Widerstand kann laut sein - oder ganz leise.
Manchmal ist er sichtbar und konfrontativ, manchmal verborgen und zutiefst persönlich. Er zeigt sich auf der Straße und im politischen Kampf, im Sport und im Alltag, in großen Gesten ebenso wie in kleinen, stillen Entscheidungen. In dieser Filmreihe begegnen wir Kämpferinnen, die sich behaupten, aufbegehren, scheitern und weitermachen. Sie erzählen von offenem Protest und stiller Rebellion, von Selbstbestimmung, sportlichem Ehrgeiz und dem Widerstand hinter verschlossenen Türen - mal wütend, mal humorvoll, mal still, aber immer mit unbändigem Willen. Ihre Geschichten zeigen: Widerstand hat viele Gesichter. Einige davon bringen wir im März (zurück) auf die Leinwand.
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Sonntag, 01.03. |
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Mittwoch, 04.03. |
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Donnerstag, 05.03. |
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Samstag, 07.03. |
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Sonntag, 08.03. |
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Dienstag, 10.03. |
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Mittwoch, 11.03. |
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Donnerstag, 12.03. |
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Samstag, 14.03. |
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Sonntag, 15.03. |
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Donnerstag, 19.03. |
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Samstag, 21.03. |
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Sonntag, 22.03. |
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Dienstag, 24.03. |
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Mittwoch, 25.03. |
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Donnerstag, 26.03. |
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Freitag, 27.03. |
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Samstag, 28.03. |
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Sonntag, 29.03. |
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Dienstag, 31.03. |
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SI/IT/HR/RS, 2025, 89 Min., OmU, DCP
Regie: Urska Djukic
Darsteller*innen: Jara Sofija Ostan, Mina Svajger, Sasa Tabakovic
Ein Mädchenchor macht eine Probenreise in ein katholisches Kloster. Lucija ist 16 Jahre alt und beginnt, sich selbst und die anderen besser kennenzulernen. Intensive Gefühle, Bilder und ein starker Ton geben diesem Coming-of-Age-Film eine extra poetische Stimmung.
| Sonntag, 01. März, 18:00 Uhr | reservieren |
| Donnerstag, 05. März, 20:00 Uhr | reservieren |
Zentraler Treffpunkt für experimentelle Musik, www.hoerbar-ev.de
Hörbarkonzerte: Einlass: 19:00 Uhr, Beginn: 20:00 Uhr
| Mittwoch, 04. März, 20:00 Uhr - HÖRBAR EXCHANGES 1 | reservieren |
| Mittwoch, 11. März, 20:00 Uhr - Innassaah / VictorPiano | reservieren |
| Mittwoch, 25. März, 20:00 Uhr - Hamburg Free-Improv Community | reservieren |
| Freitag, 27. März, 20:00 Uhr - thee dont know / Alex Bertram-Powell | reservieren |
Regie: Elvira Notari
Darsteller*innen: Rosè Angione, Alberto Danza, Eduardo Notari
Nanninella, eine junge Kellnerin, leidet unter ihrem alkoholabhängigen Vater. Nach einem weiteren Streit mit ihm wird sie von Tore und Carluccio gerettet. Beide verlieben sich in sie - mit tragischen Folgen für ihre Freundschaft.
"'A Santanotte", Anfang der 2000er-Jahre von der Cineteca Nazionale restauriert, ist eines der wenigen erhaltenen Werke der Regisseurin Elvira Notari, die wir anlässlich des Internationalen Frauentags würdigen.
Die Live-Vertonung des Stummfilms mit akustischer und elektrischer Gitarre übernimmt die Musikerin Silvia Cignoli.
