, die bei dem Rennen um einen Arbeitsplatz leer ausgehen. Ihr Film betrachtet unsere heutige Welt, in der sich der Wert eines Menschen über seine Arbeit definiert. Fehlende nachhaltige Sozialstrukturen und der Druck durch den scheinbaren Erfolg der Anderen lasten schwer auf der Protagonistin. Die Endlosschlaufe aus fehlgeschlagenen Bewerbungen und sinnlosen, vom Arbeitsamt auferlegten Weiterbildungen zermürben die Hauptdarstellerin Alice (grandios gespielt von Eva Löbau). Sie drängt immer weiter ins Abseits und die Isolation. Diese Tragikomödie zeigt spannend und humorvoll den Alltagswahnsinn vieler überqualifizierter, kreativer Jobsuchender. Ein gesunder Film über ein krankes System.

Donnerstag, 03. Januar, 20:00 Uhr
Dienstag, 15. Januar, 20:00 Uhr

West Side Avenue (Batang West Side)

PH, 2001, 302 Min., OmeU, digital

Regie: Lav Diaz
Darsteller: Joel Torre, Yul Servo, Priscilla Almeda

Die philippinische Diaspora in den USA mit der Rekonstruktion eines Verbrechens. Hanzel, ein junger Filipino, wird tot aufgefunden. Ein Jersey City Cop, der seine philippinischen Wurzeln lieber vergessen möchte, untersucht den Fall und will die Mauer des Schweigens, auch über die Spuren zum Drogenhandel, durchbrechen. Durchgeknallte, hypnotische Milieustudie, melodramatisch und surreal.

Samstag, 05. Januar, 16:00 Uhr
Donnerstag, 17. Januar, 18:00 Uhr

Q-Movie-Bar präsentiert: Closet Monster

CA, 2015, 90 Min., OmU, DCP

Regie: Stephen Dunn
Darsteller: Aaron Abrams, Jack Fulton, Joanne Kelly, Isabella Rossellini

Der sensible Oscar ringt in einer kleinen Stadt im Norden Kanadas mit seiner Homosexualität, seit er als kleiner Junge Zeuge eines homophoben Überfalls wurde. Die Trennung seiner Eltern lastet ebenfalls schwer auf seiner Psyche. Als er bei einem Job im Baumarkt den verführerischen, undurchschaubaren Wilder kennenlernt, führt das zu großen Gefühlen und Schwierigkeiten. Für seine Konflikte nutzt Oscar bewährte Auswege. Er unterhält sich mit seinem Hamster Buffy (gesprochen von Isabella Rossellini), bastelt an Monster-Make-up-Effekten, knabbert an einem Kindheitstrauma und wird erwachsen. Stephen Dunn stellt in seinem Debüt ein unkonventionelles Coming-of-Age vor. Er mischt reale mit surrealen Bildern, inspiriert von Fantasy und Horrorfilmen und begleitet von einem tollen Soundtrack.

danach Bar mit leckeren Cocktails

q-movie-bar.de

Samstag, 05. Januar, 22:00 Uhr

Melancholia

PH, 2008, 450 Min., OmeU, digital

Regie: Lav Diaz
Darsteller: Ageli Bayani, Perry Dizon, Roeder, Dante Perez

Die Wege dreier Fremder kreuzen sich in einem kleinen Dorf, doch die vermeintliche Prostituierte, der Zuhälter und die Nonne kennen sich. Als eine Art Therapie nahmen sie ihre Rollen an, um sich von psychischen Wunden, Tragödien und Verlusten ihres politischen Kampfes zu befreien. Sie waren Mitglieder der linken Widerstandsbewegung, fragmentarische Rückblenden zeigen ihren Einsatz in einem Dorf und im Wald.

