Der November bringt endlich das, worauf manch eine*r sicherlich schon gewartet hat: Pferdefilme! Kein Bibi & Tina, sondern facettenreiche Geschichten über Menschen mit Pferden. Mal mehr, mal weniger prominent. Aber regelmäßig wird eines der glorreichen Säugetiere episch über die Leinwand galoppieren. Das Leben mit Pferden bedeutet nicht immer die flauschige Ponyhof-Romantik. Es ist hart, mit existentiellen Sorgen, menschlichen Konflikten und unvorhersehbaren Herausforderungen verwoben.
Und am Ende des Monats findet wieder das Unerhört! Musikfilmfestival Hamburg bei uns statt. Lasst euch also überraschen - und die Zügel locker.
|
Sonntag, 01.11. |
|
||||
|---|---|---|---|---|---|
|
Dienstag, 03.11. |
|
||||
|
Mittwoch, 04.11. |
|
||||
|
Donnerstag, 05.11. |
|
||||
|
Samstag, 07.11. |
|
||||
|
Sonntag, 08.11. |
|
||||
|
Dienstag, 10.11. |
|
||||
|
Mittwoch, 11.11. |
|
||||
|
Donnerstag, 12.11. |
|
||||
|
Samstag, 14.11. |
|
||||
|
Sonntag, 15.11. |
|
||||
|
Donnerstag, 19.11. |
|
||||
|
Samstag, 21.11. |
|
||||
|
Sonntag, 22.11. |
|
||||
|
Dienstag, 24.11. |
|
||||
|
Mittwoch, 25.11. |
|
||||
|
Donnerstag, 26.11. |
|
||||
|
Freitag, 27.11. |
|
||||
|
Samstag, 28.11. |
|
||||
|
Sonntag, 29.11. |
|
Regie: Kate Beecroft
Darsteller*innen: Tabatha Zimiga, Porshia Zimiga, Scoot McNairy
Eine Frau, eine Ranch, viele Pferde und viele Jugendliche. Jungtiere und Teenager lernen das Einreiten, eine Frau kämpft um das Überleben aller und bekommt ein Angebot, das zu gut ist, um es abzulehnen. Die starken Charaktere spielen sich selbst in einer fiktiven Geschichte.
| Sonntag, 01. November, 18:00 Uhr | reservieren |
| Donnerstag, 05. November, 20:00 Uhr | reservieren |
| Samstag, 07. November, 20:00 Uhr | reservieren |
2001 stirbt Achidi John bei einem zwangsweise durchgeführten Brechmitteleinsatz im Universitätsklinikum Eppendorf (UKE). Das Leben von Yaya Jabbi endet 2016 in Untersuchungshaft - nach Polizeiangaben durch Suizid. Die rassistische Drogenpolitik, die diese und weitere Leben gefordert hat, wird in Hamburg bis heute weiterverfolgt.
Screening zweier Kurzfilme mit anschließender Diskussion in Kooperation mit dem Fachtag "Sozial- statt Polizeiarbeit".
Zu Gast sind Jonny Schanz von der Drogenberatungsstelle ABRIGADO, Vertreter:innen der Initiativen zum Gedenken an Achidi John und Yaya Jabbi sowie Copwatch Hamburg.
| Dienstag, 03. November, 20:00 Uhr | reservieren |
Zentraler Treffpunkt für experimentelle Musik, www.hoerbar-ev.de.
| Mittwoch, 04. November, 20:00 Uhr : González/Minten / tba | reservieren |
| Mittwoch, 11. November, 20:00 Uhr : Stammheim/Treibkalb / tba | reservieren |
| Mittwoch, 25. November, 20:00 Uhr : Hörbar Exchanges 5 | reservieren |
| Freitag, 27. November, 18:00 Uhr : Hamburg Free-Improv Community | reservieren |
BRD, 1976, 49 Min., OV, digital
Regie: Peter Recht, Christiane Schmerl, Detlef Stoffel
Der Dokumentarfilm "Rosa Winkel? Das ist doch schon lange vorbei ..." kam vor 50 Jahren, im November 1976 erstmals auf die Leinwand. Peter Recht, Christiane Schmerl und Detlef Stoffel blicken in drei Teilen auf die Geschichte schwuler Männer in Deutschland: Zunächst auf ihre Verfolgung während des Nationalsozialismus und die Kennzeichnung mit dem Rosa Winkel in den Konzentrationslagern; anschließend auf die fortbestehende Diskriminierung in der BRD, erzählt anhand persönlicher Erfahrungen von Betroffenen; und schließlich auf Widerstand, Selbstorganisation und die entstehende Schwulenbewegung der 1970er Jahre.
Der Film gilt als erste filmische Auseinandersetzung mit dem Rosa Winkel und seiner Geschichte. Seit Dezember 2025 ist sein Plakat zudem Teil der Dauerausstellung im Haus der Geschichte in Bonn.