In Zusammenarbeit mit dem Istituto Italiano di Cultura di Amburgo
| Samstag, 07. März, 20:00 Uhr | reservieren |
DE, 2025, 85 Min., OV, digital
Regie: Rosa von Praunheim
Anlässlich des Todes von Rosa von Praunheim zeigen wir seinen letzten Film, der als Dokufiction daherkommt. Der Film dreht sich um Sex, Tod, schwules Leben, aber auch um die Politik eines Filmers und Aktivisten, gewohnt provokativ und mit Spaß an der Grenzüberschreitung. Praunheim schert sich nicht darum, ob er etwas über sich aussagt oder ob die Zuschauer damit etwas anfangen können.
Rosa meint selbst zu seinem Werk: "Die Sau bin ich, gespielt von meinem Alter Ego, dem genialen Schauspieler Armin Dallapiccola. Der Film ist ein Traum, eine Parodie, eine Farce meines Lebens. Poetische Assoziationen zu meinem Tod, zu meinem Sexleben, zu meiner Wiedergeburt. Ich erinnere mich an die 150 Filme meines Lebens, an meine Liebhaber, denen ich Rosen in den Arsch stecke und die ich blind malen muss. Dann stirbt mein Nachbar und hinterlässt einen unendlich traurigen Witwer. Ein Fan klingelt und zwingt mich zum Sex nach dem Tod, und meine Freunde stimmen das Lied 'Großer Gott wir loben Dich' an. Aber Gott persönlich erklärt uns seine perverse Moral, indem er das Böse lobt und das Gute für naiv hält. Meine Mutter, gespielt von Anne Rathsfeld, ist entsetzt, und die Stoffaffen und Schweine, die lebendig werden, erzählen von meiner großen Tierliebe. Am Ende sagt uns Katy Karrenbauer die entsetzliche Wahrheit. Wir sind alle satanische Säue."
| Samstag, 07. März, 22:00 Uhr | reservieren |
Regie: Eliza Hittman
Darsteller*innen: Sidney Flanigan, Talia Ryder
Die 17-jährige Autumn reist gemeinsam mit ihrer Cousine Skyler aus einer Kleinstadt in Pennsylvania nach New York, um dort eine Schwangerschaft zu beenden. Was wie eine nüchterne Reise beginnt, wird zum stillen Kraftakt, geprägt von Wartezimmern, Formularen und unausgesprochenen Fragen.
Ohne Pathos und fast ohne erklärende Dialoge erzählt Eliza Hittman von Selbstbestimmung, Solidarität und dem Spannungsfeld zwischen körperlicher Autonomie und gesellschaftlicher Kontrolle.
| Sonntag, 08. März, 18:00 Uhr | reservieren |
NO, 2025, 70 Min., OmU, digital
Regie: Vibeke Lokkeberg
1973 findet in Berlin das "Erste Internationale Frauenfilm-Seminar" statt. Im Kino Arsenal treffen internationale Film- und Medienmacherinnen zusammen, die soziopolitische Veränderungen fordern. Vibeke Løkkeberg begleitet das Festival dokumentarisch und spricht mit prägenden Figuren des feministischen Films. So kommen in dem 2025 gehobenen Archivschatz z. B. die Regisseurinnen Claudia von Alemann und Helke Sander, aber auch die damals als freie Journalistin tätige Alice Schwarzer zu Wort.
| Dienstag, 10. März, 20:00 Uhr | reservieren |
Regie: Paola Cortellesi
Darsteller*innen: Paola Cortellesi, Valerio Mastandrea, Romana Maggiora Vergano
Delia führt ein entbehrungsreiches Leben als Ehefrau und Mutter im Italien der Nachkriegszeit, geprägt von Gewalt, Routinen und gesellschaftlichen Zwängen. Ihr Alltag ist bestimmt von Arbeit, Fürsorge und dem ständigen Versuch, Konflikte zu vermeiden. Ein geheimnisvoller Brief bringt schließlich Bewegung in ihr Leben und wird zum Wendepunkt.
