B-Movie - das Kino auf St. Pauli
im Hinterhof, ohne Werbung und mit warmen Drinks

Unser Programm im Februar 2026

SISSY SPACEK

Eine in Blut getauchte "Carrie", irre blickend vor kreischenden Teenagern in Flammen, so kennen die meisten Sissy Spacek aus Brian De Palmas gleichnamigem Schocker. Die charismatische Schauspielerin hat jedoch viele andere und weniger blutige Gesichter, die ihr unter anderem sechs Oscar Nominierungen einbrachten.
In den 70er Jahren bekannt geworden, überstrahlte sie die Kinoleinwand schnell. Spacek spielt Figuren, die oft psychisch labil sind, immer tough und das Publikum schnell um den Finger wickeln. Zeit für eine Werkschau.

Sonntag,
01.02.
11:00
Mittwoch,
04.02.
20:00
Donnerstag,
05.02.
20:00
Samstag,
07.02.
20:00
22:00
Sonntag,
08.02.
16:00
18:00
Dienstag,
10.02.
20:00
Mittwoch,
11.02.
20:00
Donnerstag,
12.02.
20:00
Samstag,
14.02.
19:30
22:00
Sonntag,
15.02.
18:00
Donnerstag,
19.02.
20:00
Samstag,
21.02.
18:00
20:00
23:59
Sonntag,
22.02.
18:00
Dienstag,
24.02.
20:00
Mittwoch,
25.02.
20:00
Donnerstag,
26.02.
20:00
Freitag,
27.02.
20:00
Samstag,
28.02.
18:30
22:00

Die Veranstaltungen im Einzelnen

Danger Zone Independent Film Festival 2026

DANGER ZONE Festival is back: An zwei Tagen lädt das internationale Festival für unabhängigen Film zur Begegnung mit freien Filmschaffenden und ihren Werken ein - auf Englisch, of course!

Genaue Infos unter:

Danger Zone

Sonntag, 01. Februar, 11:00 Uhr

HÖRBAR

Zentraler Treffpunkt für experimentelle Musik, www.hoerbar-ev.de

Hörbarkonzerte: Einlass: 19:00 Uhr, Beginn: 20:00 Uhr

Mittwoch, 04. Februar, 20:00 Uhr Cinéma Sonore reservieren
Mittwoch, 11. Februar, 20:00 Uhr Eamon Sprod reservieren
Mittwoch, 25. Februar, 20:00 Uhr Hamburg Free-Improv Community reservieren
Freitag, 27. Februar, 20:00 Uhr (tba) reservieren

Der Aktuelle: KONTINENTAL '25

RO, 2025, 109 Min.

Regie: Radu Jude
Darsteller*innen: Eszter Tompa, Gabriel Spahiu, Adonis Tanta

In Cluj, der Hauptstadt Transsylvaniens, arbeitet Orsolya, Angehörige der ungarischen Minderheit, als Gerichtsvollzieherin. Bei einer Zwangsräumung in einem Haus, das einem Luxushotel weichen soll, ereignet sich vor ihren Augen eine Tragödie. Von Schuldgefühlen getrieben, entfaltet sich Radu Judes auf dem iPhone gedrehte Hommage an Roberto Rossellinis "EUROPA '51" als scharfe Beobachtung der Widersprüche und Heucheleien des modernen Europas.

Bereits in den ersten Einstellungen des Films etabliert der rumänische Regisseur eine Tonlage zwischen Tragik, Skurrilität und politischem Stimmungsbild. Die Tragikomödie lief 2025 im Wettbewerb der Berlinale und wurde mit dem Silbernen Bären für das beste Drehbuch ausgezeichnet.

Donnerstag, 05. Februar, 20:00 Uhr reservieren
Samstag, 07. Februar, 20:00 Uhr reservieren

Q-Movie-Bar: I AM NOT YOUR NEGRO

93 Min.

Regie: Raoul Peck
Darsteller*innen: Samuel L. Jackson und in Archivaufnahmen James Baldwin, Martin Luther King, Malcolm X, Medgar Evers uvm.

Der von der internationalen Filmkritik hochgelobte Dokumentarfilm über die Geschichte der Afroamerikaner:innen in den USA war an den Kinokassen ein großer Überraschungserfolg. Der Film basiert auf dem unvollendeten Manuskript des Textes "Remember This House" von James Baldwin (1924-1987). Die Worte des schwarzen Schriftstellers ertönen über Archivfotos, in Filmausschnitten und Nachrichten-Clips der 1950er und -60er Jahre. Seine theoretischen und konkreten Überlegungen zur Rassentrennung, Diskriminierung, Unterdrückung und zu gewaltsamen rassistischen Übergriffen spannen sich dabei von der Zeit der Bürgerrechtsbewegung bis ins Heute.