Der Film ist heute nicht nur ein wichtiges historisches Dokument, sondern thematisiert auch Vieles, was nach wie vor gesellschaftlich aktuell ist: Ausgrenzung, Sichtbarkeit, Selbstbestimmung und der Kampf um Rechte.
| Samstag, 07. November, 22:00 Uhr , mit Vorfilm | reservieren |
Regie: Jordan Peele
Darsteller*innen: aniel Kaluuya, Keke Palmer, Steven Yeun
Eine Pferderanch kurz vor dem finanziellen Ruin ist bald das geringste Problem für Otis und Emerald Haywood. Mysteriöse Dinge passieren hier, die immer beunruhigender und gefährlicher werden. Die Geschwister müssen nach dem Ursprung des Unheils suchen.
| Sonntag, 08. November, 18:00 Uhr | reservieren |
| Sonntag, 29. November, 18:00 Uhr | reservieren |
DE/PL, 2025, 97 Min., OmU, digital
Regie: Arjun Talwar
Vor dreizehn Jahren kam Arjun aus Indien nach Warschau, um Film zu studieren. Heimisch wurde er in der polnischen Hauptstadt trotz der langen Zeit nie. Mit einem Film über seine Straße, die Ulica Wilcza (Wolfstrasse), will er das nun ändern. Zusammen mit seiner chinesischen Freundin Mo spürt Arjun dem Wesen der Wilcza und ihrer Bewohner:innen filmisch nach und hält zahlreiche skurrile wie herzliche Begegnungen fest. Dabei entsteht ein bittersüßes Porträt eines sozialen Mikrokosmos und einer europäischen Metropole zwischen Weltgewandtheit und Fremdenfeindlichkeit.
| Dienstag, 10. November, 20:00 Uhr | reservieren |
KG, 2016, 115 Min., OmU, digital
Regie: Aktan Arym Kubat
Darsteller*innen: Aktan Arym Kubat, Zarema Asanalieva, Nurali Tursunkojoev
In den Bergen von Kirgisistan lebt ein ehemaliger Filmvorführer in einer Dorfgemeinschaft, die traditionell konservativ und doch modern kapitalistisch funktioniert. Seinen Spitznamen Zentaur lebt er, indem er die nomadische Freiheit der neuen Zeit vorzieht.
| Donnerstag, 12. November, 20:00 Uhr | reservieren |
| Samstag, 21. November, 19:30 Uhr | reservieren |


US/AR, 2024, 87 Min., OmU, DCP
Regie: Michael Dweck
Ruhe, Weitsicht, Fokus: Der Dokumentarfilm zeigt moderne Gauchos in Argentinien. Wir hören die Weisheiten und Anekdoten der Älteren. Wir lernen die Traditionen gemeinsam mit den Jungen. Wir trainieren, fallen und steigen wieder auf.
| Samstag, 14. November, 20:00 Uhr | reservieren |
| Donnerstag, 19. November, 20:00 Uhr | reservieren |
Regie: Monika Treut
Darsteller*innen: Ceci Chuh, Alissa Wilms, Vanida Karun
Alex soll Struktur auf einem Pferdehof lernen. Frische Luft, schwere Arbeit, aber auch reiten und die Weite des Horizonts erfahren. Die Hamburger Regisseurin Monika Treut porträtiert hier neben der Schönheit der Natur die besondere Energie zweier Jugendlicher, die zugleich nah und fern scheinen - und vielleicht ist es zwischen Alex und Kathy doch mehr als eine Ferienhoffreundschaft ...
| Samstag, 14. November, 22:00 Uhr | reservieren |
| Sonntag, 22. November, 18:00 Uhr | reservieren |
Regie: Luke Gilford
Darsteller*innen: Charlie Plummer, Eve Lindley, Rene Rosado
Ein lost boy muss die belastete Familie zusammenhalten. Zeitarbeit bringt ihn an unterschiedlichste Orte. Bis er zu einer Ranch kommt, die sein Ort werden könnte: eine queere Ranch mitten in den ländlichen USA und mit neuen Perspektiven.
| Sonntag, 15. November, 18:00 Uhr | reservieren |
| Samstag, 21. November, 22:00 Uhr | reservieren |
| Samstag, 28. November, 18:00 Uhr | reservieren |
EC/DE, 2024, 80 Min., OmU, digital
Regie: Misha Vallejo Prut
Ein verlorenes Familienalbum, ein abwesender Großvater und seine Kamera. Anhand von Fotografien und Gesprächen mit seiner lebensfrohen und -klugen Großmutter ergründet der Fotograf Misha Vallejo die blinden Flecken seiner Familiengeschichte. Visuell prägnant und menschlich nah thematisiert sein Film Abwesenheit von Vätern, gespaltene Familien und soziale Ungleichheit in der ecuadorianischen Gesellschaft.