Paola Cortellesi erzählt diese Geschichte mit feinem Humor und großer Härte - als Porträt einer Frau, deren stille Rebellion sich nicht laut ankündigt, aber umso stärker wirkt. Ein Film über Emanzipation und die Hoffnung auf ein anderes Morgen.
| Donnerstag, 12. März, 20:00 Uhr | reservieren |
| Samstag, 21. März, 19:30 Uhr | reservieren |
FR/DZ/BE/QA, 2019, 108 Min., OmU, DCP
Regie: Mounia Meddour
Darsteller*innen: Lyna Khoudri, Shirine Boutella, Nadia Kaci
Algier in den 1990er Jahren: Die junge Studentin Nedjma träumt von einer Karriere als Modedesignerin, während religiöser Extremismus und politische Gewalt ihren Alltag zunehmend bestimmen. Gemeinsam mit ihren Freundinnen plant Nedjma an der Universität eine Modenschau als Akt des Widerstands.
"Papicha" ist ein energiegeladener, pulsierender Film über weibliche Solidarität, Mut, Träume und den Kampf, die eigene Identität und Freiheit zu bewahren.
| Samstag, 14. März, 20:00 Uhr | reservieren |
| Sonntag, 22. März, 18:00 Uhr | reservieren |
Regie: Craig Gillespie
Darsteller*innen: Margot Robbie, Allison Janney, Sebastian Stan
Tonya Harding kämpft sich mit unbändigem Ehrgeiz und eiserner Entschlossenheit an die Spitze des Eiskunstlaufs - trotz Armut, Gewalt und gesellschaftlicher Vorurteile. Als der berüchtigte Angriff auf ihre Konkurrentin Nancy Kerrigan öffentlich wird, wird Harding zur zentralen Figur eines der größten Skandale in der US-Sportgeschichte.
Eine schonungslos wahre Geschichte über Ehrgeiz, Verrat und den hohen Preis des amerikanischen Traums.
| Samstag, 14. März, 22:00 Uhr | reservieren |
| Donnerstag, 26. März, 20:00 Uhr | reservieren |
DE, 1992, 85 Min., OV, digital
Regie: Thomas Heise
Kooperation: Filministischer Kongress - Filmreihe (Januar bis April je ein Film) als gemütliches Warm-up zum Feministischen Kongress Hamburg 2026.
Thomas Heise begleitet fünf rechtsextreme junge Männer im Halle-Neustadt der 90er Jahre. Mittels langer Interviews zeichnet Heise ein Bild rechtsextremer Gesinnung und gibt einen Einblick ins Innere einzelner Lebensrealitäten. Körperliche Stärke, Abgrenzung und Härte sind dabei omnipräsente geschlechtliche Dimensionen und unverkennbarer Teil rechter Ideologie.
| Sonntag, 15. März, 16:00 Uhr | reservieren |
Regie: Pedro Almodóvar
Darsteller*innen: Penélope Cruz, Carmen Maura, Lola Dueñas
Nach dem Tod ihrer Tante kehrt Raimunda in ihr Heimatdorf zurück. Alte Geheimnisse, familiäre Verstrickungen und lange verdrängte Traumata rücken in den Mittelpunkt. Vergangenheit und Gegenwart, Realität und Übernatürliches sind dabei untrennbar miteinander verwoben.
Zwischen Alltag und Geistern entfaltet Pedro Almodóvar eine Geschichte voller Empathie und schwarzem Humor. Ein leuchtendes Porträt weiblicher Stärke, meisterinnenhaft verkörpert von Penélope Cruz.