In einem hochpolitischen Prozess der Aneignung schreibt Regisseur Raoul Peck damit die US-Geschichte aus einer bis heute unterdrückten Perspektive neu und wurde damit 2017 für den Oscar nominiert und unter anderem mit dem BAFTA Award ausgezeichnet.

Der Film verbindet in fünf Kapiteln die Morde an Medgar Evers, Malcolm X und Martin Luther King. Samuel L. Jackson spricht Baldwins Text.

Samstag, 07. Februar, 22:00 Uhr reservieren

Special: JULI 76 - DAS PRIVATE IST POLITISCH

Kooperation: Filministischer Kongress

DE, 2010, 66 Min., OV, digital

Regie: Ulrike Schaz

Im Januar haben wir mit unserer Filmreihe gestartet: Als Countdown zum Feministischen Kongress 2026 wollen wir mit euch unterschiedlichste feministische Filme schauen und anschließend darüber ins Gespräch kommen. Dafür laden wir euch zu drei weiteren Sonntagen ins B-Movie ein!

Im Februar zeigen wir den Film "JULI 76 - Das Private ist politisch". Als filmische Montage aus Rückblicken, Dokumenten und Bildern gibt Ulrike Schaz einen Einblick in die Frauen(haus)bewegung der 1970er Jahre. Im Fokus stehen dabei Frauen, die nach anderen Lebensweisen und Perspektiven suchen und mit der Gründung des ersten autonomen Frauenhauses in Hamburg ein Zeichen gegen die von Männern ausgehende Gewalt setzen.
Heute wie damals sind die autonomen Frauenhäuser dringend notwendige Schutzräume. Nach dem Film möchten wir ins Gespräch kommen über die anhaltende Bedeutung solcher Schutzräume und die derzeitigen Bedrohungen, mit denen sie konfrontiert werden.

Wir freuen uns auf euch, einen produktiven Austausch und ein schönes Zusammenkommen beim FemKongCountdown!

Sonntag, 08. Februar, 16:00 Uhr reservieren

THE STRAIGHT STORY

US, 1999, 112 Min., OmU, DCP

Regie: David Lynch
Darsteller*innen: Richard Farnsworth, Sissy Spacek, Harry Dean Stanton

Alvin Straight, ein Farmer aus Iowa, erfährt, dass sein Bruder Lyle einen Schlaganfall erlitten hat. Fest entschlossen, sich mit Lyle zu versöhnen, setzt er sich auf seinen alten Rasenmäher und knattert mit 8 km/h Richtung Wisconsin. David Lynch zelebriert in diesem Roadtrip das ländliche Amerika mit seinen Menschen und Mähdreschern. Gefühlvoll inszeniert klingen nur selten die ansonsten düsteren Töne des Regisseurs an.

Alvin Straight gab es auch im echten Leben: 1994 fuhr er mit Rasenmäher und Campingausrüstung los. Sissy Spacek spielt seine Tochter.
Im Gegensatz zu anderen Lynch-Filmen hat "The Straight Story" fast keine Brüche und wird langsam erzählt. Er selbst bezeichnete ihn deshalb in Interviews scherzhaft als sein experimentellstes Werk. Im Jahr nach dem Erscheinen des Films beging Hauptdarsteller Farnsworth aufgrund seiner Krebserkrankung Suizid.

https://www.youtube.com/watch?v=lcMyFckt_Hs

Sonntag, 08. Februar, 18:00 Uhr reservieren
Donnerstag, 12. Februar, 20:00 Uhr reservieren

Dokumentarfilmsalon: MY STOLEN PLANET

DE/IR, 2024, 82 Min., OmeU, digital

Regie: Farahnaz Sharifi

Tanz, Musik und geselliges Zusammensein im Iran nach der islamischen Revolution 1979 - aufgezeichnet auf 8mm Film oder später auf dem Smartphone. Diese privaten Momente des Ausbrechens und des Widerstands trägt Farahnaz Sharifi akribisch zusammen. Anhand ihrer persönlichen Familienarchive und bei der Flucht zurückgelassenem Material anderer Iraner:innen erzählt ihr Film eine Geschichte des Landes, die die komplexe Verbindung zwischen persönlichem und politischem Leben offenbart.