jeweils mit einer Pause

Sonntag, 06. Januar, 15:00 Uhr
Samstag, 26. Januar, 16:00 Uhr reservieren

Dokumentarfilmsalon auf St. Pauli: Don't Blink - Robert Frank

US/FR/CA, 2015, 82 Min., OmU, digital

Regie: Laura Israel

Robert Frank ist ein stiller Gigant der visuellen Kunst. Sein Stil veränderte in den 1950er Jahren die Spielregeln der Fotografie, sein Buch "The Americans" gilt heute als "das vielleicht einflussreichste Fotografiebuch des 20. Jahrhunderts" (The Guardian 2014).
Jack Kerouac und Allen Ginsberg, Walker Evans und die Rolling Stones ? die Größen der Gegenkultur bewunderten Robert Frank für seine brüchige, unmittelbare Ästhetik und suchten die Zusammenarbeit. Regisseurin Laura Israel porträtiert den 92-jährigen Fotografen und Filmemacher als einen lange verkannten Künstler, der sich trotz persönlicher Schicksalsschläge seinen Sinn für Humor und einen unkonventionellen Blick auf die Welt bewahrt hat.

Bar und Salon ab 18.30 Uhr geöffnet. Eintritt auf freiwilliger Spendenbasis. Näheres unter:

www.dokumentarfilmsalon.org

Dienstag, 08. Januar, 20:00 Uhr

Norte, the End of History (Hangganan ng Kasaysayan)

PH, 2013, 251 Min., OmU, DCP

Regie: Lav Diaz
Darsteller: Archie Alemania, Angeli Bayani, Soliman Cruz

Fabian studiert Jura, hat genug von der Gesellschaft und will seine revolutionären Ideen umsetzen. Er ermordet eine Pfandleiherin, doch die Spur führt zu einem armen Schuldner, der zum Geständnis gebracht wird. Dostojewskis "Schuld und Sühne" trifft auf den poetischen Realismus von Lav Diaz. Ein Sittengemälde der modernen Philippinen, die Schicksale der Protagonist*innen ein Spiegel für die von Kolonialismus und Diktatur zerstörte Gesellschaft.

Donnerstag, 10. Januar, 19:00 Uhr
Donnerstag, 24. Januar, 19:00 Uhr reservieren

From What is Before (Mula sa Kung Ano ang Noon)

PH, 2014, 338 Min., OmeU, DCP

Regie: Lav Diaz
Darsteller: Hazel Orencio, Perry Dizon, Karenina Haniel

Präsident Marcos verhängt 1972 das Kriegsrecht, damit beginnt eine grausame, 14-jährige Militärdiktatur. Zuvor weisen die Zeichen in einem Dorf bereits auf den Niedergang: Kühe werden gemetzelt, Schreie dringen aus dem Wald und Hütten brennen. Die Gemeinschaft droht zu zerbrechen und Fremde bedrohen das Leben im Dorf. Langsam entfaltet sich die Katastrophe mit dem Ende der traditionellen Kultur.

Samstag, 12. Januar, 18:00 Uhr
Samstag, 19. Januar, 18:00 Uhr reservieren

Evolution of a Filipino Family (Ebolusyon ng Isang Pamilyang Pilipino)

PH, 1994-2001, 650 Min., OmeU, digital

Regie: Lav Diaz
Darsteller: Elryan de Veram, Angie Ferro, Peri Medina

Ein Schlüsselwerk, Chronik vom Leben und Überleben einer Familie in der Zeit des Marcos-Regimes und danach (1971-1987). "Es geht um Findelkinder und Geisteskranke, um Vergewaltigung, Mord und Rache, schließlich um eine apokalyptisch anmutende Goldsuche. Außerdem ist der Film durchsetzt von historischen Filmaufnahmen, Radio-Seifenopern und anderen historischen Artefakten. Vor allem geht es aber um ganz alltägliche Handlungen, um Mahlzeiten, um Streitgespräche, ums Warten, um Klatsch und um Liebe, kurzum darum, das Leben selbst aus den Fängen der dominanten Geschichtsschreibung zu bergen. Gegossen ist dieser Film über den Leidensweg einer ganzen Nation in kontrastreiche, digitale Schwarz-Weiß-Bilder, einzelne Einstellungen dauern nicht selten zehn Minuten. "Die Spuren der Zeit sind unauslöschlich eingetragen in das Bildmaterial und die Geschichte selbst." (Ekkehard Knörer)