| Sonntag, 15. März, 18:00 Uhr | reservieren |
| Samstag, 28. März, 21:30 Uhr | reservieren |
GB/SY, 2019, 100 Min., OmU, DCP
Regie: Waad al-Kateab, Edward Watts
Darsteller*innen: Waad Al-Kateab, Hamza Al-Khateab, Sama Al-Khateab
Waad al-Kateab dokumentiert fünf Jahre ihres Lebens im belagerten Aleppo - zwischen Bombenangriffen, Widerstand, Mutterschaft und der Liebe zu ihrem Mann. Aus privaten Aufnahmen entsteht ein unmittelbares Zeugnis des Alltags im Krieg: von Angst und Verlust, aber auch von Nähe, Fürsorge und dem unbedingten Willen, weiterzumachen. Die Geburt ihrer Tochter Sama wird zum kraftvollen Zentrum des Films und ein Akt der Hoffnung: ein Leben zu beginnen, während ringsum Zerstörung herrscht.
"Für Sama" ist eine zutiefst persönliche und erschütternde Dokumentation über Krieg, Lebensfreude und den Mut, zu bleiben.
| Donnerstag, 19. März, 20:00 Uhr | reservieren |
| Samstag, 28. März, 19:30 Uhr | reservieren |
Regie: Noah Baumbach
Darsteller*innen: Greta Gerwig, Mickey Sumner, Adam Driver
Frances taumelt durch ihr Leben in New York - Tänzerin ohne festen Job, chaotisch, impulsiv und auf der Suche nach ihrem Platz. Sie hangelt sich von Wohnung zu Wohnung, von Plan zu Plan, getragen von Enthusiasmus und Selbstironie. Als ihre beste Freundin auszieht, gerät ihr Leben weiter aus dem Takt. Ein Aufbruch voller Umwege und Neuanfänge beginnt.
Noah Baumbachs Großstadtkomödie ist ein liebevolles Porträt von Freundschaft, Orientierungslosigkeit und ungezügelter Individualität.
| Samstag, 21. März, 22:00 Uhr | reservieren |
| Sonntag, 29. März, 18:00 Uhr | reservieren |
DE, 1989, 98 Min., OV, digital
Regie: Helke Sander
Lieschen Müller sucht einen Mann. Dazu reist sie von Wien nach Bonn und befragt dort Politiker, Prominente und Passanten. In den Interviews geht es um Männer- und Frauenbilder, die perfekte Krawatte und die Frage "Haben Sie sich je geschämt, ein Mann zu sein?". Halb-fiktional und mit einer gehörigen Prise Humor legen Helke Sander und die Schauspielerin Renée Felden die sexistischen Geschlechterbilder und die frauenfeindliche Realität der BRD frei.
| Dienstag, 24. März, 20:00 Uhr | reservieren |
US, 2009, 107 Min., OmU, digital
Regie: Karyn Kusama
Darsteller*innen: Megan Fox, Amanda Seyfried, Johnny Simmons
Schon seit Kindertagen sind die beliebte Jennifer und die unscheinbare Needy beste Freundinnen. Doch als Jennifer nach einer Katastrophe verändert zurückkehrt, ist nichts mehr wie zuvor. Dank missglücktem Marketing, das den Fokus auf Megan Fox legte, um männliche Teenager ins Kino zu locken, geriet die Horrorkomödie zum Flop - zu Unrecht: Der von Diablo Cody ("Juno") geschriebene Film hat einiges über Freundinnenschaft zu sagen. Wir zeigen die fünf Minuten längere extended version.
| Samstag, 28. März, 23:59 Uhr | reservieren |
DE, 2023, 82 Min., OV, digital
Regie: Claudia Richarz
Die Filmemacherin und Autorin Helke Sander ist eine Ikone der zweiten Frauenbewegung und des Neuen Deutschen Films. Sie war ein Leben lang politisch aktiv und hat viele feministische Errungenschaften mit erkämpft, die uns heute selbstverständlich sind. Was das für ihr eigenes Lebensgefühl bedeutet, erörtert der Film anhand eindrucksvoller Filmausschnitte, Archivmaterial von politischen Veranstaltungen und vielen Gesprächen im Hier und Jetzt.
| Dienstag, 31. März, 20:00 Uhr | reservieren |