Mit Gast.

Bar und Salon ab 18.30 Uhr geöffnet. Eintritt frei, Spenden willkommen. Näheres unter www.dokumentarfilmsalon.org

Trailer

Webseite

Dienstag, 10. Februar, 20:00 Uhr reservieren

3 WOMEN

US, 1977, 124 Min., OmeU, digital

Regie: Robert Altman
Darsteller*innen: Shelley Duvall, Sissy Spacek, Janice Rule

In einer kalifornischen Wüstenstadt trifft die selbstverliebte Millie auf die mysteriöse Teenagerin Pinky. Sie entwickeln eine bizarre Beziehung, die in einem Wellness-Center für ältere Menschen beginnt und in einem Mord in der Einöde mündet. Ein verblüffender und zutiefst unheimlicher Film. Robert Altmans bester.

Für die sexuell expliziten Gemälde von Willie, der dritten Frau neben Millie und Pinky, engagierten die Filmemacher den Künstler Bodhi Wind. Mit einem eindringlichen Soundtrack von Gerald Busby.

https://www.youtube.com/watch?v=hPlPg16gwJo

Samstag, 14. Februar, 19:30 Uhr reservieren
Sonntag, 22. Februar, 18:00 Uhr reservieren

PHANTOM OF THE PARADISE

US, 1974, 92 Min., OmeU, digital

Regie: Brian De Palma
Darsteller*innen: William Finley, Jessica Harper, Paul Williams

Der Musiker Winslow gerät mit seinem Babyface in eine Plattenpresse. Daraufhin verkauft er seine Seele an den Inhaber von "Death Records". Ein subversiver Horrorfilm mit einer kleinen Prise Glamrock-Musical. Das Porträt einer kaputten Groupie-Szene elektrisiert wie eine Handvoll Stromgitarren. Aber wo ist Sissy Spacek? Sie arbeitete hier als Setdesignerin.

Der Film erhielt eine Oscar-Nominierung in der Kategorie Beste Filmmusik für Paul Williams und George Aliceson Tipton. Neben Winslows Stimmensynthesizer besticht die gruselige Vogelmaske, eine Anfertigung der Kostümbildnerin Rosanna Norton, u.a. auch für Tron (1982) und Detroit Rock City (1999) aktiv.

https://www.youtube.com/watch?v=ULldW6fU7Vw

Samstag, 14. Februar, 22:00 Uhr reservieren
Donnerstag, 19. Februar, 20:00 Uhr reservieren

BADLANDS

US, 1973, 94 Min., OmeU, digital

Regie: Terrence Malick
Darsteller*innen: Martin Sheen, Sissy Spacek, Warren Oates

Holy entflieht der trostlosen Kleinstadt mit ihrem kriminellen Boyfriend Kit. Ein blutiger Amoklauf in den Badlands von South Dakota beginnt. Dieser Spätwestern mit atmosphärischen Bildern knöpft sich Amerikas Gewalttrauma vor.

"Badlands" inspirierte Quentin Tarantino zu "True Romance" und "Natural Born Killers". Die Handlung beruht auf einer wahren Geschichte. Sissy Spacek zeigt sich hier in ihrer ersten Hauptrolle.

https://www.youtube.com/watch?v=9msWCguDtiE

Sonntag, 15. Februar, 18:00 Uhr reservieren
Samstag, 28. Februar, 22:00 Uhr reservieren

Special: RUINA

Blick nach Venezuela und Kolumbien

DE, 2014, 73 Min., OmU, DCP

Regie: Markus Lenz

Was kann passieren, wenn eine Bank pleite geht? Sie wird zum Beispiel von 3000 Personen besetzt und zu einem Wohnprojekt umgebaut. Im Zentrum von Caracas ragt eine 200 m hohe Bauruine in den karibischen Himmel und dient als Zuflucht und Wohnstätte für 750 Familien. Von der Nachbarschaft gefürchtet und verachtet, von der Stadtadministration ignoriert, arbeiten die Bewohner des "Torre Confinanzas" an dem Modell einer sozialistischen Mikrogesellschaft in ihrer vertikalen Stadt. "Ruina" erzählt von den Schwierigkeiten und Erfolgen beim Aufbau einer Sozialgemeinschaft verschiedenster Menschen und von ihren Träumen und Hoffnungen.