Zu Gast ist Produzent Darío Aguirre.
| Dienstag, 24. November, 20:00 Uhr | reservieren |
US, 2025, 84 Min., engl. OV
Regie: Chuck Smith
In der radikalen Kulturszene von Downtown New York der 1960er Jahre gab es zwei Bands von Lokalmatadoren: The Velvet Underground und The Fugs. Es hat zwar ein bisschen gedauert, doch heute werden Lou Reed und die Velvets weltweit als Rock'n'Roll-Idole verehrt. Die Fugs hingegen weniger. Und doch haben beide Bands mit radikalen Klängen und ikonischen Posen Grenzen verschoben und die Rockmusik vieler anderer Bands ab den 60er Jahren geprägt. Anhand von viel Archivmaterial und Interviews mit Fugs-Frontmann Ed Sanders und Schlagzeuger Ken Weaver sowie mit Underground-Legenden wie Aline & Robert Crumb, Lenny Kaye (Patti Smith Group), Chris Stein (Blondie), aber auch Zeitgenossen wie dem Antifolk-Sänger Jeffrey Lewis, zeichnet FUGS FILM! die kurze, aber äußerst einflussreiche Karriere von The Fugs nach. Eine Band, die Poesie und Rock 'n' Roll verschmolz und Punk schon in der Folkmusik vorwegnahm. Der Film dokumentiert zudem die antiautoritären politischen Aktionen der Band, mit denen sie sich über Zensurvorschriften hinwegsetzte und gegen den Vietnamkrieg protestierte. FUGS FILM! ist mehr als nur eine Musikdokumentation über eine Band, die vor nichts Respekt hatte. FUGS FILM! ist ein emotionaler Aufruf an die Bürger dieser Welt, sich für Freiheit, Demokratie und genau das richtige Maß an Verrücktheit stark zu machen.
| Donnerstag, 26. November, 17:00 Uhr | reservieren |
US/AU, 2026, 84 Min., engl. OV, DCP
Regie: Tamra Davis
Dezember 1995: Auf der Erfolgswelle ihrer Hit-Komödie "Billy Madison" und zahlreicher gefeierter Musikvideos schwimmend, packt Regisseurin Tamra Davis ihre Hi8-Kamera ein, als sie ihren frisch angetrauten Ehemann Mike D von den Beastie Boys auf eine Festival-Tour nach Australien und Südostasien begleitet. Sie filmt mitreißende Live-Auftritte von den Beasties und deren Freunden Sonic Youth, von Dave Grohls damals noch ganz neuer Band Foo Fighters, von Beck, Bikini Kill, Pavement, Rancid sowie von The Amps, Pixies-Bassistin Kim Deals Nebenprojekt, als ihre eigene Band The Breeders gerade eine Pause machen musste.
Natürlich schaut Davis sich auch das Backstage-Geschehen an, mit guter Intuition für Mikromomente - und sie filmt Interviews, die Riot-Grrrl-Ikone Kathleen Hanna von Bikini Kill mit ihren Musikerkolleg:innen führt. Hanna steigt immer mit derselben Frage ein: Wie verändert sich deine Persönlichkeit, wenn du auf der Bühne vor so vielen Leuten stehst?
Hätte jemand von außerhalb dieses Zirkels gefragt, wären die Antworten womöglich anders ausgefallen, weniger intim, weniger um Aufrichtigkeit bemüht als um Bestätigung von Rock'n'Roll-Images. Dieses ganze Material lag rund 30 Jahre lang in einem Schuhkarton - bis Davis es wiederentdeckte, als sie 2025, vor den Waldbränden um Los Angeles fliehend, ihr Haus evakuieren musste. Es ist toll zu sehen, mit welch schlafwandlerischer Sicherheit Davis genau im richtigen Augenblick zu schneiden versteht und sich die Kraft dieser Musik, dieser Ära, in einer Abfolge kurzer Sequenzen verdichten kann zu einer kurzweiligen Zeitreise. Im Film werden Menschen in einen Vergleich gesetzt, der nicht bewertet, sondern Unterschiedlichkeit zelebriert. Das ist heutzutage keine Selbstverständlichkeit mehr.
| Donnerstag, 26. November, 19:00 Uhr | reservieren |
KR, 2016, 118 Min., DCP
Regie: Yeon Sang-ho
Darsteller*innen: Gong Yoo, Jung Yu-mi, Ma Dong-seok
Diese so rasant wie emotional inszenierte Zugfahrt des fleißigen Fondsmanagers Seok-woo mit seiner kleinen Tochter stellt eine wichtige Frage: Wie bleibt man Mensch in der Zombie-Apokalypse des Kapitalismus?
Ausnahmsweise um 20:00 Uhr, mit einer Einführung von Anselm Neft.
| Samstag, 28. November, 20:00 Uhr | reservieren |