mit zwei Pausen

Sonntag, 13. Januar, 10:00 Uhr

Südostasien-Special: 5 Indonesian Islands

D/IDN, 2016, 108 Min., Indonesische Originalsprachen meU, digital

Der indonesische Archipel erstreckt sich über 5000 km von Osten nach Westen. Mehr als 16.000 Inseln zählen dazu. Auf Einladung des Goethe-Instituts Indonesien tauchten junge Filmemacher*innen der Hochschule für Bildende Künste Hamburg im März 2016 drei Wochen lang intensiv in das Leben auf fünf dieser sehr unterschiedlichen Inseln ein. Begleitet wurden sie von jungen Kulturwissenschaftlern der Universitas Indonesia. Vor Ort entstanden filmische Arbeiten aus der individuellen Beobachtung und persönlichen Begegnungen heraus. Die Filme sind so unterschiedlich wie die Perspektiven auf die Orte und wie die Inseln selbst. Sie gehen nah heran, nehmen sich Zeit, vertrauen dem eigenen Blick und lassen sich ein auf die Menschen, Bilder und Situationen. Ein Panorama der Gleichzeitigkeit und Vielfalt entsteht.

Entstanden in Zusammenarbeit mit der Universitas Indonesia im Rahmen des Projekts 5 Inseln / 5 Dörfer des Goethe-Instituts Indonesien und der Hochschule für Bildende Künste Hamburg. Das Projekt setzt sich mit dem filmisch-dokumentarischen Blick auf Peripherie und Distanz, auf Zeit und Zeitlichkeit auseinander.

Boats
14 Min., Regie: Yannick Kaftan
Wangi-Wangi, Wakatobi. Zwei Boote. Fischer aus dem Bajo-Dorf Mola gehen ihrem alltäglichen Geschäft nach. An diesem Tag stecken sie mitten auf dem Meer fest. Die Sonne brennt, der Motor muss repariert werden. Wer kann helfen? Auf einem anderen Boot, zwei Frauen unterwegs zum Markt mit einer Lieferung Fisch.

Bobonahena
34 Min., Regie: Anna Walkstein
Bobonehena, Halmahera, Nord-Molukken. Eine Frau hängt Wäsche zum Trocknen auf eine selbstgebaute Konstruktion aus Bambus-Stöcken und Seilen. Die Alltagsroutinen der Menschen bestimmen die Atmosphäre des Dorfes Bobonehena, der starke Glaube und die Probleme der Gegend.

Rote Malam
25 Min., Regie: Samuel Parkes Heinrichs
Ba´a, Rote, Kleine Sunda-Inseln. Mitternacht bis Sonnenaufgang. Motorräder fahren vorbei, und Menschen versammeln sich entlang einer dunklen Promenade zum Summen eines Generators. Tätigkeiten im Taschenlampenlicht und erwartungsvolle Beobachtungen ferner Lichter. Über mehrere Nächte hinweg gedreht folgt der Film Männern und Frauen, die auf die Rückkehr der Fischerboote warten.

Selarus Dream
16 Min., Regie: Marko Mijatovic
Im fernen Süden Indonesiens, auf den Molukken, folgen wir denjenigen, die heilen, und denjenigen, die nach Heilung suchen: ein traditioneller Schamane, eine Geburtshelferin, ein Priester, ein geschäftstüchtiger Veteran und ihre Alpträume. „Adat“, die traditionelle Ordnung der Dinge, die göttlichen und die bösen Kräfte und moderne Erscheinungen, wie die westliche Wirtschaft und konventionelle Medizin, sind im ständigen Dialog.

Reda Mata
19 Min., Regie: Max Sänger
Reda Mata folgt einer Beerdigung in der Marapu-Tradition, einer der letzten bestehenden megalithischen Begräbnisbräuche. Die Priester kommen zusammen, um Fragen des Todes zu besprechen. Kinder spielen den Ging. Verwandte bringen Stiere zur Opferung. Der Verstorbene wird in einer großen Gruft zur letzten Ruhe gebettet, das Tor für die Seele zur Geisterwelt.