Trailer

Samstag, 21. Februar, 18:00 Uhr reservieren

Special: PROVISORIUM

Blick nach Venezuela und Kolumbien

DE, 2024, 95 Min., OmU, DCP

Regie: Markus Lenz

"Der Kampf ist für beendet erklärt, nun gilt es, den Frieden zu erlernen. Vicky und Yulieth, zwei junge Frauen, blicken zögerlich in die Weite der Bergwelt Ituangos in Nordkolumbien. Bislang lebten die beiden FARC-Kämpferinnen im Untergrund, ihre Welt waren der bewaffnete Widerstand und eine in die Jahre gekommene kommunistische Utopie. Nach
dem historischen Friedensschluss mit der Regierung steht ihnen nun der ungewisse Weg in die Zivilgesellschaft bevor. Über fünf Jahre folgt die Kamera den beiden Ex-Guerilleras auf ihrem Weg in eine bessere Zukunft. Eine Zukunft, die stets zu scheitern droht: an der Gegenwart einer ihnen noch immer feindselig gegenüberstehenden Mehrheitsgesellschaft, an einer erstarkenden Rechten sowie an den Herausforderungen des neuen zivilen Lebens als Staatsbürgerinnen. 'Provisorium' bietet eine eindrückliche Innenansicht in diesen fragilen Transformationsprozess und zeigt das Ringen um ein friedliches Leben." (Nonfiktionale 2024)

Zu Gast ist Markus Lenz.

Trailer

Samstag, 21. Februar, 20:00 Uhr reservieren

Midnight Movie: CARRIE

US, 1976, 94 Min., OmeU, digital

Regie: Brian De Palma
Darsteller*innen: Sissy Spacek, Piper Laurie, Amy Irving

Carrie wird in der Highschool gemobbt und von ihrer fanatischen Mutter misshandelt. Als sie ihre telekinetischen Kräfte entdeckt, dreht sie den Spieß um. Eine faszinierende, düstere Teenager-Horrorstory. Die erste Verfilmung eines Stephen-King-Romans spielt gekonnt mit Freudschen Metaphern und den Nerven des Publikums.

Ungewöhnlich für einen Horrorfilm: "Carrie" erhielt zwei Oscar-Nominierungen. Sissy Spacek für ihre Interpretation von Carrie als Beste Hauptdarstellerin und Piper Laurie als Beste Nebendarstellerin in der Rolle ihrer Mutter. Funfact: Brian De Palma und George Lucas luden zu einem gemeinsamen Casting ein. Lucas suchte für "Star Wars". William Katt, der für Luke Skywalker vorsprach, bekam so die Rolle des Highschool-Schülers Tommy Ross.

https://www.youtube.com/watch?v=n8-T0mODAww

Samstag, 21. Februar, 23:59 Uhr reservieren
Donnerstag, 26. Februar, 20:00 Uhr reservieren

Dokumentarfilmsalon: CARAVAN

AT, 2024, 94 Min., digital

Regie: Lucy Ashton

Auf der Suche nach einem Leben in Sicherheit flohen Fawad, Marwand, Najib und Samim aus Afghanistan. Ermutigt durch die Journalistin Lucy Ashton halten die vier jungen Männer ihren unstetigen Alltag als Asylsuchende in Österreich auf Video fest - irgendwo zwischen Behördengängen, kleineren Jobs und wechselnden Unterkünften. Die Aufzeichnungen aus drei Jahren zeugen von dem zermürbenden Prozess, in Europa anzukommen, angenommen zu werden. Und wenn die Hoffnung auf einen positiven Bescheid verloren geht, dann hilft nur eines - die Kraft der Freundschaft.

Bar und Salon ab 18.30 Uhr geöffnet. Eintritt frei, Spenden willkommen. Näheres unter www.dokumentarfilmsalon.org

Trailer

Webseite

Dienstag, 24. Februar, 20:00 Uhr reservieren

Special: DAS DEUTSCHE VOLK

DE, 2025, 132 Min., OmU

Regie: Marcin Wierzchowski

In der Nacht des 19. Februar 2020 erschießt ein Rassist neun junge Menschen in Hanau. Zurück bleiben trauernde Familien und Überlebende, die nicht nur für die Ermordeten, sondern auch um Wahrheit und Gerechtigkeit kämpfen. Vier Jahre lang begleitet der Film ihren unermüdlichen Widerstand gegen das Vergessen.

Zu Gast ist Marcin Wierzchowski.

Samstag, 28. Februar, 18:30 Uhr reservieren