Zu Gast sind die Filmemacher*innen.

Sonntag, 20. Januar, 19:00 Uhr reservieren

Dokumentarfilmsalon auf St. Pauli: A Band Called Death

US, 2012, 98 Min., OmU, digital

Regie: Mark Covino & Jeff Howlett

Vor den "Bad Brains", den "Sex Pistols" und den "Ramones" gab es "Death". Der Begriff "Punk" war noch nicht geprägt, als die drei Brüder David, Bobby und Dannis Hackney 1971 ihre Band gründen. Mit ihrem schroffen Sound und düsteren Namen finden sie seinerzeit jedoch wenig Beachtung. Das ändert sich erst, als Jahrzehnte später ein altes Demotape auftaucht und auf neue, junge Ohren stößt. Dies ist die Geschichte der Band "Death", ihrer Wiederentdeckung und späten Würdigung als Punk-Pioniere.

Bar und Salon ab 18.30 Uhr geöffnet. Eintritt auf freiwilliger Spendenbasis. Näheres unter:

www.dokumentarfilmsalon.org

Dienstag, 22. Januar, 20:00 Uhr reservieren

A Lullaby to the Sorrowful Mystery (Hele sa Hiwagang Hapis)

PH/SG, 2016, 485 Min., OmeU, DCP

Regie: Lav Diaz
Darsteller: Piolo Pascual, John Lloyd Cruz, Hazel Orencio

Andrés Bonifacio, Vater der philippinischen Revolution, kämpfte Ende des 19. Jh. gegen die spanischen Kolonialherren. Lav Diaz durchleuchtet die Zeit in lose verbundenen Strängen zwischen Mythologie, Geschichte und Literatur. Bonifacios Witwe sucht nach der Leiche ihres Mannes. Mit ihren Begleitern gerät sie in den Dschungel und ins Dickicht aus Verantwortung und Schuld. Der spanische Statthalter versucht, die Rebellen aus verschiedenen Lagern gegeneinander auszuspielen. Und ein verwundeter Gefährte Bonifacios reflektiert über die Opfer, die eine Revolution mit sich bringt.

mit einer Pause

Sonntag, 27. Januar, 13:00 Uhr reservieren

Der Parfümierte Alptraum (Mababangong Bangungot)

Auftakt zur Filmreihe im Februar: Kidlat Tahimik - Freibeuter des philippinischen Kinos

D/PH, 1977, 93 Min., OmU, 16mm

Regie: Kidlat Tahimik
Darsteller: Kidlat Tahimik, Dolores Santamaria, Katarina Müller, Hartmut Lerch

Ein philippinischen Jeepney-Fahrer träumt davon, nach Amerika auszuwandern und dort Astronaut zu werden. Als es ihm mit Hilfe eines Amerikaners gelingt, nach Paris zu kommen, wird seine Begeisterung für "den Westen" auf die Probe gestellt. "Ein Film, so bunt wie der Jeepney seines Helden, nie ausrechenbar als planes Lehr- und Polit-Stück, sondern eine wundersame Mischung aus lärmender Folkore, asiatischer Mythologie und surrealer Poesie." (Hans C. Blumenberg)

Donnerstag, 31. Januar, 19:00 Uhr reservieren

Independencia

Auftakt zur Filmreihe im Februar: Kidlat Tahimik - Freibeuter des philippinischen Kinos

FR/PH/D/NL, 2010, 77 Min., OmU, digital

Regie: Raya Martin
Darsteller: Sid Lucero, Tetchie Agbayani, Alessandra de Rossi

Eine Mutter flieht mit ihrem Sohn vor dem Philippinisch-Amerikanischen Krieg (1899-1913) in die Berge. Eines Tages entdeckt er im Wald eine verwundete Frau und nimmt sie mit nach Hause ... Der Film wurde wie Stummfilme im Studio gedreht, damit passt sich die Filmästhetik dem Zeitkontext an. Obwohl noch jung, ist Martin einer der etabliertesten philippinischen Filmemacher.

Donnerstag, 31. Januar, 21:00 Uhr reservieren